Ballin
Es wurden insgesamt 669 Einträge zu 'Ballin' gefunden (Stand: 08.02.2012).
Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Ballin' an.
Wiborg, Susanne: Albert Ballin Hrsg. v. d. ZEIT-Stiftung Ebelin u. Gerd Bucerius, ELLERT & RICHTER, Juni 2007 ISBN: 3892349452
Albert Ballin (1857-1918), der kosmopolitische Deutsche jüdischen Glaubens, verkörpert wie kaum jemand sonst die Zwiespältigkeit des wilhelminischen Deutschland, seiner Gesellschaftsschicht und seiner Epoche: den steilen, nie für möglich gehaltenen Aufstieg, den blendenden Erfolg, den untergründigen Zweifel und das schreckliche Ende. Es war eine deutsche, eine jüdische und es war vor allem eine hamburgische Karriere.Als Generaldirektor der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (Hapag) war Ballin einer der bewundertsten, beneidetsten und umstrittensten Männer des wilhelminischen Hamburg wie auch des deutschen Kaiserreichs überhaupt. Sein Weg vom Sohn eines kleinen jüdischen Auswanderagenten zum Souverän der Seefahrt führte ihn nicht nur an die Spitze der weltgrößten Reederei, für die er bedeutende Neuerungen unter anderem im Auswanderer- und Güterrecht einführte. Unter Ballins Regie liefen zwischen 1911 und 1914 die drei Riesendampfer Imperator , Vaterland und Bismarck vom Stapel, die für die Passagierfahrt neue Maßstäbe setzten. Der VertrauteWilhelms II., bei Hofe mit antisemitischem Ressentiment misstrauisch beäugt und von jüdischer Seite oft als Kaiserjude verspottet, versuchte zudem, Einfluss auf die große Politik zu nehmen und durch die Herbeiführung eines deutsch-britischen Flottenabkommens die Eskalation im Vorfeld des Ersten Weltkriegs zu verhindern. Auch während des Krieges blieb Ballin, dessen eigenes Wirken für die Hapag zuvor eng mit der Entwicklung des deutschen Seeimperialismus verknüpft gewesen war, unablässig um eine Schadensbegrenzung bemüht. Das Scheitern seiner Vermittlungsversuche, das für ihn mit dem Scheitern seines Lebenswerks im Dienst der Hapag verbunden war, ließ Ballin am Revolutionstag des 9. November 1918 freiwillig aus dem Leben scheiden.
NEUBUCH! 2. Aufl. 2001. 144 S. m. zahlr. z. Tl. farb. Abb. 22 cm 218 mm x 215 mm x 20 mm Zahlr. tls. farb. Abb.; Hamburger Köpfe
[SW: Hapag, Hamburg, Geschichte; Biografien, Deutsches Reich 1871-1918; Biografien, Ballin, Albert]
Ballin, Albert, Reeder (1857-1918). Eigenh. Randbemerkung mit U.
Bleistiftanstreichungen und -marginalie "an die Mitglieder des Vorstandes und zurück an Ballin". - Am Kopf eines Briefes von K[arl] Busch, dem New Yorker Büroleiter von Ballin, dat. 3. VI. 1914. 4 Seiten. Doppelblatt mit gestoch. Hotelbriefkopf "The Homestead | H. Albert | Manager | Hot Springs, VA." - An Albert Ballin in Hamburg: "Ich habe mich für kurze Zeit hierher geflüchtet, um mich vor Herrn Meyer's Abreise nach Drüben von den mit der Anwesenheit der 'Vaterland' verknüpft gewesenen Strapazen und Aufregungen etwas zu erholen. So etwas greift doch an wenn man die Siebzig überschritten hat und in New York lebt. Glücklicher Weise ist ja in der Hauptsache noch Alles gut gegangen. Die 'Vaterland' hat hier einen großen Eindruck gemacht und die bedauerlichen, aber doch noch im Ganzen glücklich verlaufenen Vorkommnisse bei ihrer Ein- und Ausfahrt werden uns nicht nachhaltig schaden. Sie sind ja inzwischen durch unsere Telegramme und die mündlichen Berichte der Herrn [Max] Warnholtz und Reader vollkommen unterrichtet. Ich brauche mich daher auf Einzelheiten nicht einzulassen. Persönlich war mir bei den mit dem Besuche der 'Vaterland' verknüpften Schwierigkeiten der Gedanke besonders peinlich, daß dabei nicht Alles so klappte wie Sie es gewünscht und gehofft hatten und wie das Wunderwerk, das in erster Linie Ihnen seine Entstehung verdankte, es verdiente. Inzwischen aber haben 'Imperator' und 'Vaterland' ihren Ruf fest etabliert und in den Augen des Publikums unsere Linie über Alles hinausgehoben, was andere Linien bieten. Wenn nun erst das dritte große Schiff hinzukommt und damit ein regelmäßiger, rascher Dienst verbürgt sein wird, braucht uns, zumal wenn die Erneuerung des Pool's nach Ihren Intentionen gelingt, um die Zukunft nicht bange zu sein wenigstens so weit die direkte Reise zwischen Hamburg und N.Y. in Betracht kommt. Boston und Montreal bieten allerdings noch schwierige Probleme, deren Lösung indes nicht unüberwindlich sein sollte [...]" Sodann ausführlich weiter über Lionel Ballin, der seine Nachfolge antreten sollte, die "künftige Gestaltung der N.Y.er Direktion", Seinen "kühnen Plan, auf der 'Cincinnati' die Reise um die Welt zu machen" und seinen geplanten Ruhestand in Wiesbaden. - Die "Vaterland" ist das bis heute größte Passagierschiff, das je unter deutscher Flagge gefahren ist. Sie verdankt ihren Bau den Ehrgeiz des Reeders Albert Ballin, der die von ihm geführte Hamburg-Amerika-Linie (HAPAG) zur größten Reederei der Welt machen wollte. Als das Schiff schließlich am 25. April 1914 zu seiner Jungfernfahrt bereit war, war es mit 290 Metern Länge das größte je von Menschenhand geschaffene bewegliche Objekt. Bei der Ankunft in New York ereignete sich ein Zwischenfall: um nicht einen kleinen Schlepper zu rammen, der unversehens vor dem Bug des Schiffes aufgetaucht war, ließ der Lotse die Maschinen stoppen. Danach jedoch war der Koloss nicht mehr in der Lage, in der engen Hudson Bay zu manövrieren und trieb hilflos auf eine in der Nähe liegende Schlickbank zu. Erst mit dem Einsatz vieler weiterer Schlepper konnte der neue Stolz des Kaiserreiches davor bewahrt werden, sich auf unwürdige Weise im Schlamm festzusetzen. Mit fast vier Stunden Verspätung erreichte das größte Schiff der Welt endlich seinen Liegeplatz. Auch bei ihrer Abfahrt sollte es wieder Probleme bei der Navigation geben. Es schien, als sei das Schiff einfach zu groß geraten. - Vgl. Mielke, Otto, Hapag-Schnelldampfer "Vaterland"; Albert Ballin und sein Werk (1957). - Volltranskription liegt bei.
Hamburg, Mitte Juni 1914
[SW: Geschichte]
Geschichte der Hamburg-Amerika Linie. 2. Teil: Albert Ballin. - Hamburg Kurt Himer o.J., 1927.
Einband gering berieben, sonst sehr gut erhalten. ** Albert Ballin (* 15. August 1857 in Hamburg; 9. November 1918 in Hamburg) war ein Hamburger Reeder und eine der bedeutendsten jüdischen Personen des deutschen Kaiserreiches. Er war Jude und deutscher Patriot zugleich. Ballin sprach Hafenplatt, beherrschte aber auch fließend Hochdeutsch und Englisch. Auf Albert Ballins Anregung entstanden die so genannten Zwischendecks auf den Überseepassagierschiffen, um die Auswanderer billiger und besser transportieren zu können. Die wirtschaftliche Attraktivität des Massengeschäfts beschrieb er mit den Worten "ohne Zwischendeckspassagiere wäre ich innerhalb weniger Wochen bankrott". 1886 war die Konkurrenz zwischen der Union-Linie und der Hamburg-Amerika-Linie HAPAG im Auswanderergeschäft groß, und die Konkurrenten teilten den Markt unter sich auf. Nach diesen Absprachen wechselte 1886 Guido Wolff vom Vorstand der Union-Linie in den Vorstand der HAPAG (dort bis 1907). Im selben Jahr wurde Albert Ballin nach der Übernahme der Carr-Linie durch HAPAG dort Leiter der Passageabteilung. 1887 führte Ballin den Schnelldienst Hamburg-New York ein und wurde 1888 in den Vorstand der HAPAG berufen, der damit auf drei Personen erweitert wurde. Zur verbesserten Auslastung der Schiffe im Winter fing er 1891 an, Kreuzfahrten zu veranstalten, zunächst in den Mittelmeerraum, später auch zu anderen Zielen. Ballin gilt damit als "Erfinder" der modernen Kreuzfahrt. - Mit seiner Berufung zum Generaldirektor der HAPAG im Jahr 1899 war er im Wettbewerb um den schiffsbasierten Transatlantikverkehr für den Bau der damals größten und schnellsten Schiffe der Welt verantwortlich. -
158 S., m. Abb. Pp.
Berges, Wilhelm: Passagiere der Auguste Victoria. 2 Originalfotografien auf Karton aufgezogen (Albuminabzüge). Hamburg, o. J. (um 1900).
Beide Fotos unten rechts im Negativ betitelt: "Passagiere der Auguste Victoria". Kartons verso mit Fotografenstempel: Wilhelm Berger, Photograph, Marktstraße 40, St. Pauli, Hamburg. - Ein Foto mit Gruppenbild der Passagiere auf dem Schiff, das zweite mit Passagieregruppenbild auf Land mit vier Flaggen, u. a. die USA-Flagge. - "Auguste Victoria", ein Doppelschrauben-Schnelldampfer der Hamburger Reederei HAPAG, hieß ursprünglich "Augusta Victoria" und war zwischen 1888 und 1889 das größte deutsche Passagierschiff. Mit diesem Schiff unternahm der HAPAG-Direktor Albert Ballin im Jahr 1891 die erste Luxus-Kreuzfahrt der Geschichte. Ballin trug wesentlich dazu bei, dass Hamburg der führende Auswandererhafen wurde, und auch "Augusta Victoria" diente Ballin als Auswandererschif. Bereits im Jahre 1889 unternahm Ballin mit der "Augusta Victoria" selbst eine Reise nach New York. Die "Augusta Victoria" wurde 1897 umgebaut und in "Auguste Victoria" umbenannt. 1904 wurde das Schiff an die Russische Marine verkauft und 1907 in Stettin abgewrackt. [Als Albert Ballin die Luxus-Kreuzfahrt erfand von Dierk Strothmann; siehe auch Wikipedia] - Fotos mit leichten Kratzspuren. Kartons fleckig, mit kleinen Randläsuren und jeweils einer kleinen Knickspur.
Fotoformat: 16,5 cm x 22,5 cm. Kartonformat: 24,5 cm x 33,0 cm.
[SW: Orig.-Fotografie, Originalphotographie, Schifffahrt, Dampfschiff]



