Burckhardt Renaissance
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Burckhardt, Jacob: Jacob Burckhardt Werke. Kritische Gesamtausgabe Jacob Burckhardt Werke. Kritische Gesamtausgabe / Jacob Burckhardt Werke Bd. 16: Die Kunst der Renaissance I Geschichte der Renaissance in Italien - Die Malerei nach Inhalt und Aufgaben - Randglossen zur Sculptur der Renaissance [Band 16] Beck, C H ; fester Einband / hard cover ISBN: 9783406550386
9783406550386 Neu
Burckhardt, Jacob Jacob Burckhardt Werke. Kritische Gesamtausgabe Jacob Burckhardt Werke. Kritische Gesamtausgabe / Jacob Burckhardt Werke Bd. 16: Die Kunst der Renaissance I Geschichte der Renaissance in Italien - Die Malerei nach Inhalt und Aufgaben - Randglossen zur Sculptur der Renaissance [Band 16] (Beck, C H) ISBN: 978-3-406-55038-6 gebunden 1007 S. - 22,2 x 15,2 cm Burckhardt, Jacob Jacob Burckhardt Werke. Kritische Gesamtausgabe / Jacob Burckhardt Werke Bd. 16: Die Kunst der Renaissance I Geschichte der Renaissance in Italien - Die Malerei nach Inhalt und Aufgaben - Randglossen zur Sculptur der Renaissance Verlag : Beck, C H ISBN : 978-3-406-55038-6 Einband : gebunden Preisinfo : 198,00 Eur[D] / 203,60 Eur[A] / 275,00 CHF UVP Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen. Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt Preis ist offizieller VLB Referenzpreis Preis ist offizieller VLB Referenzpreis Letzte Preisänderung am 02.09.2011 Seiten/Umfang : 1007 S. - 22,2 x 15,2 cm Produktform : B: Einband - fest (Hardcover) Erscheinungsdatum : 1. Aufl. 20.09.2006 Gewicht : 1499 g verwandte Themen : Renaissance [DNB] Kunst [DNB] Italien [DNB] 198,00 Eur[D] Hardcover Buch
Burckhardt, Jacob: Die Kultur der Renaissance in Italien. Mit einem Geleitwort von Wilhelm von Bode. Vollständige Ausgabe. Herausgegeben von L. Heinemann. Verlag von Th. Knaur Nachf. Erste Aufl. 1928 Berlin
588S. 8°
Leinen Fadengehefteter, illustrierter Ganzleinenband mit Farbkopfschnitt. Einband und Schnitte leicht nachgedunkelt und gering fleckig, ansonsten guter Zustand. Dünndruckausgabe. Jacob Christoph Burckhardt (* 25. Mai 1818 in Basel; 8. August 1897 ebenda) war ein bedeutender Schweizer Kulturhistoriker mit Schwerpunkt in Europas Kunstgeschichte. Jacob Burckhardt wurde 1818 in Basel als viertes von sieben Kindern geboren. Er stammte aus einer alten und sehr erfolgreichen Basler Familie, siehe Daig. Etliche Vorfahren waren Geistliche, auch sein Vater Jacob Burckhardt war Pfarrer der reformierten Kirche in Basel. Da er der Münstergemeinde vorstand, war er gleichzeitig auch Antistes, der Vorsteher der Basler Geistlichkeit. Im Elternhaus und auf dem Gymnasium erhielt Burckhardt eine umfassende humanistische Bildung. Seine Lehrer vermittelten ihm ausgezeichnete Kenntnisse in Französisch, Italienisch sowie in den alten Sprachen und förderten seine historischen und literarischen Neigungen. In seiner Heimatstadt studierte Jacob Burckhardt seit 1837 auf Wunsch des Vaters Evangelische Theologie. Nebenbei befasste er sich schon damals mit Geschichte und Philologie und wechselte nach vier Semestern an die Universität in Berlin, um sich vollends dem Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Philologie zuzuwenden. In Berlin hörte er von 1839 bis 1843 unter anderem Vorlesungen bei Leopold von Ranke, Johann Gustav Droysen, August Böckh, Franz Kugler und Jacob Grimm. In Berlin machte Jacob Burckhardt auch die Bekanntschaft mit Bettina von Arnim. Im Sommer 1841 verbrachte er ein Semester in Bonn und schloss sich hier dem Maikäferbund an, einer spätromantischen Dichtervereinigung um Gottfried Kinkel. Auf Grund der beiden von Ranke angeregten Arbeiten über Karl Martell und Konrad von Hochstaden wurde Jacob Burckhardt 1843 in Basel in Abwesenheit promoviert. Bereits im darauf folgenden Jahr habilitierte er sich dort für Geschichte und wurde 1845 ausserordentlicher Professor. In den Jahren nach 1844 arbeitete Jacob Burckhardt zeitweise als politischer Redakteur bei den konservativen Basler Nachrichten. 1845 unterbrach er diese Tätigkeit erstmals und gab sie später gänzlich auf, da seine Artikel zur angespannten innenpolitischen Lage der Schweiz umstritten waren. Zwischen 1846 und 1848 hielt er sich neben seiner Tätigkeit an der Universität zweimal für ein paar Monate in Italien auf und lebte zwischenzeitlich in Berlin, wo er sich an der Abfassung des Brockhausschen Konversationslexikons beteiligte. Von 1854 bis 1858 war Jacob Burckhardt ordentlicher Professor für Kunstgeschichte an der Eidgenössischen Hochschule in Zürich. 1858 übernahm er an der Universität Basel den Lehrstuhl für Geschichte und Kunstgeschichte, den er bis 1893 innehatte. Fortan konzentrierte er sich auf seine Vorlesungen, die anfangs alle Epochen der europäischen Kulturgeschichte abdeckten, seit 1886 jedoch ausschliesslich die Kunstgeschichte zum Thema hatten. Daneben trat er als gewandter Redner durch öffentliche Vorträge hervor. Selbst Friedrich Nietzsche, der als Deutschlands jüngster Universitätsprofessor von Leipzig nach Basel gekommen war und bereits mit vierundzwanzig Jahren als eine philologische Kapazität galt, würdigte Burckhardt als "unseren großen, größten Lehrer". 1872 lehnte Burckhardt den Ruf ab, Nachfolger Rankes an der Universität in Berlin zu werden. Die letzten 30 Jahre seines Lebens widmete er sich ganz der Lehre in Basel und veröffentlichte in dieser Zeit keine weiteren Werke. Zu seinen Schülern zählte der Kunsthistoriker Heinrich Wölfflin (1864-1945). 1886 gab Burckhardt seine Professur auf, hielt aber noch sieben Jahre lang die kunstgeschichtlichen Vorlesungen. Am 8. August 1897 starb der kinderlos gebliebene Junggeselle in Basel im Alter von 79 Jahren. Seine Heimatstadt erlebte in dieser Lebensspanne einen beachtlichen Wandel, die Einwohnerzahl wuchs von 16.000 auf über 100.000 an, die Stadtbefestigung wurde geschleift und der Eisenbahnbau erreichte die Stadt. Heutzutage wird Burckhardt nicht nur durch häufiges Zitieren geehrt, der höchste Geldschein der Schweiz, der 1.000-Franken-Schein, trägt seit 1995 das Porträt des Basler Kulturhistorikers. Der auch im deutschen Sprachraum viel verwendete Begriff "terrible simplificateur" wurde von ihm geprägt, er tritt erstmals in einem Brief Burckhardts an Friedrich von Preen vom 24. Juli 1889 auf. Burckhardt hat sich auch zur Tugend des "Dilettantismus" bekannt, der er die Fähigkeit einer antispezialistischen Übersicht zuerkannte (vgl. Weltgeschichtliche Betrachtungen, S. 36). Burckhardts Aufenthalte in Italien und auch die Mitarbeit an Franz Kuglers Handbüchern zur Kunstgeschichte bewirkten eine Neuorientierung an den klassischen Idealen der Epoche Winckelmanns, Goethes und Wilhelm von Humboldts. So übernahm Burckhardt mehr und mehr eine europäisch-humanistische Sichtweise und rückte vom vorherrschenden Paradigma politischer Geschichte ab (vgl. Raupp, Spalte 855). Vernehmbar wird dies vor allem in seinen drei "klassischen" Werken, die ihn zum herausragenden Kulturhistoriker und Mitbegründer der modernen Kunstgeschichte werden ließen. Burckhardt widersprach entschieden geschichtsphilosophischen Spekulationen, die Geschichte als zeitliche Entwicklung eines übergeordneten, ewigen Geschichtsprozess auffassten. Das einzig konstante Phänomen der Geschichte war für ihn die Natur des Menschen. Der Ziel des Daseins und der ganzen Geschichte bleibt räthselhaft ... Burckhardts 1853 veröffentlichtes erstes Hauptwerk ist Die Zeit Constantins des Großen, die er als notwendigen Übergang von der Antike zum Christentum und als Grundlage der mittelalterlichen Kultur verstand (vgl. Spätantike). Burckhardt sah Kaiser Konstantin im Unterschied zur seinerzeit vorherrschenden Sichtweise recht negativ, als einen reinen Machtpolitiker, dessen Hinwendung zum Christentum nur politischen Überlegungen geschuldet gewesen sei. 1855 erschien sein zweites Werk Cicerone, in dem er die italienische Kunstwelt von der Antike bis zur Gegenwart schildert. Von größter historiographischer Bedeutung war sein 1860 veröffentlichtes Werk Die Cultur der Renaissance in Italien, das den Strukturwandel von Staat und Kirche im Ausgang des Mittelalters und die damit einhergehende Ausbildung des "modernen", individuellen Menschen beschreibt - Konzepte, die heute kritisch hinterfragt werden. Auf seinen Italienreisen wurde Jacob Burckhardt stark von der italienischen Kultur der Renaissance angezogen. Lange Zeit wurde dieser Begriff als Epochenbezeichnung der Kunstgeschichte verwendet. Der erste, der ihn direkt für eine historische Epoche verwendete, war Jules Michelet. Erst durch Burckhardts Studien der italienischen Kultur des 15. und 16. Jahrhunderts und durch die Veröffentlichung seiner Ergebnisse wird der "Renaissance" in der öffentlichen Meinung wahrgenommen. Das Werk gilt auch heute noch als das Standardwerk über diese Epoche. Burckhardt zeichnet darin ein Gesamtbild der italienischen Renaissancegesellschaft; diese erste umfassende Darstellung jener Epoche hat das Renaissancebild Europas stark geprägt und wurde zum beispielgebenden Werk der Kulturgeschichtsschreibung. Georg Voigt dagegen hat die Bewegung des italienischen Humanismus als Phänomen der geistigen Hochkultur untersucht. Beiden gemeinsam ist die Erkenntnis, dass die Renaissance die Moderne in Europa eingeleitet hat; sie beide gelten als Begründer der modernen Renaissance-Forschung. Wilhelm von Bode (* 10. Dezember 1845 in Calvörde; 1. März 1929 in Berlin), gebürtig Arnold Wilhelm Bode, geadelt 1914, war ein bedeutender deutscher Kunsthistoriker und Museumsfachmann und gilt als der Mitbegründer des modernen Museumswesens. Bode war eine der zentralen Persönlichkeiten in der deutschen Kultur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. 1904 gründete er das Kaiser-Friedrich-Museum (heute Bode-Museum) auf der Museumsinsel in Berlin, war dort Generaldirektor der staatlichen Kunstsammlungen und schuf grundlegende Arbeiten zur Geschichte der deutschen, niederländischen und italienischen Malerei und Plastik. Aufgrund seines entscheidenden Einflusses auf die Entwicklung der Berliner Kunstsammlungen wurde er auch "Museums-Condottiere" und "Bismarck der Berliner Museen" genannt. 1889 bis 1914 leitete er ebenfalls die Neugründung der im deutsch-französischen Krieg vernichteten städtischen Kunstsammlungen der Stadt Straßburg.
[SW: Geschichte | Kulturgeschichte | Renaissance | Jacob Burkhardt]
Burckhardt, Jacob: Weltgeschichtliche Betrachtungen. Mit einem Nachwort herausgegeben von Rudolf Marx. Mit einem Frontispiz Burkardts nach einer Fotografie. (= Kröners Taschenausgabe Band 55) Alfred Kröner Verlag Keine Auflagenangabe 1938 Stuttgart
394, 47S. Klein 8°
Leinen Fadengehefteter, geprägter Ganzleineneinband mit Farbkopfschnitt. Der Rücken etwas nachgedunkelt und an der Unterkante bestoßen, Namensstempel und Datum auf Vorsatz, Papier altersgemäß nachgedunkelt, Frontispiz- und Titelblatt leicht fleckig, ansonsten rundum guter Zustand. Jacob Christoph Burckhardt (* 25. Mai 1818 in Basel; 8. August 1897 ebenda) war ein bedeutender Schweizer Kulturhistoriker mit Schwerpunkt in Europas Kunstgeschichte. Jacob Burckhardt wurde 1818 in Basel als viertes von sieben Kindern geboren. Er stammte aus einer alten und sehr erfolgreichen Basler Familie, siehe Daig. Etliche Vorfahren waren Geistliche, auch sein Vater Jacob Burckhardt war Pfarrer der reformierten Kirche in Basel. Da er der Münstergemeinde vorstand, war er gleichzeitig auch Antistes, der Vorsteher der Basler Geistlichkeit. Im Elternhaus und auf dem Gymnasium erhielt Burckhardt eine umfassende humanistische Bildung. Seine Lehrer vermittelten ihm ausgezeichnete Kenntnisse in Französisch, Italienisch sowie in den alten Sprachen und förderten seine historischen und literarischen Neigungen. In seiner Heimatstadt studierte Jacob Burckhardt seit 1837 auf Wunsch des Vaters Evangelische Theologie. Nebenbei befasste er sich schon damals mit Geschichte und Philologie und wechselte nach vier Semestern an die Universität in Berlin, um sich vollends dem Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Philologie zuzuwenden. In Berlin hörte er von 1839 bis 1843 unter anderem Vorlesungen bei Leopold von Ranke, Johann Gustav Droysen, August Böckh, Franz Kugler und Jacob Grimm. In Berlin machte Jacob Burckhardt auch die Bekanntschaft mit Bettina von Arnim. Im Sommer 1841 verbrachte er ein Semester in Bonn und schloss sich hier dem Maikäferbund an, einer spätromantischen Dichtervereinigung um Gottfried Kinkel. Auf Grund der beiden von Ranke angeregten Arbeiten über Karl Martell und Konrad von Hochstaden wurde Jacob Burckhardt 1843 in Basel in Abwesenheit promoviert. Bereits im darauf folgenden Jahr habilitierte er sich dort für Geschichte und wurde 1845 ausserordentlicher Professor. In den Jahren nach 1844 arbeitete Jacob Burckhardt zeitweise als politischer Redakteur bei den konservativen Basler Nachrichten. 1845 unterbrach er diese Tätigkeit erstmals und gab sie später gänzlich auf, da seine Artikel zur angespannten innenpolitischen Lage der Schweiz umstritten waren. Zwischen 1846 und 1848 hielt er sich neben seiner Tätigkeit an der Universität zweimal für ein paar Monate in Italien auf und lebte zwischenzeitlich in Berlin, wo er sich an der Abfassung des Brockhausschen Konversationslexikons beteiligte. Von 1854 bis 1858 war Jacob Burckhardt ordentlicher Professor für Kunstgeschichte an der Eidgenössischen Hochschule in Zürich. 1858 übernahm er an der Universität Basel den Lehrstuhl für Geschichte und Kunstgeschichte, den er bis 1893 innehatte. Fortan konzentrierte er sich auf seine Vorlesungen, die anfangs alle Epochen der europäischen Kulturgeschichte abdeckten, seit 1886 jedoch ausschliesslich die Kunstgeschichte zum Thema hatten. Daneben trat er als gewandter Redner durch öffentliche Vorträge hervor. Selbst Friedrich Nietzsche, der als Deutschlands jüngster Universitätsprofessor von Leipzig nach Basel gekommen war und bereits mit vierundzwanzig Jahren als eine philologische Kapazität galt, würdigte Burckhardt als "unseren großen, größten Lehrer". 1872 lehnte Burckhardt den Ruf ab, Nachfolger Rankes an der Universität in Berlin zu werden. Die letzten 30 Jahre seines Lebens widmete er sich ganz der Lehre in Basel und veröffentlichte in dieser Zeit keine weiteren Werke. Zu seinen Schülern zählte der Kunsthistoriker Heinrich Wölfflin (1864-1945). 1886 gab Burckhardt seine Professur auf, hielt aber noch sieben Jahre lang die kunstgeschichtlichen Vorlesungen. Am 8. August 1897 starb der kinderlos gebliebene Junggeselle in Basel im Alter von 79 Jahren. Seine Heimatstadt erlebte in dieser Lebensspanne einen beachtlichen Wandel, die Einwohnerzahl wuchs von 16.000 auf über 100.000 an, die Stadtbefestigung wurde geschleift und der Eisenbahnbau erreichte die Stadt. Heutzutage wird Burckhardt nicht nur durch häufiges Zitieren geehrt, der höchste Geldschein der Schweiz, der 1.000-Franken-Schein, trägt seit 1995 das Porträt des Basler Kulturhistorikers. Der auch im deutschen Sprachraum viel verwendete Begriff "terrible simplificateur" wurde von ihm geprägt, er tritt erstmals in einem Brief Burckhardts an Friedrich von Preen vom 24. Juli 1889 auf. Burckhardt hat sich auch zur Tugend des "Dilettantismus" bekannt, der er die Fähigkeit einer antispezialistischen Übersicht zuerkannte (vgl. Weltgeschichtliche Betrachtungen, S. 36). Burckhardts Aufenthalte in Italien und auch die Mitarbeit an Franz Kuglers Handbüchern zur Kunstgeschichte bewirkten eine Neuorientierung an den klassischen Idealen der Epoche Winckelmanns, Goethes und Wilhelm von Humboldts. So übernahm Burckhardt mehr und mehr eine europäisch-humanistische Sichtweise und rückte vom vorherrschenden Paradigma politischer Geschichte ab (vgl. Raupp, Spalte 855). Vernehmbar wird dies vor allem in seinen drei "klassischen" Werken, die ihn zum herausragenden Kulturhistoriker und Mitbegründer der modernen Kunstgeschichte werden ließen. Burckhardt widersprach entschieden geschichtsphilosophischen Spekulationen, die Geschichte als zeitliche Entwicklung eines übergeordneten, ewigen Geschichtsprozess auffassten. Das einzig konstante Phänomen der Geschichte war für ihn die Natur des Menschen. Der Ziel des Daseins und der ganzen Geschichte bleibt räthselhaft ... Burckhardts 1853 veröffentlichtes erstes Hauptwerk ist Die Zeit Constantins des Großen, die er als notwendigen Übergang von der Antike zum Christentum und als Grundlage der mittelalterlichen Kultur verstand (vgl. Spätantike). Burckhardt sah Kaiser Konstantin im Unterschied zur seinerzeit vorherrschenden Sichtweise recht negativ, als einen reinen Machtpolitiker, dessen Hinwendung zum Christentum nur politischen Überlegungen geschuldet gewesen sei. 1855 erschien sein zweites Werk Cicerone, in dem er die italienische Kunstwelt von der Antike bis zur Gegenwart schildert. Von größter historiographischer Bedeutung war sein 1860 veröffentlichtes Werk Die Cultur der Renaissance in Italien, das den Strukturwandel von Staat und Kirche im Ausgang des Mittelalters und die damit einhergehende Ausbildung des "modernen", individuellen Menschen beschreibt - Konzepte, die heute kritisch hinterfragt werden. Auf seinen Italienreisen wurde Jacob Burckhardt stark von der italienischen Kultur der Renaissance angezogen. Lange Zeit wurde dieser Begriff als Epochenbezeichnung der Kunstgeschichte verwendet. Der erste, der ihn direkt für eine historische Epoche verwendete, war Jules Michelet. Erst durch Burckhardts Studien der italienischen Kultur des 15. und 16. Jahrhunderts und durch die Veröffentlichung seiner Ergebnisse wird der "Renaissance" in der öffentlichen Meinung wahrgenommen. Das Werk gilt auch heute noch als das Standardwerk über diese Epoche. Burckhardt zeichnet darin ein Gesamtbild der italienischen Renaissancegesellschaft; diese erste umfassende Darstellung jener Epoche hat das Renaissancebild Europas stark geprägt und wurde zum beispielgebenden Werk der Kulturgeschichtsschreibung. Georg Voigt dagegen hat die Bewegung des italienischen Humanismus als Phänomen der geistigen Hochkultur untersucht. Beiden gemeinsam ist die Erkenntnis, dass die Renaissance die Moderne in Europa eingeleitet hat; sie beide gelten als Begründer der modernen Renaissance-Forschung.
[SW: Fachbücher | Geschichte, Kulturgeschichte | Vorlesungen | Jacob Burckhardt | Kröners Taschenausgaben]
Burckhardt, Jacob. The Civilization of the Renaissance in Italy. New York, N.Y.: Barnes & Noble, 2002. ISBN: 0760715459
8vo - over 7" - 9" tall. REPRINT OF BOOK ORIGINALLY PUBLISHED IN 1860. Edited by Fred Hobson, Vincent Fitzpatrick , Bradford Jacobs. The book, in illustrated wrapper, is FINE/AS NEW (unread). 350 pages includes numerous black & white photos. Dust wrapper notes read: "In this landmark study of Italy from the fourteenth though the early sixteenth century, Swiss historian Jacob Burckhardt chronicles the rise of Florence of the medieval worldview that came with the rediscoveries of Greek and Roman culture and the new emphasis on the role of the individual. All these, Burckhardt explains, went hand in hand with the exploration of lands outside Europe, an explosion of scientific achievement, and a more naturalistic depiction of the world in art and literature. Within the late Middle Ages and the Renaissance, Burckhardt finds the first stirrings of the modern world-and in the Renaissance Italian, the first modern man. His book-length essay includes discussions of all aspects of Italian civilization: art, fashion, literature, and music of the time, as well as the flourishing intellectual and spiritual life. First published in 1860, The Civilization of the Renaissance in Italy established the basic terms in which all serious analysis of the Italian Renaissance has been conducted ever since. It is one of the rare, certifiable historical classics." Trade Paperback condition: Fine
[SW: Biography/Autobiography]



