Anton Tschechow
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Helker, Renata: Die Tschechows. Wege in die Moderne. Hrsg. vom Deutschen Theatermuseum München. Leipzig : Henschel, 2005. ISBN: 389487502X
Ein sehr gutes Ex. - Vorwort -- Alewtina Kusitschewa -- Anton P Tschechow - das unfreiwillige Familienoberhaupt -- Maja Turowskaja -- Anton P Tschechow und das Moskauer Künstlertheater -- Maja Turowskaja -- Olga L Knipper-Tschechowa - die Ehefrau des großen Schriftstellers -- Liisa Byckling -- Michael A Tschechow - ein scharfsinniges und zärtliches Genie -- Renata Helker -- Olga Tschechowa - die schöne Matriarchin -- Renata Helker -- Vera Tschechowa - die sensible Rebellin -- Renata Helker -- Anton P Tschechow auf deutschen Bühnen -- Anhang -- Theatro- und Filmographie -- Autoren -- Dank -- Bildnachweis. - Die Tschechows - eine Familie der Moderne. In jeder Generation war diese Zeitgenossenschaft gegenwärtig - sie manifestierte sich in den unverwechselbaren Facetten der herausragenden Familienmitglieder: des Dichters Anton Tschechow, dessen Schauspiele Ende des 19. Jahrhunderts eine neue Dramatik begründeten; der Schauspielerin Olga Knipper-Tschechowa, führendes Ensemblemitglied des Moskauer Künstlertheaters; des Schauspielers und Regisseurs Michael Tschechow, der eine eigene Schauspielmethodik entwickelte; der Schauspielerin Olga Tschechowa, die im internationalen Film Karriere machte, sowie der Schauspielerin und Regisseurin Vera Tschechowa, die im Neuen Deutschen Film Berühmtheit erlangte. Kaum zu durchschauen ist das komplexe verwandtschaftliche Beziehungsgeflecht, in dem die Mitglieder der weit verzweigten Familie einander zugeordnet sind. Zweimal heiratete eine Knipper mit dem Vornamen Olga in die Familie Tschechow ein: im Jahr 1901 wurde Olga Leonardowna Knipper die Ehefrau Anton Tschechows, 1914 ehelichte ihre Nichte Olga Konstantinowna Knipper den Schauspieler Michael Tschechow. Beide Frauen wurden Jahre später die überragenden Integrationsfiguren der weit verstreuten, in Russland und Deutschland lebenden Familie. Den Tschechows und den Knippers war die Begabung für Kunst gemein, unterschiedlich war die soziale Herkunft. Auf Tschechows Familie lastete das Erbe früherer Leibeigenschaft, die Knippers dagegen hatten sich als deutsche Emigranten in Russland ins Großbürgertum hochgearbeitet. Buch und Ausstellung portraitieren die einzelnen Künstler im Kontext kunst-, kultur- und zeithistorischer Entwicklungen. In den Blick gelangen sowohl das dramatische, darstellerische und filmische Werk als auch die Geschichte der Emigration, für die sich Olga Tschechowa und Michael Tschechow nach der russischen Revolution entschieden haben. Das Portrait der Tschechows spiegelt das Zeitgeschehen mehrerer Epochen, es reflektiert in der jeweiligen künstlerischen Vita die Erneuerungen der Theater-, Schauspiel- und Filmkunst und stellt vor dem Hintergrund politischer Systeme und gesellschaftlicher Veränderungen die Geschichte einer Familie dar. Die Aufmerksamkeit von Buch und Ausstellung gilt abschließend der Inszenierungsgeschichte der Dramen Anton Tschechows auf deutschen Bühnen, deren Entwicklungsverlauf sich in mehrere wesentliche Phasen der theatralen Interpretation seiner Schauspiele gliedern lässt. (Vorwort) ISBN 389487502X - , ISBN-13: 9783894875022
1. Aufl. 208 S. : überw. Ill. Broschiert.
[SW: Tschechow, Familienporträt, Familiengeschichte, Kulturgeschichte, Theater, Schauspiel, Film]
Tschechow, Anton: Das Duell. Erzählungen aus den mittleren Jahren. Aus dem Russischen übersetzt von Gerhard Dick, Ada Knipper und Hertha von Schulz. Frontispiz und Originalillustrationen von Helmut Ackermann. - (="Die Meisterwerke der russischen Literatur" - Eine durch die Freizeit-Bibliothek vertriebene Reihe). Genf: Edito-Service S.A., ohne Jahresangabe, ca. 1970.
Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. Dekoratives Exemplar. Aus der Bibliothek der Gräfin Ledebur. - Irgendwann habe ich einmal ein Buch von einem Deutschen gelesen, und da war ein junger Mann, der seiner Braut ein schönes Geschenk machen wollte, und er schenkt ihr Bücher - von wem? Von Cechov... Weil er ihn höher schätzte als alle berühmten Schriftsteller... Das ist sehr richtig, ich war betroffen, damals... " Leo Tolstoi. "Wenn schon angepriesen werden soll, so muß ich unbedingt Eine langweilige Geschichte nennen, die mir teuerste von Cechovs erzählerischen Schöpfungen, ein ganz und gar außerordentliches und faszinierendes Werk, das an stiller, trauriger Merkwürdigkeit in aller Literatur kaum seinesgleichen hat." Thomas Mann. "Dies war ein Schriftsteller, der wirklich Charakter hatte, kein ungezügeltes Genie wie Dostojewski, der einen mitreißt, aber auch erschreckt und verwirrt, sondern jemand, zu dem sich ein Vertrauensverhältnis entwickeln ließ." W. Somerset Maugham. "Cechov, das ist für mich der größte Geist der ganzen Weltliteratur." Andrzej Szczypiorski. - - Anton Pawlowitsch Tschechow ['t???x?f] (russ. ? ( Aussprache?/i), wiss. Transliteration Anton Pavlovic Cechov; * 17.jul./ 29. Januar 1860greg. in Taganrog, Russland; 2.jul./ 15. Juli 1904greg. in Badenweiler, Deutschland) war ein russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker. Er entstammte einer kleinbürgerlichen südrussischen Familie und war Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig schrieb und publizierte er zwischen 1880 und 1903 insgesamt über 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie Drei Schwestern, Die Möwe oder Der Kirschgarten bekannt. Mit der für ihn typischen, wertneutralen und zurückhaltenden Art, Aspekte aus dem Leben und der Denkweise der Menschen in der russischen Provinz darzustellen, gilt Tschechow als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur. ... Rezeption: Viele von Tschechows späten Werken wurden noch zu Lebzeiten des Autors ins deutsche und in weitere Sprachen übersetzt und erhielten schnell internationale Resonanz. Während Tschechow im deutschsprachigen Raum, wo die russische Literatur traditionell vor allem mit Romanciers wie Tolstoi oder Dostojewski assoziiert wird, eher durch seine Bühnenwerke bekannt wurde[88], konnte sich sein episches Werk besonders im angelsächsischen Sprachraum seit dem frühen 20. Jahrhundert einer hohen Popularität erfreuen, da es dort mit seiner charakteristischen sparsamen Erzählweise in Form von Kurzgeschichten auf eine bereits vorhandene Tradition der Short Story, eingeleitet von Autoren wie Edgar Allan Poe, traf.[89] Zu den bekanntesten deutschsprachigen Auflagen gehören Werksausgaben Tschechows vom DDR-Verlag Rütten & Loening sowie vom Schweizer Diogenes Verlag. Letzterer plant gegenwärtig eine erste vollständige Werksausgabe auf Deutsch, die vom Berliner Autor und Übersetzer Peter Urban erarbeitet wird.[90] ... Tschechows Werk übte unmittelbaren Einfluss auf mehrere namhafte Schriftsteller und Novellisten des 20. Jahrhunderts aus. James Joyce beispielsweise gab an, Tschechow von allen russischen Schriftstellern seiner Epoche am meisten zu bewundern. Er beschrieb seine Dramen als dramaturgisch revolutionär im Verzicht auf einen Spannungsbogen und im Aufsprengen der klassischen Dramenkonventionen. In Tschechows Figuren sah er erstmals in der Theatergeschichte Individuen verwirklicht, denen es seiner Ansicht nach nicht gelingt, ihre jeweils eigene Welt zu verlassen und untereinander in Kontakt zu treten. Für Joyce erfasst Tschechow damit als erster Dramatiker eine existentielle Einsamkeit, die letztlich den Fokus eher auf das Leben als solches lenkt als auf individuelle Charaktere. Diese Äußerungen führten zu verschiedenen Studien über Tschechows Einfluss auf Joyce sowohl von anglistischer als auch von slawistischer Seite. James Atherton etwa wies mehrere Tschechow-Anspielungen in Finnegans Wake nach. Andere Kritiker, wie Richard Ellmann oder Patrick Parrinder, zeigten stilistische Parallelen zwischen Tschechows Erzählungen und denen des jungen Joyce auf. Dabei stießen sie jedoch stets auf das Problem, dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass Joyce Tschechows Erzählungen (im Gegensatz zu den Dramen) bekannt waren; gegenüber seinem Biografen Herbert Gorman leugnete er dies sogar explizit. Aufgrund dieser Ausgangslage gilt Tschechows Einfluss auf Joyce heute zwar als belegt, aber als schwierig zu erfassen.[96] Eine weitere Autorin, die als stark von Tschechow beeinflusst gilt, ist Katherine Mansfield, die ihn als ihren "Meister" bezeichnete und sich in ihren Briefen und Aufzeichnungen einige Male auch theoretisch mit ihm auseinandersetzte. Viele Debatten über Tschechows Einfluss auf Mansfield gehen von ihrer Erzählung The Child-Who-Was-Tired aus, einer Adaption von Tschechows Spat Khochetsia. Mansfield übernimmt hier die Handlung Tschechows in eindeutiger Weise, verändert jedoch einige wichtige Details. Es existieren verschiedene Meinungen darüber, wie diese Ähnlichkeit zu bewerten ist: Elisabeth Schneider bezeichnete Mansfields Geschichte 1935 als freie Übersetzung Tschechows ins Englische, während Ronald Sutherland ihr eine künstlerische Eigenständigkeit zugesteht. Auf der anderen Seite erwähnt Mansfields Biograf Antony Alpers auch Plagiatsvorwürfe. Es gilt als gesichert, dass Mansfield Tschechow erstmals in Bad Wörishofen in deutscher Übersetzung las. Ihr im Anschluss daran entstandener Erzählband In a German Pension steht nach Ansicht mehrerer Kritiker stilistisch unter seinem Einfluss. Im Unterschied zu Tschechow nimmt Mansfield allerdings häufig eine größere erzählerische Nähe zu ihren Figuren ein.[97][98] Gelegentlich wurden auch Franz Kafkas Erzählungen mit denen Tschechows verglichen. Stilistisch teilen sie den Hang zur größtmöglichen Einfachheit und zur gezielten Auswahl von Details, thematisch die Vorliebe für (in Tschechows Worten) "Wesentliches und Zeitloses" sowie den Fokus auf die Ausweglosigkeit aller Probleme der menschlichen Existenz. Allerdings gibt es keine Hinweise darauf, dass Kafka Tschechows Werke bekannt waren.[99] Der irische Dramatiker und Literatur-Nobelpreisträger George Bernard Shaw gab in der Vorrede zu seinem Bühnenstück Haus Herzenstod Anknüpfungspunkte an die Tschechowschen Menschenstudien im Kirschgarten, Onkel Wanja und der Möwe an.[100] Auch im Stil Katherine Anne Porters, Sherwood Andersons, Ernest Hemingways, Bernard Malamuds und Raymond Carvers ist der Einfluss Tschechows zu erkennen. Aus wikipedia-Anton_Pawlowitsch_Tschechow
Lizenzausgabe des Winkler Verlags. 403 (5) Seiten. Frontispiz und Originalillustrationen von Helmut Ackermann. Das Buch wurde nach Entwürfen A. Mistelli hergestellt. 20,5 x 12 cm. Roter Kunstlederband mit goldgeprägten Rückentiteln, goldgeprägten floralen Rückenverzierungen, goldgeprägten floralen Deckelverzierungen, Lesebändchen und mit goldornamentierten Vorsätzen.
[SW: Religiöse Themen, Russische Literatur des 19. Jahrhunderts, Nihilismus, Religion, Literaturtheorie, Rußland, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Russische Geschichte Russische Seele, Literaturkanon, Zarentum, Belletristische Darstellung, Illustrationen, Illustrierte Ausgaben, Illustrierte Bücher, Cechov, Anton, Russische Geschichte Russische Revolution, Literatursoziologie, Sprachwissenschaft, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik]
Staatliche Schauspielbühnen Berlin (Hg.); Red.: Renata Vatkova; Anton Cechov, Anton Tschechow: Programmheft 59 Schiller-Theater Berlin 1988. DIE MÖWE von Anton Cechov. Insz.: Johannes Schaaf, Bühne: Ezio Toffolutti, Kostüme: Tobias Hoheisel. Mit Rosemarie Fendel, Joseph Lorenz, Lothar Blumhagen, Christina Rubruck, Krikor Melikyan, Tatja Seibt, Berlin Staatliche Schauspielbühnen Berlin/Hentrich 1988
Spielzeit 1987/88, Premiere 1. April 1988. 24 unpag. S. mit Stab, Besetzung u. zahlr. Abb. (Tschechow-Portr., Auff.-Fotos), geheft. OBroschur, gr.8°. Texte über Tschechow u. seine Zeit von Aleksej Suvorin, Tolstoj, Majakovskij, Nabakov. Zeittafel. Heftzustand: minimale Gebrauchsspuren. Schönes, sehr gutes Exemplar.
[SW: Theater, Schauspiel, Programmhefte, Staatliche Schauspielbühnen, Berlin, Die Möwe, Anton Cechov, Anton Tschechow]
Tschechow, Anton: Anna am Halse. Sechzehn Erzählungen. | Ausgewählt und mit einer Nachbemerkung versehen von Horst Roatsch. | Mit Illustrationen von Jiri Salamoun, Eulenspiegel Verlag 3.Aufl. 1985 Berlin
208S. 8°
Leinen Anton Tschechow war Arzt und ein begnadeter Erzähler. Die schier endlose Galerie seiner literarischen Gestalten - Menschen jeglichen Alters, Charakters, Berufs und Standes -, ist so vielfältig und bunt wie das Leben selbst: der devote kleine Beamte, der im Theater ausgerechnet auf eine Generalsglatze niest und sich darüber zu Tode grämt; der ängstliche und Angst verbreitende Geschichtslehrer, der sich wie im Futteral von der Welt und seinen Mitmenschen abschottet; die verwöhnte und verhätschelte Ehefrau, die hinter vermeintlich großen Männern herflattert und dabei die wahre Größe ihres eigenen Mannes übersieht Mit diesem Mikrokosmos des russischen Lebens in den letzten zwei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts führte Tschechow die zeitgenössische Prosa in ein neues, modernes Zeitalter. "Jede persönliche Existenz hält sich durch ein Geheimnis, und vielleicht ist deshalb ein kultivierter Mensch so leidenschaftlich bemüht, sein Persönlichstes geheimzuhalten." Über den Autor Anton Tschechow wurde am 29. Januar 1860 als Sohn eines kleinen Händlers in der südrussischen Hafenstadt Taganrog geboren. Er studierte Medizin und machte sich schon während des Studiums mit humoristischen Geschichten einen Namen. 1890 unternahm der bereits lungenkranke Tschechow eine Reise auf die Sträflingsinsel Sachalin, um von den Bedingungen im Strafvollzug im Zarenreich zu berichten. Bereits während seines Arztpraktikums wurde sein Stück "Onkel Wanja" uraufgeführt. 1892-1899 lebte Tschechow als Landarzt und Schriftsteller auf seinem Landgut in Melicho bei Moskau. 1899 siedelte er wegen seiner Lungentuberkulose nach Jalta um. 1901 heiratete er Olga Knipper, eine Schauspielerin, die oft die Titelrollen in seinen Stücken auf der Bühne des Moskauer Künstlertheaters spielte. Tschechow starb am 15. Juli 1904 in Badenweiler. Anton Tschechow ist bis heute in Westeuropa nach William Shakespeare der wohl meistgespielte Dramatiker. Auch sein erzählerisches Werk hat nicht an Anziehungskraft verloren; er gilt als unübertroffener Meister der Kurzgeschichte. Viele seiner Stücke und Erzählungen wurden verfilmt. Wichtige Werke:"Onkel Wanja" (1897), "Die Möwe" (1896), "Drei Schwestern" (1901), "Der Kirschgarten" (1904), "Die Insel Sachalin" (1893/99) und unter vielen anderen die Erzählungen "Die Steppe" (1888), "Die Dame mit dem Hündchen" (1889), "Krankenzimmer Nr. 6" (1892), "Der Mensch im Futteral" (1898), "In der Schlucht" (1902). Inhalt: Der Dicke und der Dünne (1883)/ Der Tod des Beamten(1883)/ Vom Regen in die Traufe(1884)/ Lektüre(1884)/ Unteroffizier Prischibejew(1885)/ Ein Scherz(1886)/ Gespräch eines Betrunkenen mit einem nüchternen Teufel(1886)/ Der Redner(1886)/ Intrigen(1887)/ Der Löwen- und Sonnenorden(1887)/ Der Rächer(1887)/ Auf dem Gutshof(1894)/ Anna am Halse(1895)/ der Mensch im Futteral(1898)/ Die Stachelbeeren(1898)/ Herzchen(1899) Illustrierter, geprägter Ganzleinenband mit illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag angerändert, vereinzelt randrissig und fleckig, ansonsten sehr guter Zustand.
[SW: Illustrierte russische Literatur | Erzählungen]



