Brehms Tierleben
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Brehm, A(lfred) E(dmund), W(ilhelm) Haacke Anton Kerner von Marilaun u. a.: Brehms Tierleben. Zusammen mit: Allgemeine Naturkunde. Leipzig u. Wien, Bibliographische Institut, 1886 - 1898.
Nissen IVB 138 (Brehm); Nissen ZBI 1772 (Haacke); Nissen BBI 1033 (Kerner von Marilaun); Sarkowski 24, a, 1und 2, sowie 24, d, 8, 9, 13, 15, 18 und 20. Der überwältigende Erfolg von "Brehms Tierleben", das neben dem Lexikon für mehr als fünf Jahrzehnte zum wichtigesten Verlagsobjekt geworden war, hatte den Gedanken nahegelegt, nun auch die übrigen Bereiche der Naturkunde in ähnlich profunden Handbüchern sachkundig und gemeinverständlich darstellen zu lassen (Sarkowski). Die Zusammengehörigkeit der "Allgemeinen Naturkunde" zu "Brehms Tierleben" wurde auch durch die identische Einbandgestaltung manifestiert, wobei die Farbe des Rückenleders, das ja ein natürliches Material ist, schon bei Reihen von "Brehms Tierleben" von Hellbraun über Rotbraun bis hin zu Dunkelbraun variiert.Viele große Buchhandlungen, welche ja bereits beim Lexikon exklusiv für sie gestaltete Einbände erhielten, gingen noch etwas weiter und ließen die Allgemeine Naturkunde und das Tierleben mit dem gemeinsamen Reihentitel Allgemeine Naturkunde auf den Einbandrücken binden. Wir sind dieser Intention gefolgt und haben bei der hier vorliegenden Reihe sämtliche Bände des "Brehm" und der "Allgemeinen Naturkunde" vereint. Die Einbände teilweise leicht, selten auch etwas stärker berieben. Insgesamt eine schöne und dekorative Reihe. In dieser Zusammenstellung und dieser Vollständigkeit, mit dem meist fehlenden Gesamtregister und dem extrem seltenen Musterband zum "Brehm", ein überaus seltenes Sammlerstück.
Brehms Tierleben in dritter (3.) Auflage, gänzlich neubearbeitet von E. Pechuel-Loesche, W. Haacke und anderen. Die Bände der Allgemeinen Naturkunde in erster (1.) u. zweiter (2.) Auflage. - Brehms Tierleben: 12 Bde. (10 Bde. Hauptwerk, 1 Bd. Gesamtregister, 1 Bd. Musterband zur 3. Auflage). Allgemeine Naturkunde 10 Bde. (1 Bd. Haacke - Die Schöpfung der Tierwelt; 2 Bde. Kerner von Marilaun - Pflanzenleben; 1 Bd. Meyer - das Weltgebäude; 2 Bde. Neumayr - Erdgeschichte; 2 Bde. Ranke - Der Mensch; 2 Bde. Ratzel - Völkerkunde. Insgesamt 22 Bände. Mit über nahezu 400 Tafeln in Chromolithographie und Holzstich, vielen Karten, mehreren Tausend Textholzstichen und insgesamt knapp 15.000 Seiten. Lex.-8° (26 x 18 cm), uniforme Orig.- Halblederbde. auf vier unechten Bünden mit goldgeprägtem Rückentitel u. Bandnummer, etwas Rückenvergoldung und Lederecken. Das Gesamtregister zu "Brehms Tierleben in farblich passendem Orig.-Leinwandband.
Schulze, Andreas: "Belehrung und Unterhaltung" Brehms Tierleben im Spannungsfeld von Empirie und Fiktion. Diss. UTZ, 039 ISBN: 3831604541
Brehms Tierleben ist eines der erfolgreichsten Tierbücher, die jemals in Europa auf den Markt kamen. Übersetzt in viele Sprachen, wurde es zeitweise als das berühmteste Tierbuch der Welt beworben. Auch die Verfasser fiktionaler Texte setzten sich mit Brehms Tierleben auseinander, etwa Wilhelm Busch, Franz Kafka und Arno Schmidt. Von der Sekundärliteratur wird Brehms Tierleben allgemein als ein populärwissenschaftliches Werk mit hoher literarischer Bedeutung eingestuft. Sein Ansatz gilt als völlig neu, bahnbrechend oder epochal, da Brehm der Erste gewesen sei, der genaue Lebensschilderungen von Tieren geliefert und Tiere vermenschlicht habe. Die vorliegende Studie zeigt, dass dieses Meinungsbild zum großen Teil falsch ist. Sie durchleuchtet Brehms Tierleben auf faszinierende Weise und entschlüsselt das Geheimnis seines Erfolgs.
NEUBUCH! 2009. 408 S. 21 cm; Münchner Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft Bd.4
[SW: Brehm, Alfred E.]
Der Grosse Brehm (= Brehms Tierleben. Neue Ausgabe in 4 Bänden), 1964. Berlin, Safari-Verlag, 1964.
Alle Bände in sehr gutem Zustand. Lederrücken nicht berieben. Seiten sauber und fleckenfrei. Sehr gutes, frisches Exemplar dieser hübsch gestalteten kleinen Ausgabe von Brehms Tierleben. Als Halblederausgabe selten. Weitere Fotos auf der Homepage des Antiquariats (Rubrik: Nachschlagewerke: Tierenzyklopädien)
Gekürzte Ausgabe der 2. Originalauflage von Brehms Tierleben, Ausgabe letzter Hand. Vollständiges Werk in vier Bänden. Schwarze Original-Halblederbände mit goldgeprägten Rückentiteln auf grünem Rückenschild sowie ornamentalen Goldprägungen. Im Gesamtumfang von ca. 4.100 S. Alle Bände mit Bandregister, Bd. IV mit Gesamtregister. Bd. I: Säugetiere Erster Teil. Bearbeitet von Wilhelm Bardorff. Mit 198 Tierbildern auf Farbtafeln, Kunstdrucktafeln und in Holzstichen von Robert Kretschmer und Gustav Mützel. Bd. II: Säugetiere Zweiter Teil. Bearbeitet von Hans Wolfgang Behm. Mit 154 Tierbildern auf Farbtafeln, Kunstdrucktafeln und in Holzstichen von Robert Kretschmer, Gustav Mützel und T. F. Zimmermann. Bd. III: Vögel tropischer Zonen. Mit 52 farbigen Vogelbildern von John Gould, 32 Naturaufnahmen auf Tafeln und 32 Abbildungen nach Holzstichen von Robert Kretschmer und Gustav Mützel. Bd. IV: Vögel gemäßigter Zonen. Echsen, Fische, Wirbellose Tiere. Bearbeitet von Wilhelm Bardorff. Mit 252 Tierbildern auf Farbtafeln, Kunstdrucktafeln und in Holzstichen von Robert Kretschmer und Gustav Mützel, Sachregister für das Gesamtwerk mit 4.386 Stichwörtern für Tiernamen.
[SW: Tiere Tierleben Tierlexikon Enzyklopädie Brehms Tierenzyklopädie Brehm]
Brehm, Alfred Edmund: Brehms Tierleben. Allgemeine Kunde des Tierreichs. Dritte, gänzlich neubearbeitete Aufl. Hrsg. von Prof.Dr.Pechuel-Loesche. 10.Band: Die niederen Tiere. Mit 496 Abbildungen im Text, 16 Tafeln und 1 Karte von F.Etzold, R.Koch, G.Merculiano, H.Morin u.a. Bibliographisches Institut Dritte, gänzlich neubearbeitete Auflage 1893 Leipzig und Wien
XXVIII/ 716S. Groß 8°
Halbleder Klammergehefteter, goldgeprägter, rotbrauner Halblederband mit Lederrückenschildern, Lederecken, Hartkarton in Lederoptik (sog. "Lederkarton"), marmorierten Buchschnitten, Lesebändchen und vier falschen Bünden, sogenannter Halbfranzband. Mit den wunderschönen Vierfarbdrucken. Einband und Einbandkanten leicht berieben, kleine Fehlstelle am oberen Rücken, die Lederecken teilweise durchgerieben, Vorsätze leicht fleckig, wenige Seiten mit kleinem Randeinriss, vereinzelt, wie bei diesen Farbtafeln häufig, Abklatsch des Bildmotivs auf das Transparentpapier bzw. die gegenüberliegende Textseite, ansonsten altersentsprechend rundum guter Zustand dieses schönen Buches. Gesetzt in Fraktur. Brehms Thierleben ist ein zoologisches Nachschlagewerk, durch das sein Verfasser Alfred Edmund Brehm (1829-1884) weltbekannt wurde. Alfred Brehm schrieb als freier Schriftsteller Aufsätze und Reiseberichte für populärwissenschaftliche Zeitschriften über zoologische Themen, die er ab 1863 auch in Form einzelner Lieferungen mit einem Umfang von jeweils etwa 48 Seiten beim Bibliographischen Institut veröffentlichte. Der Erfolg brachte ihm 1860 einen Vertrag für eine zehnbändige zoologische Enzyklopädie ein. Die Arbeit daran wurde durch Reisen nach Abessinien, Skandinavien und Sibirien unterbrochen, aber auch bereichert. Die ersten sechs Bände des Illustrirten Thierlebens erschienen 1863-1869 im Bibliographischen Institut (Hildburghausen) unter dem Verleger Herrmann Julius Meyer. Sie fanden in weiten Kreisen und im Bildungsbürgertum großen Anklang. Ab der zweiten Auflage (zehn Bände 1876-1879, neu gedruckt 1882-1887) hieß das Werk bereits Brehms Thierleben. Brehm selbst hatte die sechs Bände über die Wirbeltiere verfasst und einen der später erschienenen Bände. Das Werk machte den Autor weltweit bekannt und ist bis heute ein Begriff, auch wenn die Forschung inzwischen weit über Brehms Wissen hinaus gegangen ist. Die größte Veränderung in der zweiten Auflage waren wohl die neuen Illustrationen von Gustav Mützel (1839-1893) und Eduard Oscar Schmidt (Entomologe, 1823-1886), von denen Charles Darwin äußerte, sie seien die besten, die er je in einem Werk gesehen habe. Zur Beliebtheit der Thierleben-Bände trugen die Illustrationen erheblich bei, deren spezieller Stil von Robert Kretschmer (1818-1872) geprägt wurde und die zoologische Fachliteratur sehr beeinflusste. Unter den Illustratoren späterer Jahrgänge gelangte Friedrich Wilhelm Kuhnert (1865-1926) als "Löwen-Kuhnert" zu Bekanntheit. Die dritte Auflage folgte 1890-1893 und wurde vom Bibliographischen Institut Leipzig in mehrere Sprachen übersetzt und unter anderem von dem 1896 in St. Petersburg gegründeten Verlag Proswestschenie (Aufklärung) vertrieben . Neben den großen Ausgaben erschienenen auch Tafelwerke sowie Volks- und Schulausgaben (1868/70. 1873/74, 1879, 1883, 1892/93). Alfred Edmund Brehm (* 2. Februar 1829 in Unterrenthendorf, heute Renthendorf bei Neustadt an der Orla; 11. November 1884 in Renthendorf) war ein deutscher Zoologe und Schriftsteller. Sein Name wurde durch den Buchtitel Brehms Tierleben zu einem Synonym für populärwissenschaftliche zoologische Literatur. Brehm (Spitzname: Chalihl Effendi) wuchs in dem thüringischen Dörfchen Unterrenthendorf als Sohn des Pfarrers Christian Ludwig Brehm und dessen zweiter Ehefrau Bertha auf. Christian Ludwig Brehm machte sich als Ornithologe mit Veröffentlichungen und einer umfangreichen Sammlung ausgestopfter Vögel in der Fachwelt einen Namen. Über 9000 tote Vögel boten im Pfarrhaus einen Einblick in die europäische Vogelwelt. Die Forschungen des Vaters weckten zwar früh das Interesse Alfreds für die Zoologie, aber sein Berufswunsch war es, Architekt zu werden. Im Frühjahr 1844 kam Brehm zu einem Baumeister in Altenburg in die Lehre. Er erlernte bis September 1846 das Maurerhandwerk und absolvierte die Altenburger Kunst- und Handwerksschule. Ende 1846 ging er nach Dresden, um Architektur zu studieren, brach das Studium aber nach zwei Semestern ab, weil der zu seiner Zeit bekannte Vogelkundler Johann Wilhelm von Müller einen Begleiter für eine Afrika-Expedition suchte. Als Sekretär und Gehilfe des Barons von Müller brach Brehm am 31. Mai 1847 zu einer fünfjährigen Expedition auf, die ihn nach Ägypten, in den Sudan und auf die Sinai-Halbinsel führte; die wissenschaftliche Ausbeute war so bedeutsam, dass er im Alter von nur 20 Jahren mit der Mitgliedschaft der Akademie der Naturforscher (Leopoldina) ausgezeichnet wurde. Nach seiner Rückkehr begann er 1853 mit dem Studium der Naturwissenschaften an der Universität in Jena. Wie sein Bruder Reinhold wurde er bei dem Corps Saxonia Jena, einer Studentenverbindung aktiv; wegen seiner Forschungsreisen durch Nordafrika erhielt er von seinen Corpsbrüdern den respektvollen Spitznamen "Pharao". Nach nur vier Semestern schloss er sein Studium 1855 mit der Promotion ab. Mit seinem Bruder Reinhold begab er sich 1856 auf eine zweijährige Spanienreise. Danach ließ er sich in Leipzig als freier Schriftsteller nieder und schrieb zahlreiche populärwissenschaftliche Beiträge für die berühmte Zeitschrift Die Gartenlaube und andere Zeitschriften. Zwischendurch unternahm er 1860 eine Expedition nach Norwegen und Lappland. 1858 wurde Brehm durch die Empfehlung seines Freundes Hans Zille Freimaurer und gehörte der St.-Johannis-Freimaurerloge "Apollo" im Orient von Leipzig an, die ihn 1873 in den Meistergrad erhob. Im Mai 1861 heiratete Brehm seine Cousine Mathilde Reiz, mit der er fünf Kinder hatte. Seine Reiselust hielt ihn nicht lange zu Hause. So nahm er 1862 gerne eine Einladung des Herzogs Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha an, ihn auf eine Reise nach Abessinien zu begleiten. Danach ging es noch mehrfach nach Afrika sowie nach Skandinavien und Sibirien. In den Jahren 1878 und 1879 unternahm er zwei Reisen nach Ungarn und Spanien auf Einladung von Kronprinz Rudolf von Österreich, der Hobby-Ornithologe war und Brehm bis zu dessen Tod freundschaftlich verbunden blieb. Seine Aufsätze und Reiseberichte aus der Tierwelt fanden großen Anklang in weiten Kreisen des Bildungsbürgertums, so dass der Verleger Herrmann Julius Meyer bei ihm ein großes vielbändiges Werk über das Tierreich für das Bibliographische Institut in Hildburghausen bestellte. Als Brehms Tierleben machte es ihn weltweit bekannt. Obwohl Brehm das Verhalten von Tieren aus heutiger Sicht fehlinterpretierte, ist sein Werk auch heute noch ein Begriff. Aus wissenschaftlicher Sicht gab es jedoch bereits in den 1860er-Jahren heftige Angriffe auf Brehm und seine Publikationen, vor allem von dem Eberswalder Zoologen und Forstwissenschaftler Bernard Altum. Sein Leben war mit schriftstellerischer Arbeit, Forschungs- und Vortragsreisen reichlich ausgefüllt. Von 1863 - 1866 leitete er den Hamburger zoologischen Garten; 1869 entstand nach seinen Ideen in Berlin Unter den Linden das Berliner Aquarium, welches er bis 1878 als Direktor leitete. Im Winter 1883/84 unternahm Brehm eine Vortragsreise in die USA. Kurz vor seiner Abfahrt erkrankten seine vier bei ihm wohnenden Kinder an Diphtherie. Brehm, der seit 1878 Witwer war, entschloss sich trotzdem zur Reise, da er das Geld für die sonst fällige Vertragsstrafe nicht aufbringen konnte. Ende Januar erreichte ihn dann die Nachricht vom Tod seines jüngsten Sohns. Zum seelischen Schmerz kam die Malaria, an der Alfred Brehm schon in jungen Jahren in Afrika gelitten hatte. Am 11. Mai 1884 kehrte er nach Berlin zurück. Um Ruhe zu finden, zog er im Juli wieder in seine Heimat nach Renthendorf, wo er am 11. November 1884 starb. Dort befindet sich die Brehm-Gedenkstätte. Ein Denkmal für Brehm, geschaffen vom Tiroler Bildhauer Norbert Pfretzschner, wurde in Altenburg aufgestellt.
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