Bruckner

Es wurden insgesamt 5397 Einträge zu 'Bruckner' gefunden (Stand: 16.05.2012).

Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Bruckner' an.

BRUCKNER. - - WESSELY, O. [Hrsg.]:. Bruckner-Studien. Festgabe der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zum 150. Geburtstag von Anton Bruckner. Wien, Österr. Akademie der Wissenschaften, 1975.
Mit Beiträgen u.a. von: O. Biba: Anton Bruckner und die Orgelbauerfamiie Mauracher; K. Schnürl: Drei niederösterr. Bruckner-Orgeln. Tulln-Langenlois-Krems; G. Brosche: Anton Bruckner und Hugo Wolf; E. Hilmar: "Schade, aber es muß(te) sein": Zu Gustav Mahlers Strichen und Retuschen insbesondere am Beispiel der V. Symphonie Anton Bruckners; L. Nowak: Studien zu den Formverhältnissen in der E-Moll Messe von Anton Bruckner; K. Schütz: Von der Orgel-Improvisation zur Symphonie; E. Werner: die tektonische Funktion der Variante in Bruckners Symphonik; F. Grasberger: Anton Bruckners II. Symphonie; M. Wagner: Zum Tremolo in der Musik Anton Bruckners; R. Flotzinger: Rafael Loidols Theoriekolleg bei Bruckner 1879/80. T. Antonicek: Bruckners Universitätsschüler in den Nationalen der philosophischen Fakultät. Mit einem Verzeichnis der Hörer von Vorlesungen über musikalische Gegenstände vom Wintersemester 1875/76 bis zum Wintersemester 1896/97.

512 S., 1 Titelbild und 27 Abb. auf 16 Tafeln. OKt. (Veröffentlichungen der Kommission für Musikforschung, herausgeg. von Franz Grasberger, Heft 16).

[SW: Musik Komponisten / Interpreten]

Details

Modernes Antiquariat. - Musik. Kreczi, Hanns. Das Bruckner-Stift St. Florian und das Linzer Reichs-Bruckner-Orchester (1942-1945). - Aus: Anton Bruckner Dokumente und Studien. Herausgegeben von Othmar Wessely. Graz.. Akademische Druck- und. Verlagsanstalt.1986.
Das Reich-Bruckner-Orchester war von 1942 bis 1945 ein Reichsorchester des Großdeutschen Rundfunks in Linz. Besonders verpflichtet war es dem sinfonischen Werk von Anton Bruckner.; - Hitlers Plan, aus dem Augustiner-Chorherrenstift St. Florian und den Institutionen " Bruckner-Orchester " und " Bruckner-Chor " das " Musikwerk des Großdeutschen Rundfunks " zu bilden, wird hier erstmals umfassend und objektiv dargestellt.; - Mit 46 Bildtafeln. - Bibliotheksexemplar mit Stempel, Titelblatt leicht eingerissen, sonst sehr sauber.

Band 5. 24 x 17 cm. 366 S. Original Broschiert mit illustr. OU (dieser mit wenig Gebrauchsspuren u. mit Bibliotheksschildchen-Abrieb sichtbar).

[SW: Anton Bruckner; Linz; Nationalsozialismus; Österreich, Dokumente; Musik; Musikwissenschaft; Orchester; Studien]

Details

Bruckner, Anton: Symphonie No. 5 B Dur (1875-1878)

Anton Bruckner (geb. 4. September 1824, Ansfelden - gest. 11 Oktober 1896, Wien) Symphonie No. 5 B Dur (1875-1878) bearbeitet 1893-1894 von Franz Schalk (geb. 27 Mai 1863, Wien - gest. 3. September 1931, Edlach) I Adagio - Allegro (mäßig) II Adagio III Scherzo. Molto vivace - Trio. Allegretto IV Finale. Adagio - Mäßig bewegt Vorwort Anton Bruckner hat seine Fünfte Symphonie zwischen 14. Februar 1875 und 16. Mai 1876 komponiert, zwischen Mai 1877 und 4. Januar 1878 umgearbeitet, und bis 1887 sporadisch weiter geändert. Trotzdem liegt in diesem Fall (und im Gegensatz zu den ersten vier und der achten seiner nummerierten Symphonien) nur eine einzige von Bruckner stammende Fassung vor. Bruckner hat sie nur einmal gehört, und zwar in einer Bearbeitung für zwei Klaviere von Josef Schalk (1857-1900). Diese sozusagen vorläufige Uraufführung fand am 20. April 1887 in Wien vor einem begeisterten Publikum statt, gespielt haben Josef Schalk und Franz Zottmann (1858-1909). Wegen der Länge und Schwierigkeit der Symphonie stand ihre Aufnahme ins Orchesterprogramm noch lange danach in Frage. So erlaubte der Komponist die öffentliche Aufführung von Schalks Bearbeitung erst nach vielen langwierigen Proben, und die Erinnerungen von Friedrich Klose (1862-1942), der dieser beiwohnte, widersprechen auf erstaunliche Weise dem typischen Bild von Bruckner als schüchternem, bescheidenen Menschen, der sich leicht gegen die eigenen Interessen überreden liess. Die Bearbeitung, die Schalk für dieses Konzert fertigstellte, gilt heute als verschollen, entsprach aber wohl Bruckners eigener, endgültiger Fassung des Werks. Erst 1894 erklang die Fünfte Symphonie zum ersten Mal in einem Orchesterkonzert, und zwar in Graz, wo Josef Schalks jüngerer Bruder Franz (1863-1931), ebenfalls ein Schüler Bruckners, Kapellmeister des Grazer "Theaters am Stadtpark" war. In der 1922 von August Göllerich (1859-1923) begonnenen, weitgehend von Max Auer (1880-?) verfassten und 1937 abgeschlossene Mammutbiografie des Komponisten berichtet Auer, Schalk habe am Ende des Finale einen zusätzliches Bläserchor einsetzen lassen, weil die übrigen Bläser "gegen Schluss des Finale physisch nicht mehr imstande waren, die unerhörten Steigerungen herauszubringen." Bruckner habe sogar - so Auer - seine Einwilligung dazu gegeben. Das ist durchaus möglich, es fehlen freilich entsprechende Beweise. Es lässt sich auch nicht feststellen, ob Schalk schon während der Vorbereitung auf die Uraufführung die zahlreichen weiteren Änderungen unternahm, die im Erstdruck der Partitur erscheinen. Auf jeden Fall erlebte die Uraufführung der Fünften Symphonie am 9. April 1894 einen großartigen Erfolg, mit "jubelndem, nicht endenwollendem Beifall" nach jedem Satz. Eine erfreuliche Bestätigung für einen Komponisten, der in Wien sterbensnah lag, und eine große Ehre für eine Provinzstadt - aber nicht gerade der Anfang eines Siegeszugs durch die Konzertsäle der Welt. Im folgenden Jahr dirigierte Ferdinand Löwe (1863-1925) das Werk in Budapest, wo es "ziemlich unverstanden blieb," möglicherweise ein weiterer Beweis dafür, dass damals Bruckners musikalisches Welt alles andere als universell galt. Erst beim überwältigenden Erfolg einer Aufführung des Münchner Kaim-Orchesters (dem Vorgänger der heutigen Münchner Philharmoniker) unter der Leitung von Löwe in Wien am 1. März 1898 hat die Fünfte Symphonie in der deutschsprachigen Musikwelt richtig Fuss gefasst. Zwar blieben die Vierte, Siebte, Achte, und Neunte Symphonien die meistgespielten, aber es fehlte seitdem nicht an bedeutenden Aufführungen. Drei Jahre später wurde die Fünfte Symphonie in den USA zum ersten Mal aufgeführt (27. September 1901, Boston), und 1931 hat Bruno Walter mit diesem Werk seine lebenslange Beschäftigung mit den Symphonien Bruckners begonnen, als er bei den Salzburger Festspielen für den erkrankten Franz Schalk einsprang. Bis zur Uraufführung der Originalfassung am 28. Oktober 1935 durch die Wiener Philharmoniker - dirigiert hat Siegmund von Hausegger (1872-1948), der drei Jahre vorher mit seiner Uraufführung der Originalfassung der Neunten Symphonie zum ersten Mal die künstlerische Überlegenheit von Bruckners eigenen Fassungen bewies - blieb die Schalk-Fassung der einzig erhältliche Druck der Fünften Symphonie. Zwei Jahre nach deren Uraufführung, also 1896, erschien sie bei Doblinger in Wien, anfangs in einer Bearbeitung für Klavier vierhändig (D. 2062, von seinem Bruder Josef) und kurz darauf in Partitur (D. 2080). Späteren, sowohl bei Doblinger erschienenen Klavierfassungen - für Klavier zweihändig von August Stradal (1860-1930), 1903; für zwei Klaviere zu acht Händen von Heinrich von Bocklet (1850-1926), 1903 - liegt auch die Schalk-Fassung der Symphonie zugrunde. Verglichen mit Bruckners eigener Fassung der Symphonie erweist die von Schalk zahlreiche, oft formverstümmelnde Kürzungen - am katastrophalsten im Finale, das insgesamt um etwa ein Viertel gekürzt wurde. Viele Stellen wurden uminstrumentiert und in extremen Fällen (z.B. am Anfang des Finale) sogar umkomponiert. Im Gegensatz zu der Fassung der Neunten Symphonie von Ferdinand Löwe oder der Vierten Symphonie von Löwe und Franz Schalk scheint die Arbeit des Letzteren an der Fünften Symphonie nicht auf dem Wunsch zu beruhen, Bruckners Klangwelt zu "wagnerisieren". Oft kommen die Änderungen einfach nur unmotiviert daher, es sei denn, es sei Absicht gewesen, das Werk zu vereinfachen. Dieser Vereinfachungsprozess betrifft nicht nur seine Länge und Komplexität, sondern auch deren Affektwelt. Man betrachte z.B. den kunst-voll weitschweifenden Schluss des Finale. Bruckner hat ihn als Choralvorspiel konzi-piert, in dem das Gewicht der Bläser ausgeglichen wird durch Streicherpartien, deren Belebtheit eine erstaunliche Leichtigkeit (wenn nicht gar Gewichtslosigkeit) beitragen - auch hier, wie sonst so oft, erweist sich Bruckner als wahrer Erbe Schuberts. Basstuba und tiefe Streicher spenden zwar einen Hauch vom Marsch, aber ihre punktierten Anapäste werden durch die punktierten Daktylen der Holzbläser in Schach gehalten. Dieser seltsam gekonnte (und leider von den wenigsten Dirigenten überhaupt wahrgenommene) Balanceakt wird in der Schalk-Fassung plattgewälzt, bis nur der Marsch übrigbleibt, wobei auch die gröbsten Marscheffekte (Pikkolotriller, zusätzliches Schalgzeug) nicht fehlen. Warum also diese weder authentische noch künstlerisch gelungene Fassung wieder an die Öffentlichkeit bringen? Auch wenn die Fassung unecht ist, war sie für das Publikum für mehr als 40 Jahre das echte und einzige Erlebnis des Werks. Die Schalk-Fassung ist schlicht nicht wegzudenken ohne eine Leugnung der Musikgeschichte. In neuerer Zeit haben andere Stimmen in der Musikwelt Gründe ganz anderer Art gefunden, diese Fassung nicht nur vor der Vergessenheit zu bewahren, sondern gar zu pflegen. Wir wissen z.B. heute, dass Bruckner die Änderungen von Ferdinand Löwe und den Gebrüdern Schalk nicht immer nur widerwillig akzeptierte, und bei manch einem Werk Bruckners wird die ideale Fassung immer eine Fata Morgana bleiben. Aber noch verhängnisvoller: Viele der Vertreter der Brucknerschen ad fontes-Bewegung wurden von deutschnationalen und (noch) zweifelhafteren kulturpolitischen Einstellungen motiviert, und es steht jetzt ausser Zweifel, wie Benjamin Marcus Korstvedt beobachtet, dass die Veröffentlichung von kritischen Ausgaben zum Teil geschah, um Bruckners Werke vom Einfluss "überkultivierter Städtler" (Max Auer) - sprich Juden - zu bereinigen. (Man muss zugeben, dass auch in der "kritischen Ausgaben" der Bruckner-gesellschaft oft nach persönlichem Gutdünken entschieden wurde; die Fassung der Achten Symphonie von Robert Haas (1886-1960) ist wohl das hervorstechendste Beispiel dafür - was schade ist, denn seine Eingriffe sind meistens musikalisch sinnvoll. Die zwei kritischen Ausgaben dieser Fünften Symphonie - von Robert Haas (1935) und die Nachkriegsausgabe (1951) durch seinen Nachfolger Leopold Nowak (1904-1991)...

Details

Bruckner, Pascal: Ich leide, also bin ich. Die Krankheit der Moderne. Eine Streitschrift. Aus dem Französischen von Christiane Landgrebe. (= Edition Zeitkritik, Reihengestaltung von Klaus Detjen) Büchergilde Gutenberg (Lizenz des Quadriga Verlags) Lizenzausgabe 1997 Frankfurt am Main und Wien ISBN: 3763246274
326S. 8°

Leinen Fadengehefteter, geprägter Ganzleineneinband mit Lesebändchen und Schutzumschlag. Der Umschlag randknickig und mit hinterlegten Randeinrissen, ansonsten guter Zustand. Pascal Bruckner (* 15. Dezember 1948 in Paris) ist ein französischer Romancier und Essayist. Er ist in Frankreich neben Bernard-Henri Levy, Alain Finkielkraut und Andre Glucksmann einer der Vertreter der Nouvelle Philosophie. Bruckner wurde als Sohn des Ingenieurs Rene Bruckner geboren und studierte Philosophie in Paris. 1977 wurde er durch sein mit Alain Finkielkraut verfasstes Buch Le nouveau desordre amoureux (deutsch 1979 Die neue Liebesunordnung) bekannt. Darin geht es vor allem um die Zurückweisung der mit dem Namen Wilhelm Reich verbundenen "sexuellen Revolution", wie sie zur gleichen Zeit auch von anderen Autoren, etwa der Psychoanalytikerin Janine Chasseguet-Smirgel und dem Philosophen Michel Foucault, betrieben wurde. Bruckner polemisiert gegen Reichs Ideen als eine "genitale Tyrannei": Reich habe "eine Unordnung ordnen wollen. Tatsächlich hat er nur einer sehr alten Versklavung ein neues Gesicht gegeben." Später, 1997, bezeichnete er es als "eine der wichtigsten Entdeckungen unserer Generation", dass "auch eine befreite Sexualität repressiv" werden könne. Bruckner führte 2007 eine öffentliche Debatte mit dem britischen Politologen Timothy Garton Ash, in der er diesem vorwarf, den in Europa lebenden Muslimen eine Sonderrolle einzuräumen und für einen Multikulturalismus einzustehen, der den westlichen Liberalismus schwäche. Bruckner spricht in diesem Zusammenhang von einem Paradoxon des Multikulturalismus: Er gewährt allen Gemeinschaften die gleiche Behandlung, nicht aber den Menschen, aus denen sie sich bilden, denn er verweigert ihnen die Freiheit, sich von ihren eigenen Traditionen loszusagen. Statt dessen: Anerkennung der Gruppe, Unterdrückung des Individuums. Bevorzugung der Tradition gegen den Willen all jener, die Bräuche und Familie hinter sich lassen, weil sie zum Beispiel die Liebe nach ihrer eigenen Vorstellung leben wollen. Der Titel seines 2006 erschienenen Buches La Tyrannie de la penitence : Essai sur le masochisme en Occident - Die Tyrannei der Bußfertigkeit. Über den Masochismus des Westens - trifft Bruckners Position sehr gut. Bruckner wendet sich gegen die Kritik der Europäer wegen der von ihnen in der Vergangenheit begangenen Grossverbrechen (Kolonialismus, Völkermord u.a.). Diese sollten zwar nicht vergessen werden, dürften aber nicht Grund dafür sein, dass man die mühsam erkämpften Errungenschaften der europäischen Aufklärung (Menschenrechte, Laizismus u.a.) im Namen des Multikulturalismus relativiere.

[SW: Büchergilde Gutenberg | Französische Literatur | Soziologie | Essays | Edition Zeitkritik]

Details