Antigone
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Roeske, Kurt: Antigones tödlicher Ungehorsam Text, Deutung, Rezeption der Antigone des Sophokles, KÖNIGSHAUSEN & NEUMANN, Oktober 2009 ISBN: 3826042409
Eine ausführliche Einleitung gibt einen Abriss der Geschichte Athens im 5. Jahrhundert v. Chr., erläutert die Entstehung und das Wesen der griechischen Tragödie und umreist ihre Bedeutung innerhalb der philosophischen Strömungen der Zeit. Es folgt - abschnittweise - die Übersetzung und die Interpretation der 442 v. Chr. aufgeführten Tragödie Antigone des Sophokles.Im Anschluss daran bietet das Buch Beispiele aus der umfangreichen Geschichte der Rezeption, beginnend mit der Übersetzung Friedrich Holderlins (1770 - 1843), die eher eine Bearbeitung ist. An Hand der Phänomenologie des Geistes wird die Interpretation Friedrich Hegels (1770 - 1831) erarbeitet. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Soren Kierkegaards (1813 - 1851) Moderner Antigone aus Entweder - Oder, Alfred Doblins (1878 - 1957) Roman November 1918 und Elisabeth Langgassers (1899 - 1950) Erzählung Die getreue Antigone. Die beiden letzten Kapitel sind Jean Anouilhs (1910 - 1987) Drama Antigone und Rolf Hochhuths (geb. 1913) Novelle Die Berliner Antigone gewidmet.Ein Register antiker Namen und ein Verzeichnis der benutzten Literatur schließen den Band ab.
NEUBUCH! 2009. 208 S. 235 mm 239 mm x 161 mm x 20 mm
[SW: Rezeption, Antigone (Sophokles)]
Sophocles. (Dindorf, W. ; S. Mekler Hrsg.): Antigone. (=Bibliotheca scriptorum graecorum et romanorum) B. G. Teubner Keine Angabe 1811 Leipzig
223-266S. Klein 8°
Broschur Dezent knickige Ecken, Namenszug auf Titelblatt, einige Bleistiftanstreichungen im Text, ansonsten altersgemäß guter Zustand. Antigone ist eine Gestalt aus der griechischen Mythologie. Sie war die Tochter des Ödipus und der Iokaste. Die klassische Version ihrer Sage findet sich in der gleichnamigen Tragödie des Sophokles, die wahrscheinlich 442 v. Chr. zum ersten Mal aufgeführt wurde. Daneben gibt es weitere Quellen, die teilweise von Sophokles abweichen. Der Antigone-Mythos gehört zum thebanischen Zyklus, neben dem trojanischen Zyklus der zweite große Sagenkreis der antiken griechischen Mythologie. Antigone wird aus der inzestuösen Ehe von Ödipus und dessen Mutter Iokaste geboren. Nachdem Ödipus herausfand, dass er - einer Prophezeiung folgend - seine eigene Mutter geheiratet hatte und vorher seinen Vater tötete und sich dann aufgrund dieser Erkenntnis die Augen ausgestochen hat, begleitet Antigone ihren blinden Vater in die Verbannung nach Kolonos bei Athen. Hiervon handelt Sophokles' Tragödie Ödipus auf Kolonos. Antigone wird von Theseus befreit, als ihr Onkel Kreon sie entführen will. Nach dem Tod des Ödipus kehrt sie nach Theben zurück, um den von diesem prophezeiten Zweikampf ihrer Brüder zu verhindern. Nach dem Fortgang des Ödipus teilen sich dessen Söhne Polyneikes und Eteokles vorerst die Macht in Theben. Nachdem Polyneikes von seinem Bruder vertrieben wurde, sammelt er in Argos ein Heer und zieht gegen das "siebentorige" Theben. Aischylos' Sieben gegen Theben handelt hiervon. Eteokles bleibt an sechs Toren siegreich, am siebten jedoch töten sich die Brüder gegenseitig. An dieser Stelle setzt Sophokles' Antigone ein. Kreon, der neue König von Theben, erlässt ein Verbot, wonach der tote Polyneikes nicht bestattet werden dürfe, weil er das Vaterland verraten habe. Der Versuch, ihn zu bestatten, soll mit dem Tod geahndet werden. Doch Antigone stellt ihr eigenes Gewissen über das Gesetz und glaubt, den Göttern mehr gehorchen zu müssen als den Menschen. Sie beginnt die von den Göttern vorgeschriebenen Rituale, wovon ihre Schwester Ismene sie vergebens abzubringen versucht. Nachdem Antigone ihrem Bruder durch die symbolische Bestattung den Einzug in den Hades ermöglicht hat, wird sie von einem Wächter entdeckt. Dieser führt Antigone zu Kreon und berichtet ihm, was Antigone getan hat. Die Frage Kreons an Antigone, ob der Wächter die Wahrheit gesprochen hat, bejaht sie. Sehr tapfer behauptet Antigone, das Richtige getan zu haben und ist bereit für ihre Tat zu büßen. Gleichzeitig versucht Ismene sie in Schutz zu nehmen und will sie nicht alleine in den Tod schicken. Deshalb ist sie bereit vor Kreon zu behaupten, dass sie von Antigones Plänen Bescheid wusste. Doch Antigone lehnt ihr Angebot ab. Kreon verurteilt Antigone zum Tode durch lebendig Begraben werden, obwohl sie die zukünftige Braut seines Sohnes Haimon ist. Ihr wird genug Nahrung gegeben, um Sühne zu zeigen, sodass sie wieder freigelassen werden kann. Haimon ergreift für Antigone Partei, indem er seinem Vater Kreon Starrsinn vorwirft. Beide trennen sich im Streit. Als der Seher Teiresias jedoch Kreon den Tod innerhalb der eigenen Familie prophezeit, lenkt dieser ein; aber es ist bereits zu spät: Antigone und Haimon begehen nacheinander Suizid. Antigone war in einem unterirdischen Verlies eingesperrt und entging dem Hungertod durch Selbstmord. Als Haimon davon hört, will auch er nicht mehr leben.
[SW: Alte Schulbücher | Antike Literatur | Griechische Literatur im Original | B.G. Teubner]
Urban, Cerstin: Sophokles 'Antigone' Kommentare, Diskussionsaspekte und Anregungen für produktionsorientiertes Lesen in der Sekundarstufe II - Blickpunkt, Text im Unterricht, BEYER, ISBN: 3888055148
INHALT Vorbemerkung Einleitung 1. Sophokles 1.1 Datenübersicht 1.2 Leben und Werk - Blickpunkte Aufgabenblock 1 Literaturblock 1 2. Zur Tragödie Antigone 2.1 Entstehung - Zeit und Geschichte 2.2 Handlungsabriss 2.3 Die Charaktere 2.4 Struktur, Stil und Sprache Aufgabenblock 2 Literaturblock 2 3. Rezeption in der Neuzeit Aufgabenblock 3 Literaturblock 3 4. Staat und Religion zur Zeit des Sophokles Aufgabenblock 4 Literaturblock 4 5. Verschiedene Fassungen des Antigone-Stoffes 5.1 Antigone von Jean Anouilh 5.2 Antigone-Modell von Bertolt Brecht Aufgabenblock 5 Literaturblock 5 6. Die antike Tragödie Aufgabenblock 6 Literaturblock 6 7. Die Tragödie im Unterricht Aufgabenblock 7 8. Ergänzende Literatur Einleitung Das Drama Antigone von Sophokles wird traditionell erst in der Oberstufe gelesen. Die vielschichtige Lektüre eignet sich neben der Bearbeitung im Deutschunterricht auch für den Geschichts- oder Philosophieunterricht und natürlich für den altsprachlichen Griechischunterricht. In diesem Heft dient die deutsche Ausgabe der Antigone zur Grundlage der Überlegungen. Die Aufgaben und Anregungen nehmen das Drama als Folie für literarische, moralische und historische Reflexionen, die durch produktionsorientierte, kreative Aspekte erweitert werden. Zu jedem Aufgabenblock gibt es einen Literaturblock, welcher die Bearbeitung der Aufgaben erleichtern soll. Die angegebene Literatur stellt dabei allerdings lediglich eine Auswahl dar. Neben Einblicken in die Wirkungs- und Entstehungsgeschichte der Antigone von Sophokles werden auch andere Fassungen des Antigone-Stoffes vorgestellt, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Fassungen von Bertolt Brecht und Jean Anouilh gerichtet wird, welche heute bereits häufiger als Unterrichtsgegenstand des Deutschunterrichts dienen als die Fassung von Sophokles.
NEUBUCH! 2000. 45 S. 16,5 cm; Blickpunkt, Text im Unterricht Bd.514
[SW: Sophokles; Unterrichtsmaterialien, Antigone (Sophokles)]
Türkan Soman-Celik: Die ethischen Werte in Sophokles', Bertolt Brechts und Kemal Demirels Antigone, ISBN: 9,78394E+12
Türkan Soman-Celik. Die ethischen Werte in Sophokles', Bertolt Brechts und Kemal Demirels Antigone. Avalon. Berlin 2009. 193 S. Farbig illustrierter Original-Karton mit Deckeltitel. Ausgeschiedenes Fachbibliotheksexemplar. Von sehr guter Erhaltung! Ungelesen! Zugl.: Berlin, Freie Univ., Diss., 2009. Inhaltsverzeichnis EINLEITUNG 7 I. Die Gattung der antiken Tragödie 17 1.1. Das griechische Weltbild und der Mythos 17 1.2. Die Entstehung der Tragödie aus dem Dionysoskult 19 1.2.1. Analyse des Begriffs .Tragödie' 19 1.2.2. Die ,Tragödienentstehungshypothese' des Aristoteles 20 1.2.3. Dionysos 22 1.2.4. Die Stilelemente der Tragödie 28 1.3. Die Tragödie aus dem kultischen Spiel zur Literatur 31 1.4. Die Wirkung der Tragödie 33 1.5. Die drei großen Tragödiendichter der antiken griechischen Zeit: Aischylos, Sophokles und Euripides 38 1.5.1. Aischylos 39 1.5.2. Sophokles 40 1.5.3. Euripides 43 1.5.4. Chronologie der Aufführungen (Übersichtstabelle) 48 1.6. Zusammenfassende Betrachtungen 52 II. Die Antigone des Sophokles 55 11.1. Der inhaltliche Aufbau des Dramas 55 11.2. Eingehendere Betrachtungen zur Handlungsweise der Antigone 56 H.3. Handlungsstruktur 74 11.4. Die Schematisierung der dramatischen Handlung in Antigone 77 11.5. Charaktere 79 11.6. Die Auseinandersetzung zwischen Antigone und Kreon 82 11.7. Zur Rolle des Chors 86 11.8. Zusammenfassende Betrachtungen 90 III. Die Antigone von Bertolt Brecht 94 III.1. Die Entstehung und der Text von Brechts Antigone 94 III.2. Hinweise zu Hölderlin 96 111.3. Aktuelle Bezüge 99 111.4. Der inhaltliche Aufbau des Dramas 104 111.5. Zur Thematik von Brechts Antigone 105 111.6. Vergleichende Analyse 112 III.6.1. Die äußerlichen Veränderungen der Handlung bei Brecht 112 6.2. Die inhaltlichen Veränderungen der Handlung und die Veränderungen der Charaktere bei Brecht 112 111.7. Vergleich zwischen Sophokles und Brecht 119 111.7.1. Die Auseinandersetzung zwischen Antigone und Kreon 119 111.7.2. Zur Rolle des Chors 126 111.8. Zusammenfassende Betrachtungen 128 IV. Die Antigone von Kemal Demirel im Vergleich zu Sophokles und Brecht 132 Erster Teil: Kemal Demireis Antigone IV. 1. Die Entstehung von Kemal Demireis Antigone 132 IV. 2. Aktuelle Bezüge 133 VI.3. Der inhaltliche Aufbau des Dramas 134 VI.4. Zur Thematik von Demireis Antigone 135 VI.5. Vergleichende Analyse 151 VI.5.1. Die äußerlichen Veränderungen der Handlungen bei Demirel 151 IV.5.2. Die inhaltlichen Veränderungen der Handlung und die Veränderungen der Charaktere bei Demirel 152 IV.5.3 Zur Rolle des Chors 159 Zweiter Teil: Zum Vergleich der drei Texte Demireis Antigone im Vergleich mit der Antigone von Sophokles und von Brecht 161 IV.1. Die Auseinandersetzung zwischen Antigone und Kreon 161 IV.2. Gegenüberstellung der Szenenfolge bei Sophokles, Brecht und Demirel 168 IV.3. Zusammenfassende Betrachtungen 170 V. Schlussbetrachtungen 174 VI. Bibliographie 178 VI. 1. Primärliteratur 178 VI.2. Sekundärliteratur 180 Lebenslauf. 192



