Blaschke Olaf
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Blaschke, Olaf (Hg.): Konfessionen im Konflikt. Deutschland zwischen 1800 und 1970: ein zweites konfessionelles Zeitalter. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2002.
Konfessionelle Auseinandersetzungen reichten auch im 20. Jahrhundert noch weit in das Alltagsleben der Menschen hinein. Religion und Konfession prägten die Geschichte der letzten beiden Jahrhunderte weitaus stärker als bisher angenommen - kann man gar von einem konfessionellen Zeitalter sprechen? - Haben Religion und Konfession seit der Aufklärung stetig an Verbindlichkeit verloren? Die gängige Rede vom bürgerlichen, säkularen Zeitalter legt diese Sichtweise nahe. Doch gab es nicht katholische Parteien und zahlreiche Konfessionsschulen? Gab es nicht konfessionelle Trennungen im Alltag, in den Heiratskreisen, gar im Konsum- und Wohnverhalten? Seit dem frühen 19. Jahrhundert erstarkte die Religion zu einem prägenden Faktor im öffentlichen und privaten Leben. Ein konfessioneller Gegensatz durchschnitt eineinhalb Jahrhunderte lang politische, kulturelle und lebensweltliche Bereiche. Olaf Blaschke interpretiert daher die Zeit bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts als zweites konfessionelles Zeitalter - nach einem ersten Zeitalter des Konfessionalismus von der Reformation bis 1648. Diese These wird anhand von verschiedenen Beispielen überprüft. Dabei zeigt sich deutlich, dass das angebliche "Zeitalter der Säkularisierung" weitaus stärker von religiösen und konfessionellen Kräften bestimmt wurde als bisher wahrgenommen. -
352 S., 8 Abb. Kart.
[SW: Geschichte]
BLASCHKE, Olaf: Verleger machen Geschichte. Buchhandel und Historiker seit 1945 im deutsch-britischen Vergleich. (Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, 22). Göttingen: Wallstein Vlg. 2010.
Was machen eigentlich die Verleger wissenschaftlicher Literatur? Obwohl die Geschichte der Geschichtswissenschaft boomt, bleibt der Anteil von Verlegern und Lektoren am Zustandekommen der Bücher unsichtbar. Dabei sorgen Verlage nicht nur für die Publikation von Büchern und Buchreihen, ihre "richtige" Platzierung und Wahrnehmung, sondern auch dafür, dass manche Arbeiten gar nicht erst veröffentlicht werden. Als Torwächter der Wissenschaft sortieren sie das Wissen und haben eine Schlüsselrolle bei der Verteilung von Reputation. Häufig regen sie Autoren überhaupt erst an, bestimmte Werke zu schreiben. Der Beitrag von Wissenschaftsverlegern zum Wiederaufbau der deutschen Geschichtswissenschaft nach 1945 ist bislang nicht untersucht worden. Olaf Blaschke bringt hier erstmals Historiographiegeschichte mit der Geschichte des deutschen Buchmarkts zusammen und zeigt, wie die "gatekeeper" mittelbar Ordnungsstrukturen für das Feld der Historiker bereitstellten. Der vergleichende Blick nach Großbritannien erhellt die Besonderheiten der Schul- und Positionskämpfe im Feld der westdeutschen Historiker.
667 S., 75 Abb. Kart.mS. *neuwertig*
[SW: Buchhandel; Buchwesen]
Blaschke, Olaf / Kaiser, Cornelia [Hrsg.]: "Su vill Geleier von wäjen där Jaohrhonnerdfeier" : Jahrhundertwenden in Trier und Umgebung ; [Begleitbuch zur Ausstellung: "Su Vill Geleier von wäjen där Jaohrhonnerdfeier": Jahrhundertwenden in Trier und Umgebung ; eine Ausstellung im Städtischen Museum Simeonstift Trier vom 12. Dezember 1999 bis zum 27. Februar 2000] / mit Beitr. von Olaf Blaschke ... [Red.: Cornelia Kaiser] Städtisches Museum Simeonstift Trier 1999, ; fester Einband / hard cover ISBN: 3-930866-15-3
Ill.
24,5 cm / Pp. / 182 S. / Zustand: sehr gut, 24,5 cm
[SW: Trier ; Landeskunde ; Heimatkunde ; Geschichte ; Ausstellung ; Städtisches Museum Simeonstift]
Blaschke, Olaf: Verleger machen Geschichte Buchhandel und Historiker seit 1945 im deutsch-britischen Vergleich. Habil.-Schr. WALLSTEIN, 100 ISBN: 3835307576
Was machen eigentlich die Verleger wissenschaftlicher Literatur Obwohl die Geschichte der Geschichtswissenschaft boomt, bleibt der Anteil von Verlegern und Lektoren am Zustandekommen der Bücher unsichtbar. Dabei sorgen Verlage nicht nur für die Publikation von Büchern und Buchreihen, ihre richtige Platzierung und Wahrnehmung, sondern auch dafür, dass manche Arbeiten gar nicht erst veröffentlicht werden. Als Torwächter der Wissenschaft sortieren sie das Wissen und haben eine Schlüsselrolle bei der Verteilung von Reputation. Häufig regen sie Autoren überhaupt erst an, bestimmte Werke zu schreiben.Der Beitrag von Wissenschaftsverlegern zum Wiederaufbau der deutschen Geschichtswissenschaft nach 1945 ist bislang nicht untersucht worden. Olaf Blaschke bringt hier erstmals Historiographiegeschichte mit der Geschichte des deutschen Buchmarkts zusammen und zeigt, wie die gatekeeper mittelbar Ordnungsstrukturen für das Feld der Historiker bereitstellten. Der vergleichende Blick nach Großbritannien erhellt die Besonderheiten der Schul- und Positionskämpfe im Feld der westdeutschen Historiker.
NEUBUCH! 2010. 667 S. m. 18 abb. u. 49 graf. Darst. 23 cm 226 mm x 154 mm x 46 mm; Moderne Zeit Bd.22
[SW: Verleger, Verlag / Verlagsbuchhandel, Historiker/-innen, Großbritannien; Kultur, Geschichte, Deutschland; Kultur, Bundesrepublik Deutschland (1949-1990); Kultur]



