Anselm Feuerbach
Es wurden insgesamt 1471 Einträge zu 'Anselm Feuerbach' gefunden (Stand: 29.05.2012).
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Feuerbach, Anselm Ritter von,
Anselm Ritter von Feuerbach (1775-1833), eminent 19th-c. criminologist. ALS "Dein treuer Vater Feuerbach". Ansbach, 5 Sept. 1824. 8°. 2 ½ pp on double leaf. To his eldest son, the archaeologist Anselm Feuerbach (1798-1851) in Munich, who has passed his exam with flying colors but is without a position. The father promises to support him, for he cannot permit him to accept a position below his rank and has supported him for such a long time that the brief period that lies ahead can make no difference. He reports on conditions at home, praises the housekeeping genius of the "excellent, dear Gretchen", mentions his other son Eduard, sends greetings to the classical scholar Friedrich Thiersch, and inquires after the progress of young Anselm's book "Der vatikanische Apollo", not to be published until 1833. - Occasionally badly legible due to ink offsetting.
Anselm Ritter von Feuerbach (1775-1833), einer der bedeutendsten Kriminalisten des 19. Jh. E. Brief m. U. "Dein treuer Vater Feuerbach", Ansbach, 5. September 1824, 2 ½ Seiten 8°. Doppelblatt. An seinen ältesten Sohn, den Archäologen Anselm Feuerbach (1798-1851) in München, der sein Examen "glänzend" bestanden hat, aber noch ohne Stellung ist. Der Vater sagt ihm finanzielle Hilfe zu, denn "daß Du eine Hofmeisterstelle und zwar zu München, und zwar bei Speier annähmest, kann ich, um der Ehre meines Standes willen, nicht zugeben. Habe ich Dich bisher so lange unterstützt, so will ich es auch noch in der kurzen Zeit, die noch übrig ist. Schreibe mir demnächst genau, wie lange Du noch zu München zu bleiben gedenkst [...]". Berichtet dann über die häuslichen Verhältnisse, erwähnt das "brave treffliche Gretchen" ("ihrem häuslichen Genie, u. alles aufopferndem Fleiße, verdanke ich, Gott lob, die Wiederherstellung meines Hauswesens und meine Rettung vor sonst unvermeidlichem Untergange") und den Sohn Eduard und läßt den Philologen Friedrich Thiersch grüßen. Am Schluß die Frage: "was macht Apollo?" - offenbar eine Anspielung auf Anselms im Entstehen begriffenes Buch "Der vatikanische Apollo", das erst 1833 erschien. - Auf die Rückseite durchschlagende Tinte, daher einzelne Stellen schwer leserlich.
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Sengler, Jakob,
Jakob Sengler (1799-1878), Philosoph. E. Brief m. U., Freiburg, 18. Juni 1853, 2 Seiten 8°. - An eine "verehrte Frau Hofrath & Freundin", d. i. Henriette Feuerbach (1812-1892), mit dem Ersuchen um eine Mitteilung darüber, "wie es Ihnen mit den lieben Ihrigen geht. So möchte ich besonders wissen, was Ihre Gesundheit macht, ob Sie etwas zur Stärkung derselben unternehmen, was mir sehr nothwendig scheint. Dann wie es Ihnen mit Ihrem Geschichtswerk geht; und wie es außer diesem geistigen Kinde den zwei leiblichen geht; ob das Waldvögelein recht viel in Nähe & Ferne herumfliegt, & nicht vielleicht auch sich einmal in unsere Berge & Wälder verirrt [...] Mit dem Apollo [d. i. ihres Gatten Joseph Anselm von Feuerbachs erstmals 1833 erschienene Studie "Vatikanischer Apollo"] beschäftige ich mich mit großem Genusse sowohl was die Form, als den Inhalt betrifft [...]". Sengler war seit 1830 Redakteur der neu gegründeten "Kirchenzeitung für das katholische Deutschland" und wurde im Jahr darauf Professor für Theologie in Marburg, 1842 in Freiburg und "las dort über alle Zweige der Philosophie mit Einschluß der einschlagenden ästhetischen und litterargeschichtlichen Fächer" (ADB XXXIV, 32). - Henriette Feuerbach, Gattin und später Witwe des Philologen und Archäologen Joseph Anselm von Feuerbach, besorgte sich neben ihrem eigenen Werk um das ihres Stiefsohnes, des Malers Anselm Feuerbach.
Jakob Sengler (1799-1878), Philosoph. E. Brief m. U., Freiburg, 18. Juni 1853, 2 Seiten 8°. - An eine "verehrte Frau Hofrath & Freundin", d. i. Henriette Feuerbach (1812-1892), mit dem Ersuchen um eine Mitteilung darüber, "wie es Ihnen mit den lieben Ihrigen geht. So möchte ich besonders wissen, was Ihre Gesundheit macht, ob Sie etwas zur Stärkung derselben unternehmen, was mir sehr nothwendig scheint. Dann wie es Ihnen mit Ihrem Geschichtswerk geht; und wie es außer diesem geistigen Kinde den zwei leiblichen geht; ob das Waldvögelein recht viel in Nähe & Ferne herumfliegt, & nicht vielleicht auch sich einmal in unsere Berge & Wälder verirrt [...] Mit dem Apollo [d. i. ihres Gatten Joseph Anselm von Feuerbachs erstmals 1833 erschienene Studie "Vatikanischer Apollo"] beschäftige ich mich mit großem Genusse sowohl was die Form, als den Inhalt betrifft [...]". Sengler war seit 1830 Redakteur der neu gegründeten "Kirchenzeitung für das katholische Deutschland" und wurde im Jahr darauf Professor für Theologie in Marburg, 1842 in Freiburg und "las dort über alle Zweige der Philosophie mit Einschluß der einschlagenden ästhetischen und litterargeschichtlichen Fächer" (ADB XXXIV, 32). - Henriette Feuerbach, Gattin und später Witwe des Philologen und Archäologen Joseph Anselm von Feuerbach, besorgte sich neben ihrem eigenen Werk um das ihres Stiefsohnes, des Malers Anselm Feuerbach.
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Hettner, Hermann,
Hermann Hettner (1821-1882), Literatur- und Kunsthistoriker. E. Brief m. U., Jena, 23. Januar 1855, 3½ Seiten 8°. Doppelblatt. - An Henriette Feuerbach (1812-1892) nach seinem Umzug nach Jena: "Ich segle jetzt wieder mit vollen Segeln in die Welt hinein; die kleinen, engherzigen, kunstlosen Universitätsstädte liegen weit hinter mir in grau verschwindendem Nebelland, und der Abschied von ihnen ist bei mir nur jubelndes Frohlocken; nicht einmal Wehmuth, geschweige denn Trauer. Wohl hätte ich unserem lieben seligen Freunde [d. i. Henriettes Gatte, der 1851 verstorbene Philologe und Archäologe Joseph Anselm von Feuerbach] eine ähnliche Stellung gewünscht [...] Feuerbachs Werke wirken still fort in allen empfänglichen Herzen, so wenig auch das jetzige Mythologisi[e]ren alle ächte [!] Kunstbetrachtung begünstigt [...] Ueber Anselms gute Entwicklung habe ich mich herzlich gefreut. Glück u[n]d Heil ihm, denn er wird und muß sich Bahn brechen. Wird er das neue Bild nicht in große Ausstellungen schicken? Für Dresden biete ich gern meine Vermittlung dar, besonders da ich in diesem Jahr auch noch das Sekretariat an der Akademie der bildenden Künste bekomme [...] Aber Sie, meine verehrteste Frau, verdienen eigentlich einiges Schelten. Warum denn immer Schaffen und Schaffen, auf Kosten der Ruhe u[n]d Gesundheit? Ich bitte, schonen Sie sich; diese kleine Rast kommt Ihnen tausendmal wieder zu gute. Uebrigens bin ich thöricht genug Ihnen trotz dieser Mahnung gern zu gestehen, daß mich Ihr Plan, eine wahrhafte Kindergeschichte zu schreiben, mit Begeisterung erfüllt. Ein Buch dieser Art fehlt uns; und Sie, nur Sie können es machen [...]". Hettner hatte soeben (1855) eine Professur für Kunst- und Literaturgeschichte in Jena angetreten; zudem wurde er Leiter der Antikensammlungen und des Museums für Gipsabgüsse in Dresden. - Henriette Feuerbach, Gattin und später Witwe des Philologen und Archäologen Joseph Anselm von Feuerbach, besorgte sich neben ihrem eigenen Werk um das ihres Stiefsohnes, des Malers Anselm Feuerbach.
Hermann Hettner (1821-1882), Literatur- und Kunsthistoriker. E. Brief m. U., Jena, 23. Januar 1855, 3½ Seiten 8°. Doppelblatt. - An Henriette Feuerbach (1812-1892) nach seinem Umzug nach Jena: "Ich segle jetzt wieder mit vollen Segeln in die Welt hinein; die kleinen, engherzigen, kunstlosen Universitätsstädte liegen weit hinter mir in grau verschwindendem Nebelland, und der Abschied von ihnen ist bei mir nur jubelndes Frohlocken; nicht einmal Wehmuth, geschweige denn Trauer. Wohl hätte ich unserem lieben seligen Freunde [d. i. Henriettes Gatte, der 1851 verstorbene Philologe und Archäologe Joseph Anselm von Feuerbach] eine ähnliche Stellung gewünscht [...] Feuerbachs Werke wirken still fort in allen empfänglichen Herzen, so wenig auch das jetzige Mythologisi[e]ren alle ächte [!] Kunstbetrachtung begünstigt [...] Ueber Anselms gute Entwicklung habe ich mich herzlich gefreut. Glück u[n]d Heil ihm, denn er wird und muß sich Bahn brechen. Wird er das neue Bild nicht in große Ausstellungen schicken? Für Dresden biete ich gern meine Vermittlung dar, besonders da ich in diesem Jahr auch noch das Sekretariat an der Akademie der bildenden Künste bekomme [...] Aber Sie, meine verehrteste Frau, verdienen eigentlich einiges Schelten. Warum denn immer Schaffen und Schaffen, auf Kosten der Ruhe u[n]d Gesundheit? Ich bitte, schonen Sie sich; diese kleine Rast kommt Ihnen tausendmal wieder zu gute. Uebrigens bin ich thöricht genug Ihnen trotz dieser Mahnung gern zu gestehen, daß mich Ihr Plan, eine wahrhafte Kindergeschichte zu schreiben, mit Begeisterung erfüllt. Ein Buch dieser Art fehlt uns; und Sie, nur Sie können es machen [...]". Hettner hatte soeben (1855) eine Professur für Kunst- und Literaturgeschichte in Jena angetreten; zudem wurde er Leiter der Antikensammlungen und des Museums für Gipsabgüsse in Dresden. - Henriette Feuerbach, Gattin und später Witwe des Philologen und Archäologen Joseph Anselm von Feuerbach, besorgte sich neben ihrem eigenen Werk um das ihres Stiefsohnes, des Malers Anselm Feuerbach.
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Feuerbach, Anselm: Ein Feuerbach-Brevier, Meyer und Jessen ~1910
A.d. Inhalt: Henriette Feuerbach - Beim Tode von Anselm Feuerbachs Vater. Zwei Briefe - Anselm Feuerbach - Anselm Feuerbachs Briefe an seine Mutter - Aus den Briefen - Erinnerungen an Henriette Feuerbach - Anselm Feuerbachs Vermächtnis
109 Seiten 13 x 19 cm Paperback Befriedigender Zustand OBr., Einband leicht gebräunt, l. verknickt u. mit l. Randläsuren, Seiten l. gebräunt u. vereinzelt l. fleckig, ansonsten gute Erhaltung. Text in altdeutscher Frakturschrift. ISBN: o.A.
[SW: Deutsche Kunstgeschichte, Biographie, Autobiographie, Selbstzeugnisse, Briefe, Kunst, Malerei, Kulturgeschichte, Geistesgeschichte, Deutschland]



