Broch

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Broch, Hermann: Briefe von 1929 - 1951. Herausgegeben und eingeleitet von Robert Pick. - (=Gesammelte Werke, Band 8). Zürich, Rhein Verlag, 1957.
Guter Zustand. Widmung auf dem Vorsatz. - Hermann Broch (* 1. November 1886 in Wien; 30. Mai 1951 in New Haven/Connecticut) war ein österreichischer Schriftsteller. ... 1937 entstand (als Rundfunksendung) die erste Novellen-Fassung des späteren Vergil-Romans mit dem Titel Die Heimkehr des Vergil. Als Broch im März 1938 verhaftet wurde, arbeitete er bereits an der dritten Fassung dieser Novelle, für die er den Titel Erzählung vom Tode vorgesehen hatte. Erst im amerikanischen Exil arbeitete er das Projekt zu einem umfangreichen Roman aus, dem er den Titel Der Tod des Vergil (1945) gab. Broch zieht eine Parallele zwischen der kulturellen Umbruchszeit des Augusteischen Zeitalters und seiner Gegenwart. Wie damals, meint Broch, geht eine alte Kultur zu Ende, und die Konturen einer neuen (mit einem wiederkehrenden religiösen Zentrum) deuten sich an. In den Monologen des sterbenden Vergil wird mit der Kultur der untergehenden Epoche abgerechnet und seine Traumvisionen durchschweben Bilder, die ihn in seiner Hoffnung auf den Beginn einer neuen Menschheitsepoche bestärken. Was den Stil des Buches betrifft, so wechseln Szenen von derber Realistik (Schilderung der Elendsgasse) mit politischen Diskussionen (Gespräch mit dem Kaiser Augustus) und hymnisch-lyrischen Passagen (Schicksals-Elegien und Traumsequenzen) ab. Die Gestapo-Haft hatte Broch unmittelbar in seiner persönlichen Existenz bedroht. Es war ein Zustand, so schreibt er, "der mich zwingender und zwingender zur Todesvorbereitung, zu sozusagen privater Todesvorbereitung nötigte. Zu einer solchen entwickelte sich die Arbeit am Vergil..."[5] Es war vor allem eine innere psychische Arbeit, die Broch hatte leisten müssen, um die Lebensbedrohungen zu bewältigen, die er - selbst mit Hilfe einer langen Psychoanalyse - nicht hatte abwenden können. Psychologische Überlegungen zu diesem überwältigendem Werk haben versucht, die Wege dieser intrapsychischen Arbeit nachzuzeichnen, die schließlich zur Individuation des Protagonisten führen (Aniela Jaffe).[6] Einen Prozess der inneren Reifung beschreibt auch der Psychoanalytiker Gerhard Dahl, wenn Broch in seinem Roman an dem Protagonisten Vergil gleichnishaft den Zusammenbruch der Abwehr von prägenitalen Ängsten darstellt (die "Elendsgasse" als Symbol archaischer Ängste in der Urszene), ein Zusammenbruch, der zugleich auch "stufenweise" einen Entwicklungsprozess ermöglicht. Der Tod muss am Ende des Romans nicht mehr als unzumutbare Kränkung des Narzissmus erlebt werden, sondern kann als glückliche Vereinigung mit der All-Mutter (Die Heimkehr) phantasiert werden.[7] ... Aus: wikipedia-Hermann_Broch

Erstausgabe. WG² 13. 457 Seiten. Blaues Originalleinen.

[SW: Deutsche Literatur nach 1945, Erstausgaben, Autobiographische Schriften, Autobiografie, Autobiografien, Autobiographien, Politik, Erinnerungen, Geschichte, Autobiographie, Drittes Reich, Erlebnisbericht, Politische Identität, Zeitgeschichte, Österreichische Literatur, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik, Werkausgaben, Briefe, Österreichische Literatur]

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Broch, Hermann: Briefe über Deutschland. 1945 - 1949. Die Korrespondenz mit Volkmar von Zühlsdorff. Herausgegeben und eingeleitet von Paul Michael Lützeler. Mit einem Personenregister. - (=Suhrkamp-Taschenbuch; st 1369). Frankfurt am Main, Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag, 1986. ISBN: 3518378694
Guter Zustand. - Hermann Broch (* 1. November 1886 in Wien; 30. Mai 1951 in New Haven/Connecticut) war ein österreichischer Schriftsteller. ... 1937 entstand (als Rundfunksendung) die erste Novellen-Fassung des späteren Vergil-Romans mit dem Titel Die Heimkehr des Vergil. Als Broch im März 1938 verhaftet wurde, arbeitete er bereits an der dritten Fassung dieser Novelle, für die er den Titel Erzählung vom Tode vorgesehen hatte. Erst im amerikanischen Exil arbeitete er das Projekt zu einem umfangreichen Roman aus, dem er den Titel Der Tod des Vergil (1945) gab. Broch zieht eine Parallele zwischen der kulturellen Umbruchszeit des Augusteischen Zeitalters und seiner Gegenwart. Wie damals, meint Broch, geht eine alte Kultur zu Ende, und die Konturen einer neuen (mit einem wiederkehrenden religiösen Zentrum) deuten sich an. In den Monologen des sterbenden Vergil wird mit der Kultur der untergehenden Epoche abgerechnet und seine Traumvisionen durchschweben Bilder, die ihn in seiner Hoffnung auf den Beginn einer neuen Menschheitsepoche bestärken. Was den Stil des Buches betrifft, so wechseln Szenen von derber Realistik (Schilderung der Elendsgasse) mit politischen Diskussionen (Gespräch mit dem Kaiser Augustus) und hymnisch-lyrischen Passagen (Schicksals-Elegien und Traumsequenzen) ab. Die Gestapo-Haft hatte Broch unmittelbar in seiner persönlichen Existenz bedroht. Es war ein Zustand, so schreibt er, "der mich zwingender und zwingender zur Todesvorbereitung, zu sozusagen privater Todesvorbereitung nötigte. Zu einer solchen entwickelte sich die Arbeit am Vergil..."[5] Es war vor allem eine innere psychische Arbeit, die Broch hatte leisten müssen, um die Lebensbedrohungen zu bewältigen, die er - selbst mit Hilfe einer langen Psychoanalyse - nicht hatte abwenden können. Psychologische Überlegungen zu diesem überwältigendem Werk haben versucht, die Wege dieser intrapsychischen Arbeit nachzuzeichnen, die schließlich zur Individuation des Protagonisten führen (Aniela Jaffe).[6] Einen Prozess der inneren Reifung beschreibt auch der Psychoanalytiker Gerhard Dahl, wenn Broch in seinem Roman an dem Protagonisten Vergil gleichnishaft den Zusammenbruch der Abwehr von prägenitalen Ängsten darstellt (die "Elendsgasse" als Symbol archaischer Ängste in der Urszene), ein Zusammenbruch, der zugleich auch "stufenweise" einen Entwicklungsprozess ermöglicht. Der Tod muss am Ende des Romans nicht mehr als unzumutbare Kränkung des Narzissmus erlebt werden, sondern kann als glückliche Vereinigung mit der All-Mutter (Die Heimkehr) phantasiert werden.[7] ... Aus: wikipedia-Hermann_Broch

Erstausgabe. 154 Seiten. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert.

[SW: Literaturtheorie, Germanistik, Deutsche Literatur nach 1945, Nachkriegsdeutschland, Nachkriegspolitik, Briefbände, Deutsche Literatur im Nationalsozialismus, Deutsche Literatur der vierziger Jahre, Deutsche Politik nach 1945, Literaturkritik, Literaturgattungen, Briefwechsel, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literatur aus Österreich, Nachkriegsliteratur, Literaturrezeption, Literaturpolitik, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Nachkriegsgeschichte, Briefe, Österreichische Literatur, Deutschland, Deutsche Literatur der 40er Jahre, Literaturkritiker, Briefsammlung, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Brief, Broch, Hermann / Briefe, Gespräche, Reden, Zühlsdorff, Volkmar von / Briefe, Gespräche, Reden, Nachkriegszeit (Zweiter Weltkrieg)]

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Staatliche Schauspielbühnen Berlin (Hg.); Red.: Jörg Gronius, Renata Vatkova; Hermann Broch: Programmheft 31 Schiller Theater Berlin 1986. AUS DER LUFT GEGRIFFEN oder DIE GESCHÄFTE DES BARON LABORDE von Hermann Broch. Insz./Bühnenbild: Fred Berndt, Kostüme: Walter Schwab. Mit Horst Buchholz (Laborde), Maresa Hörbiger, Peter Matic, Helmut Wildt, Berlin Staatliche Schauspielbühnen/Hentrich 1986

Spielzeit 1986/87, Premiere 11.12.1986. 48 unpag. S. mit Stab, Besetzung u. zahlr. teils farb. Abb. (Portraits, Probenfotos), geheft. OBroschur, gr.8°. Beiträge u.a.: Der Hochstapler und die Komödie der neuen Sachlichkeit: Hermann Broch zum 100. Geburtstag (Originalbeitrag, Jörg Gronius). Aus der Biographie Hermann Brochs (Paul Michael Lützeler). Briefe (Hermann Broch). Erneuerung des Theaters? (Hermann Broch). Zeittafel. Hermann Broch zum 50. Geburtstag (Elias Canetti). Das Hotel als Palast (Michael Schmitt). Heftzustand: Ecken gering berieben. Schönes, nahezu tadelloses Exemplar.

[SW: Programmhefte, Staatliche Schauspielbühnen Berlin, Schiller-Theater, Hermann Broch]

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Gabolde, Isabelle: La lecture comme pratique cognitive et devoir d'eveil. Die Schlafwandler de Hermann Broch. Metamorphose d'un genre et questionnements contemporains. Sprachen - Literaturen - Kulturen. Aachener Beiträge zur Romania. Reihe A: Monographien Band 2. XV, 493 Seiten Sprachen - Literaturen - Kulturen ; Bd. 2, Frankfurt, M. ; Berlin ; Bern ; Bruxelles ; New York, NY ; Oxford ; Wien : Lang, 2010. ISBN: 9783631612101
1. Auflage Lang, Peter Frankfurt, 2010. gebunden intertextualite; temporalites; etagement du langage; fonction du lecteur; Broch, Hermann[DNB]; Die Schlafwandler[DNB]; Moderne[DNB]; Intertextualität[DNB] Ce travail se veut une contribution au questionnement critique de la modernite du roman. L'analyse minutieuse de l'exploration que Hermann Broch fait de l'art du roman avec sa trilogie, "Die Schlafwandler", engage le lecteur a interroger plus largement la vocation de la forme romanesque lors de sa metamorphose au premier tiers du vingtieme siecle. Le pouvoir d'elucidation devolu par Broch a ce genre deborde le cadre esthetique. L'auteur y desarticule une conception traditionnelle du temps et offre une interpretation de la situation de l'homme comme sujet de l'histoire (non comme seul sujet agissant, mais comme sujet parlant et producteur de signes). Cette etude questionne, enfin, les liens entre la modernite des ambitions de Broch et les mouvements litteraires qui lui furent contemporains en France, avant de mettre son oeuvre en regard des reflexions et de la pratique artistique de deux de ses lecteurs : Milan Kundera et Henry Bauchau. Contenu : Contribution au questionnement critique de la modernite du roman du premier tiers du vingtieme siecle - Reception francaise de Hermann Broch - Motifs, symboles, intra- et intertextualite dans la trilogie "Die Schlafwandler" - Topographie symbolique et dimension utopique de la trilogie - Connaissance et langage - Langage moderne, langage originel - Broch en regard de deux de nos contemporains : ISBN 9783631612101

XIV, 493 S. ; 21 cm Hardcover

[SW: Deutsche Literatur]

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