Casanova

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Lehnen, Carina: Das Lob des Verführers. Über die Mythisierung der Casanova-Figur in der deutschsprachigen Literatur zwischen 1899-1933. Hamburg: Igel Vlg. 1995. ISBN: 978-3-89621-007-4
Giacomo Casanova (1725-1798) hat mit seinen Memoiren, die er im hohen Alter verfaßte und mit denen er literarischen Weltruhm errang, entscheidend das Bild des klassischen Verführers geprägt. Der Name Casanova wurde schon kurz nach der ersten Veröffentlichung seiner zwölfbändigen Lebensgeschichte (1822-1828) aus den biographischen Zusammenhängen gelöst und steht noch heute für den Inbegriff und das Klischee des Frauenhelden. Carina Lehnen untersucht in ihrer Arbeit, wie Casanova - vor allem um die Jahrhunderwende - zur literarischen Figur wurde. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den literarischen Gestaltungen des Motivs im Wiener Umkreis, vor allem auf den vier Bearbeitungen Hofmannsthals und Schnitzlers, die die Rezeption der Figur entscheidend geprägt haben. Bis heute haben sich bei Casanova Mythos und Legende unauflöslich über die Ursprungsgestalt gelegt. Daß Casanova ganz offenkundig eine männliche Identifikationsfigur war, die vor allem in einer Zeit der Emanzipierung der Frau und der Geschlechterkrise Lösungsansätze und Sublimierungsmöglichkeiten bereitstellte, wird offenkundig. Das Buch zeigt welchen Anteil die Literatur daran hat, welches Bild sie von dem großen Verführer Casanova prägte, auf welche Art und vor allem aus welchem Grund sie die Gestalt bis auf den heutigen Tag funktionalisiert hat.

320 S. Br. *neuwertig*

[SW: Literaturwissenschaft]

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Casanova - Chauvet, Jules Adolphe (1828 - ca. 1905) -: Casanova in Bildern. Nachwort von J. B. Rund. Mit 102 Radierungen nach Zeichnungen von Jules Adolphe Chauvet zu Szenen aus den Memoiren des Giacomo Casanova, Chevalier de Seingalt.) - Hamburg, Hoffmann und Campe (1973).
Erste Ausgabe dieser Zusammenstellung. - Einmalige limitierte Ausgabe von 1000 numerierten Exemplaren (Nr. XXVI). - Mit 102 Radierungen nach Zeichnungen von Jules Adolphe Chauvet zu Szenen aus den Memoiren des Giacomo Casanova, Chevalier de Seingalt. Die Bilder wurden 1875 oder 1876 entweder von Barraud selbst oder von J. Rozez erstmals veröffentlicht. Im Jahre 1876 wurden sie zur Illustration der Casanova-Ausgabe verwendet, die Rozez in sechs Bänden publizierte. (S. 213) und sind der zwölfbändigen Casanova-Ausgabe des Propyläen Verlags (Berlin 1965-1967) entnommen. Mit dem schönen Nachwort von J. B. Rund. - Typographische Gestaltung: Hans Peter Willberg. Schrift: Didot-Antiqua der Monotype. - Schönes, frisches Exemplar.

220 Seiten, 2 Bl. Lilafarbiger Orig.-Leinenband mit montietem Rücken- u. Deckelbild, sowie silbergeprägtem Rücken- und Deckeltitel rosafarbenem Orig.-Papp-Schuber. Schuber minimal angestaubt.

[SW: Erotica - Curiosa, illustrierte Bücher, illustrated books, Literatur / Literature, Literatur 18. Jahrhundert, Numerierte Bücher, limitierte Ausgaben, Casanova, erotische Kunst, erotische Literatur, italienische Literatur]

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Giacomo Casanova: Casanova-Geschichten, INSEL VERLAG, Oktober 1997 ISBN: 9783458338178

Sofort lieferbar! Mängelexemplar mit Lagerspuren. Rechnung mit MwSt. Taschenbuch, 360 Seiten, Die Lebensgeschichte des Giacomo Casanova hat bald nach der ersten Veröffentlichung seiner Memoiren die Phantasie der Schriftsteller beflügelt. Eine Auswahl von Casanova Erzählungen hat Eckart Kleßmann daraus zusammengestellt: von Hermann Hesse, Kurt Münzer, Arthur Schnitzler. Josef Mühlberger. Joseph Gregor und Gert Hofmann. Als Giovanni Giacomo Casanova 1798 im böhmischen Dux starb, war der Name des italienischen Abenteurers europaweit bekannt. Er galt als Hochstapler und als Frauenheld. Man schätzte ihn als Musiker und als Philosophen und konsultierte ihn als Wunderarzt und Alchimisten. Selbst große Zeitgenossen wie Voltaire, Albrecht von Haller oder Friedrich der Große bewunderten diesen unsteten Wanderer, der 1756 durch seine spektakuläre Flucht aus den Bleikammern Venedigs, in die ihn die Inquisition gebracht hatte, berühmt geworden war. Daß diese vielfach talentierte Persönlichkeit überdies ein geschickter Beobachter und ausgezeichneter Menschenkenner war, daß er ein großes Erzähltalent besaß, spiegelt sich in seinen Memoiren 'Histoire de ma vie', die er im Laufe seiner dreizehn letzten Lebensjahre niedergeschrieben hat. Die Lebensgeschichte des Giacomo Casanova beflügelte bald nach der ersten Veröffentlichung seiner Memoiren die Phantasie der Schriftsteller. Eine Auswahl von Casanova-Erzählungen hat Eckart Kleßmann zusammengestellt: von Hermann Hesse, Kurt Münzer, Arthur Schnitzler, Josef Mühlberger, Joseph Gregor und Gert Hofmann.

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Biographie, Persönlichkeiten, Autobiographie, Autobiographien, Autobiographisch; Brief, Briefe; illustriertes Buch; Schrift aus meinem leben venedig Casanova, Giacomo Chevalier de Seingalt: Vermischte Schriften, Gesammelte Briefe seltene Originalausgabe !!!! aus dem Nachlaß Gerhard Löwenthal, Ullstein, Frankfurt / Main 1964

leinen - OLn. 551, 554 S. Dünndruck Gutes Exemplar aus dem Nachlaß Gerhard Löwenthal Giacomo Girolamo Casanova (* 2. April 1725 in Venedig; 4. Juni 1798 auf Schloss Duchcov (Dux) im Königreich Böhmen, heute Tschechien) war ein venezianischer Schriftsteller, Abenteurer und Libertin des 18. Jahrhunderts, bekannt durch die Schilderungen zahlreicher Liebschaften. Schon im 19. Jahrhundert tauchte die Figur Casanova in künstlerischen Werken auf. Für die Zeit zwischen 1743 und 1745 ist der Lebenslauf Casanovas nur lückenhaft bekannt. Er war u.a. auf Reisen und kam im Frühjahr 1753 nach Venedig zurück, wurde venezianischer Fähnrich, verdiente er sich u. a. als Orchestergeiger seinen Lebensunterhalt im Teatro San Samuele, an dem bereits seine Eltern Schauspieler gewesen waren und für das Carlo Goldoni arbeitete. Casanova schrieb Verse im Rahmen des sogenannten "1. venezianischen Theaterstreits" zu dessen Gunsten und betätigte sich auch als Claqueur. 1755 wurde er wegen angeblicher "Schmähungen gegen die heilige Religion" verhaftet, wobei die Hintergründe nicht richtig klar sind. Casanova selbst stellte darüber verschiedene Spekulationen an und auch venezianische Archivdokumente geben darüber keine befriedigende Auskunft. Belegt ist, dass um 1753/54 die venezianische Staatsinquisition auf Casanova aufmerksam wurde. Er verschwendete Geld seiner Gönner (insbesondere des einflussreichen Senators Matteo Giovanni Bragadin (1689−1767)), hatte ungenehmigten Umgang mit Ausländern und war 1750 in Lyon den Freimaurern beigetreten. Die Akten zu Casanovas Verhaftung gehören zu den frühesten Dokumenten, in denen die Freimaurer in Venedig erwähnt werden. 15 Monate nach seiner Verhaftung gelang ihm die Flucht aus den Bleikammern Venedigs, was allgemeine Aufmerksamkeit erregte. Allerdings gelang ihm die Flucht erst beim zweiten Versuch. Für den Zeitpunkt der Flucht benutzte er das Buch L'Orlando Furioso von Ludovico Ariosto als Orakel (Stichomantie). Über seinen Ausbruch aus dem Verlies schrieb er ein Buch, das noch zu seinen Lebzeiten ins Deutsche übersetzt wurde. Reisen durch Europa [Bearbeiten] In den folgenden Jahren reiste Casanova durch ganz Europa - beispielsweise besuchte er Holland, Deutschland, die Schweiz, England, Spanien und Russland -, wo er in den adligen Salons ein gern gesehener und prominenter Gast war. In Frankreich war er 1757 Mitbegründer der Nationallotterie. 1760 besuchte er Voltaire in Genf. Seit diesem Jahr nannte sich Casanova auch "Chevalier de Seingalt", ein Name, den er bis an sein Lebensende immer wieder benutzte. Im selben Jahr traf er in Rom Papst Clemens XIII., Johann Joachim Winckelmann und Anton Raphael Mengs, bei dem er wohnte. Bei einem Aufenthalt in England verliebte er sich unsterblich, kam aber nicht zum Ziel, was ihn fast in den Selbstmord trieb. Über Brüssel, Aachen, Wesel, Braunschweig und Wolfenbüttel kam er im Sommer 1764 nach Sanssouci, wo er bei Friedrich dem Großen um eine Anstellung bat. Die ihm angebotene Position als Lehrmeister an der Schule für pommersche Landjunker lehnte er jedoch ab und fuhr nach Russland, in der Hoffnung, eine Stellung am Zarenhof zu bekommen. Neun Monate lang lebte Casanova 1765 in Sankt Petersburg und traf zweimal mit Katharina der Großen zusammen. Allerdings sah die Zarin keine Möglichkeit, Casanova in ihre Dienste zu nehmen, sodass der Italiener nach Polen reiste, um sich dort um eine Anstellung am Königshof zu bemühen. Giacomo Casanova, 1788 In Polen duellierte er sich auf Pistolen 1766 mit dem Grafen Branicki. Beide wurden schwer verwundet, daraufhin musste er Polen verlassen und reiste über Wien nach Paris, wo er schon kurz darauf, auf Geheiß des Königs, Frankreich den Rücken kehren und nach Spanien flüchten musste. In Madrid wurde er 1768 wegen unerlaubten Waffenbesitzes kurze Zeit gefangen gehalten, hatte in Barcelona eine Affäre mit der Geliebten des Gouverneurs und tötete bei einem von diesem inszenierten Überfall einen Angreifer, weswegen er einen Monat im Gefängnis saß. Die Memoiren Casanovas mit dem Titel Geschichte meines Lebens zählen zur Weltliteratur und wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt (u. a. Japanisch, Arabisch, Bengalisch und Inuktitut). Das Werk ist vor allem kulturhistorisch interessant: Das gesamteuropäische 18. Jahrhundert breitet sich darin vor unseren Augen aus: Durch seine Reisen, bei denen er europäische Höfe und Metropolen besuchte, hatte er Kontakt zu bedeutenden Personen seiner Zeit. Er kannte die Päpste Benedikt XIV. und Clemens XIII., sprach mit Friedrich dem Großen und der Zarin Katharina II.. Neben den Herrschern war ihm auch die geistige Elite Europas vertraut: Da Ponte, Voltaire, Crebillon, von Haller, Winckelmann und Mengs zählten zu seinen Bekannten. Doch auch die soziale Unterschicht kommt in seinen Erinnerungen vor. Hermann Kesten beschrieb dieses Pandämonium so: "Das ganze 18. Jahrhundert tummelt sich in seinen Memoiren und lacht, und räsoniert, und hurt, in keinem anderen Buch ist es so lebendig, so deutlich, so zum Riechen, Fühlen, Schmecken nah."(wikipedia)

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