Brassai

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BRASSAI. Histoire de Marie. Avec une Introduction par Henry Miller. Paris. Editions du Point du Jour. 1949.
First Edition (limited to 2,600 copies on 'Velin alfa des papeteries de France').From the library of Andre Breton, with an inscription from Brassai to Breton on the colophon: 'Pour Andre Breton. Ces annonces faites par Marie. Souvenir amical de Brassai, Paris, vendredi 13, mois de Marie, 1949'. Also loosely inserted is the original invitation to the signing of the book by Brassai: 'Brassai signera / L'Histoire de Marie / a la Librairie de / l'Arc en Ciel / 17 rue de Sevres / Samedi, le 18 Juin de 17-19h'.Brassai, born Gyula Halasz in what is now Romania, was a prolific photographer who documented the seamier side of Parisian life. This collection of Brassai's poetry, introduced by his friend Henry Miller, demonstrates that he was more than that. Divided into three sections, 'Propos de Marie', 'Le Proces de Marie' and 'Repertoire des Mots-Cles de Marie', the poetry is decidedly surreal in tone.

12mo. pp. 85. Original wrappers.

Details

Brassai und Patrick Modiano: Paris Tendresse. Paris : Hoebeke, 1990. ISBN: 2905292326
Umschlag auf der Rückseite eingerissen und berieben, sonst gutes Exemplar. - FRANCAIS - "Das Auge von Paris" - so nannte Henry Miller den Fotografen Brassai, dessen Werk in diesem Band mit Texten von Patrick Modiano präsentiert wird: Am Anfang seiner Karriere stand das Hadern mit der Kunst. Brassai, am 9. September 1899 im seinerzeit noch ungarischen Brasso als Gyula Halasz geboren, war ein Mann der "9 Talente" (Brassai schätzte Zahlen und Zeichen wie auch die Astrologie), doch wahrscheinlich waren es noch viele mehr. Bevor er 1924 nach Paris gelangte, wo er sechzig Jahre später starb, hatte er bereits ein Ballett geschrieben, Poesieabende organisiert, Artikel für ungarische Zeitschriften verfasst, hatte als Telegrafist in der Roten Armee gearbeitet und in Budapest und Berlin-Charlottenburg an der Kunstakademie studiert. "Die Kunst", meinte Brassai später, "ist nichts für Spezialisten." Doch als er nach den ersten Monaten in seiner neuen Heimat Paris Bilanz zog, musste er verbittert feststellen, dass die Kunst, für die er eigens hergekommen war, nicht hielt, was er sich von ihr versprochen hatte. Zwar gefielen ihm die Stadt und das Leben dort über alle Maßen, aber die Kunst? "Nun", schrieb er an seine Eltern nach Hause, "die Kunst ist tot. [ ] Nicht nur in ihrer schöpferischen Kraft, sondern auch in den Augen und in den Seelen derjenigen, die sie wahrnehmen und brauchen." Tatsächlich schien das Kunstleben Anfang der 1920er-Jahre in der französischen Hauptstadt zu erlahmen. Die historischen Avantgarden hatten sich überlebt und der Surrealismus, dessen erstes Manifest 1924 erschien, steckte noch in seiner literarischen Anfangsphase. Umso attraktiver wurde für Brassai das gesellschaftliche Leben - sei es in mondänen Kreisen, zu denen er über eine Freundin Zugang erhielt, sei es in Nachtclubs, Bordellen und auf der Straße. Und bereits ein Jahr später konnte er seinen Eltern berichten, dass seine Kunst vielleicht noch unsichtbar sei, "aber sie existiert". Eben diese anfangs noch unsichtbare Kunst war es, die zum Nährboden seines gesamten späteren Schaffens werden sollte: seine Fähigkeit, außergewöhnliche Kontakte zu schließen und sich umzuschauen. Wie ein Schwamm sog Brassai die Eindrücke auf und verarbeitete sie zu Reportagen, die er zunächst mit fremden, später mit eigenen Fotografien bebilderte und an ungarische und deutsche Zeitschriften schickte. Und was ihm anfangs lediglich zum Broterwerb diente, geriet ihm zur Kunst. "Das Auge von Paris", wurde zu einem bedeutenden Vorreiter der künstlerischen Fotografie. -- De son vrai nom Gyula Halasz, Brassai' est ne en Transylvanie (alors hongroise) en 1899. Apres des etudes a Budapest, il frequente les cercles d'artistes du Berlin de la premiere apres-guerre et, en 1924, vient a Paris ou il se fixe et devient l'ami des surrealistes. C'est au debut des annees trente qu'il commence a prendre des photos des paysages nocturnes de Paris qu'il developpe lui-meme, dans sa chambre d'hotel : Paris de nuit, accompagne d'un texte de Paul Morand, parait en 1932. Mais il se passionne aussi pour l'art brut et les graffiti, se lie avec Prevert et Michaux, Matisse et Picasso, Lawrence Durrell et Henry Miller, dessine, sculpte, grave, realise des cartons de tapisserie et des decors de ballet, tout en voyageant ou se livrant a des escalades en montagne. Enfin, saisi par la " rage de l'expression ", il ecrit, et Conversations avec Picasso, paru en 1964, sera traduit dans de nombreuses langues. Considere par les historiens d'art et les musees du monde entier comme l'un des plus grands photographes de son temps, Brassai' est mort en 1984. ISBN 2905292326 - , ISBN-13: 9782905292322

89 S. Mit zahlr. Abb. Fadengehefteter Originalpappband mit Schutzumschlag.

Details

Miller, Henry: Stille Tage in Clichy. Deutsch von Kurt Wagenseil. Mit 28 Fotos von Brassai. Deutsche Buch-Gemeinschaft (Lizenz des Rowohlt Verlags) Lizenzausgabe Ohne Jahresangabe (Um 1982) Berlin, Darmstadt, Wien
196S. 8°

Pappe Pappband mit Schutzumschlag (Foto aus der Verfilmung 1970). Der Umschlag leicht nachgedunkelt bzw. randgegilbt, Stempel auf Vorsatz, ansonsten rundum guter Zustand. Stille Tage in Clichy (im Original: Quiet Days in Clichy) ist der Titel eines Romans von Henry Miller, der erstmals 1956 in den USA veröffentlicht wurde. Die von Kurt Wagenseil übersetzte deutsche Ausgabe erschien 1968 bei Rowohlt. Das Werk spielt hauptsächlich am Place de Clichy in Montmartre und erzählt von den beiden schriftstellernden Bohemiens Carl, einem waghalsigen Abenteurer, und Joey, einem liebesverlorenen Hurenbock. Das Leben der Beiden ist geprägt von Exzessen und Faulenzerei. Im selben Moment, in dem sie an Geld kommem, geben sie es auch schon wieder für Huren und Feierei aus. Im weiteren Verlauf verliebt sich Joey, der gänzlich vom berufstätigen Carl ausgehalten wird, in die Prostituierte Mara, die ihn an eine vergangene Liebschaft erinnert. Henry Valentine Miller (* 26. Dezember 1891 in New York; 7. Juni 1980 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Maler. Millers Stil umfasst eine stark naturalistische Schreibweise mit surrealen Visionen und lyrisch gefärbter Prosa. Der Prozess des Schreibens und das Phänomen der Kreativität selbst spielt in Millers Werk eine große Rolle. Fast kann man glauben, dass sein Schreiben eine mitunter verzweifelte, manchmal ausgelassen fröhliche Auseinandersetzung mit dem Leben ist und seinem Weg, ein Schriftsteller zu werden. Dabei betont er aber immer den Vorrang des Lebens. Hinter seiner, alle einengenden Formen verachtenden Schreibweise offenbart sich bei genauerem Hinsehen die bedingungslose Hingabe an das Leben selbst, das in seinem ungeordneten Nebeneinander von Hohem und Niedrigem, Grausamen und Zärtlichem, Lächerlichem und Anbetungswertem bejaht und vor den Augen des Lesers in seiner ganzen Mannigfaltigkeit und Intensität ausgebreitet wird. Hierin ist Miller ein Seelenverwandter von Autoren wie Walt Whitman, Ralph Waldo Emerson oder Francois Rabelais, deren Ringen um Unabhängigkeit und Freiheit er teilt. In diesem Zusammenhang betrachtet er Kunst und zumal Literatur vor allem auch als Akt der Befreiung von gesellschaftlichen Fesseln, Konventionen und Zwängen. Sein Werk spiegelt, fast ausschließlich in der Form von Autobiografie oder Tagebuch gehalten, seine mitunter surreale Gefühls- und Gedankenwelt. Millers Schriften sind stark gesellschaftskritisch und psychoanalytisch. Die verschiedensten Charaktere, die in seinen Büchern zu finden sind, weisen eine unverkennbare Physiognomie auf, mit der sie das Dasein meistern oder an ihm scheitern. Miller ging es nach eigenem Bekunden darum, das Leben so darzustellen, wie es sich ihm darbot und darum, eine künstliche Stilisierung zu vermeiden. Seine bewusst provozierend-realistischen Schilderungen von Sexualität waren Teil seiner selbst erklärten Bestrebungen, ein als verlogen und falsch empfundenes bürgerliches Wertesystem zu entlarven und durch einen ebenso nüchternen wie poetischen Individualismus zu ersetzen. Miller als einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, wirkte ob seiner provokanten Sprache und seiner nonkonformistischen Haltung und Lebensweise auf viele Autoren der Beat Generation und des sogenannten Postmodernismus, welche wie er die Werte der Mittelschichtsgesellschaft verachteten. Bekannte Vertreter der Beat Generation waren unter anderem die Schriftsteller Jack Kerouac (1922-1969) und Allen Ginsberg (1926-1997). Brassai (bürgerlich Gyula Halasz; * 9. September 1899 in Kronstadt/Brasso, heute rum. Brașov, damals Österreich-Ungarn, heute Rumänien; 7. Juli 1984 in Nizza) war ein französischer Fotograf ungarischer Herkunft. Geboren als Gyula Halasz, nahm er das Pseudonym Brassai ("der aus Brasso Stammende") an. Nach Studien in Ungarn und Deutschland kam er 1924 nach Paris. Sein Freund Andre Kertesz überredete ihn, seine Faszination für das Pariser (Nacht-)Leben in Fotos einzufangen. 1933 erschien sein Fotobuch Paris de Nuit, das ihn sofort berühmt machte. Kurz darauf wurde er zu der Ausstellung Photography: 1839-1937 des Museum of Modern Art eingeladen. Brassai war vielseitig talentiert und beschränkte sich nicht auf die Fotografie: Er konnte zeichnen, malen, bildhauern, schreiben - besonders aber Freundschaften schließen, unter anderem mit Pablo Picasso und dem deutsch-britischen Fotografen Bill Brandt. Berühmt wurde sein Buch Conversations avec Picasso, das er 1964 veröffentlichte. Brassai's Grab ist auf dem Friedhof Montparnasse in Paris. Brassais Arbeiten sind wegweisend für seine Zeit, da er die damals schwierige Technik der Fotografie bei Nacht meisterte. Dabei blieb er jedoch nicht im Technischen stecken; vielmehr drückte er in seinen Aufnahmen seine Liebe zu Paris - und zu seinen Bewohnern - aus. Er verfügte über ein scharfes Auge "für das, was sich zwischen den Menschen des Schattens abspielt. ... Brassai ist in die Eingeweide der Stadt hineingestiegen und hat ihnen menschliche Schicksale entlockt, die wir nicht kannten" (L. Fritz Gruber). Seine Bilder sind immer aufrichtig und überzeugend, weil er die Dargestellten nicht überfiel, sondern - auch wenn sie der Unterwelt angehörten - sie zu vertrauensvoller Zusammenarbeit gewinnen konnte. Auch wenn er Schwächen sichtbar machte, machte er nicht lächerlich; eher ist ein leises Schmunzeln spürbar. Brassai selber sagte dazu: " There are many photographs which are full of life but which are confusing and difficult to remember. It is the force of an image which matters." (dt: "Es gibt viele Fotos, die voller Leben, aber, die unübersichtlich und schwer zu merken sind. Es ist die Kraft des Bildes, die zählt. " Weniger bekannt ist, dass Brassai - neben Man Ray - auch der Fotograf der Surrealisten war. Er nahm Kristalle und Gewächse so auf, dass sie ihrem gewöhnlichen Zusammenhang entzogen wurden und zu freien Wesenheiten mutierten. So konnten sie ihre imaginäre Kraft ohne inhaltliche Zwänge entfalten. Die Suche nach Literatur im Katalog der DNB ist schwierig. Am weitesten kommt man mit der Eingabe von Gyula Halasz (ohne Akzent) und durch weiteres Anklicken von Brassai in einem der 19 Titel, man erreicht dann 52 Titel (März 2008). Die direkte Eingabe von Brassai ist sinnlos, da der OPAC das i nicht verarbeitet; jedoch bringt die Eingabe mit normalem i einige wenige Ergebnisse. Zwei zeitgleiche Ausstellungen im Juni 2011 in Berlin, kuratiert von Kylikki Zacharias, widmen sich unterschiedlichen Aspekten der Retrospektive auf Brassais Werk. Die Sammlung Scharf-Gerstenberg zeigt Graffiti-Fotos, die der Fotograf über viele Jahre an Pariser Hauswänden entdeckt und aufgenommen hat. Die räumlich benachbarte Sammlung Berggruen bietet Künstlerportraits von Pablo Picasso, über Henri Matisse bis Georges Braque.[

[SW: Deutsche Buch-Gemeinschaft | Amerikanische Literatur | Erotik | Brassai]

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Morand, Paul: Brassai: Paris by Night, THAMES & HUDSON; FLAMMARION, Februar 2012 ISBN: 2080200992
Arriving in Paris in 1924, Brassai rapidly became a shrewd observer of nocturnal Parisian life. He sensed that photography was the tool that would allow him to document his vision of a dying society. Fascinated by the night, which he found disconcerting, enigmatic, and suggestive, Brassai photographed its every aspect, from police to prostitutes to the homeless to socialites, all in a dreamlike and mysterious manner. In sixty-four images, Brassai succeeded in remarkably capturing this unique ambience. This book, meticulously assembled by Brassai himself, signifies the birth of the artist. Brassai, originally from Hungary, traveled to Paris in 1924, where he began to associate with the avant-garde artist community, in particular with Picasso and the Parisian surrealist circles. He quickly established himself as one of the most original photographers of his generation.

NEUBUCH! 2., rev. ed. 2011. 96 p. w. 62 ill. 323 mm x 277 mm x 15 mm

[SW: Paris (Motiv),Nachtaufnahme, Fotografen/-innen (Einzelne Personen),Brassai]

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