Alle Jahre Wieder
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Clemens, Franz Jakob: De scholasticorum sententia philosophiam esse theologiae ancillam. Commentatio, qua ad audiendam orationem publicam pro munere professorisphilosophiae ordinarii in academia regia monasteriensi rite adeundo die II. augusti anni MDCCCLVI hora XI. a se habendam ea qua par est observantia invitat Franciscus Iacobus Clemens philosophiae doctor. Münster, Aschendorff, 1856.
Broschur etwas fleckig, berieben und angeschmutzt, hinten eselsohrig und mit Einriss. Innen teilweise etwas fleckig. Beiliegend als Einzelblatt mittig gefaltet ein Einladungsaushang für den Vortrag, dieser an den überstehenden Stellen stärker angeschmutzt, knitterig und mit Einrissen. Seinerzeit vielbeachtete Habilitationschrift. Clemens: Fr. Jakob C. wurde geboren am 4. October 1815 zu Coblenz, 24. Februar 1862. Er stammte aus einer angesehenen Kaufmannsfamilie. Indem er seine erste Bildung im Kreise seiner Heimath empfing, genoß er das Glück, in echt katholischer Atmosphäre heran zu wachsen. Damals war die Familie Diez ein Sammelpunkt katholischen Lebens in der Rheinprovinz; alles, was katholisch war, fand sich hier zusammen, die beiden Brentano, Görres, Klee, Windischmann gehörten zu den innigsten Freunden des edlen Diez, und viele Ereignisse, welche jetzt der Geschichte der Kirche angehören, keimten in seinem Hause. Auch C. stand von Jugend auf diesem Hause nahe, aus dem er später auch seine Frau erhielt. Gewiß dürfen wir diese lebendigen Eindrücke seiner Jugend als die bedeutungsvollsten Grundlagen der treu katholischen Richtung seines späteren öffentlichen Lebens betrachten. Von nicht geringerer Bedeutung aber für seine geistige Entwicklung ist noch dieses, daß er als sechzehnjähriger Jüngling, nachdem er einige Zeit in einem Pensionate in Metz verweilt hatte, in das Jesuiten-Collegium zu Freiburg kam. Der etwas unbändige, alle Extravaganzen, aber auch alle Liebenswürdigkeiten eines rheinischen Charakters in sich tragende Geist des jungen Mannes fand hier ebensowol eine sichere Leitung, als eine gesunde Nahrung. C. war deshalb auch später immer mit dankbarster Liebe dem Orden der Jesuiten zugethan, dem er den wichtigsten Theil seiner Jugendbildung verdankte. Die Historisch-politischen Blätter enthalten i. J. 1840 einen trefflichen Aufsatz von C. "Ueber Jesuitenschulen und namentlich die zu Freiburg in der Schweiz", worin er mit großer Wärme die Erziehungs- und Unterrichtsweise der Jesuiten vertheidigte. 1834 machte C., nachdem er noch einige Zeit das Gymnasium zu Coblenz besucht, das Maturitätsexamen und bezog für ein Jahr die Universität Bonn, ohne über die Wahl seines Berufes noch ganz entschieden zu sein. Seine Studien daselbst waren daher allgemeiner und sehr mannigfaltiger Natur. Er hörte Philosophie bei Windischmann, Rechtsphilosophie bei Pugge, Kirchenrecht bei Walter, Sprachkunde bei August v. Schlegel, Dogmatik und Dogmengeschichte bei Klee etc. Er stand zu Bonn in herzlichem Verkehr mit gleichgesinnten Freunden, war in die besten Häuser aufgenommen und fand hier zugleich die Anregung eines geistigen Kampfes, der seinen Studien wie seinen Gesinnungen gleichmäßig nahe lag. Im Herbst 1835 bezog C. die Universität Berlin, um in sieben Semestern seine weiteren akademischen Studien zu machen. Namentlich war es die Philosophie[WS 1], auf welche er mit regem Eifer sich warf; er hörte aber auch Vorlesungen über römischez Recht bei Savigny, Physiologie bei Müller, Philologie bei Böckh, Geschichte bei Ranke, Geographie bei Ritter, Naturwissenschaft bei Magnus und Mitscherlich etc. Berlin war damals die Metropole der deutschen Philosophie. Zwar lebte Hegel nicht mehr, als C. dahin kam, und Schelling erschien erst 1841 daselbst; aber die Katheder troffen noch von dem Geiste der absoluten Philosophie; Gabler, Gans, Michelet und Andere wirkten mit vollem Eifer in der genannten Richtung. Dennoch aber verfing sich C. nicht in dem Zauberkreise dieser absoluten Philosophie. Alles was er schrieb und lehrte, beurkundet uns, daß er niemals ein Anhänger derselben war, vielmehr mit seltener Schärfe, als er zu den Füßen ihrer besten Meister saß, über sie hinwegschaute. Nachdem C. am 19. August 1839 mit einer Dissertation "De philosophia Anaxagorae Clazomenii" das Doctorat der Philosophie sich erworben hatte, verließ er Berlin und begab sich nach München. Hier hielt er sich längere Zeit auf und genoß den Umgang der Männer, welche die damalige Blüthe der Münchener Universität bezeichnen, eines Görres, Philipps, Lasaulx etc. Dann reiste [316] er nach Italien und hielt sich namentlich in Rom längere Zeit auf, bestens empfohlen und sich selbst empfehlend. Unter Anderen wurde er auch mit Galuppi in Neapel und mit Gioberti bekannt. Der wissenschaftliche Gewinn, den er hieraus zog, war groß; der Hauptgewinn aber, den er aus Rom mitbrachte, war die Befestigung der vollen Hingabe an die Autorität der Kirche. Im Jahre 1843 habilitirte sich C. als Privatdocent der Philosophie in Bonn. Von nun an beginnt seine großartige akademische Lehrthätigkeit. Seine akademischen Vorlesungen erstreckten sich fast über alle Disciplinen der Philosophie; mit besonderer Sorgfalt aber behandelte er Metaphysik und Geschichte der Philosophie. Eine zahlreiche Hörerschaft sammelte sich um seinen Lehrstuhl; sein lebendiger feuriger Vortrag riß Alle hin und der katholische Geist, welcher seine Philosophie durchwehte, machte ihn zum Lieblingslehrer der jungen katholischen Rheinländer. Seine Tendenz ging überall dahin, in der Philosophie wieder an die Principien der alten katholischen Philosophie anzuknüpfen und so den Faden der organischen Entwicklung der christlichen Speculation, welchen man seit der Reformation hatte fallen lassen, wieder aufzunehmen. So suchte er die Philosophie auf der Grundlage der bewährten Principien der alten christlichen Schulen wieder neu zu begründen, bereichert mit den sicheren Resultaten der neueren Forschungen auf den verschiedenen Gebieten menschlicher Wissenschaft. Nicht blos auf dem Lehrstuhl aber, sondern auch auf litterarischem Gebiete war C. thätig. Jm Jahre 1847 erschien seine erste größere Schrift: "Giordano Bruno und Nikolaus von Cusa", worin er seinen soeben bezeichneten philosophischen Standpunkt bereits klar darlegte. Im Jahre 1848 ward seine wissenschaftliche Thätigkeit einige Zeit unterbrochen, indem er als Abgeordneter in das Frankfurter Parlament gewählt wurde. In dieser Zeit wohnte er auch der ersten katholischen Generalversammlung in Mainz bei, wo er durch eine begeisternde Rede die Gründung von Vincentius-Vereinen anregte. Bald aber suchte er seine akademische Wirksamkeit wieder auf, und nun begann für ihn eine Periode unruhigen Kampfes. Er trat als Gegner der Günther'schen Philosophie auf. Im Jahre 1853 erschien seine Schrift: "Die speculative Theologie A. Günther's und die katholische Kirchenlehre", worin er die Resultate der Günther'schen Speculation mit den Definitionen der Kirche zusammenstellte, und den Widerspruch derselben mit den letzteren aufwies. Diese Art der Widerlegung und überhaupt der Befehdung eines damals in großem Ansehen stehenden Systems zog ihm viele Gegner zu, die mit heftiger und mitunter leidenschaftlich erregter Polemik gegen ihn auftraten. So Baltzer, Knoodt, Hornek etc. C. vertheidigte sich gegen diese Angriffe; es erschienen aus seiner Feder zwei neue Schriften: "Die Abweichung der "Günther'schen Speculation von der Kirchenlehre", 1853 gegen Baltzer, und: "Offene Darlegung des Widerspruches der Günther'schen Speculation mit der katholischen Kirchenlehre", 1853 gegen Knoodt. Er verwahrte sich in diesen Schriften gegen die Verdächtigungen, denen er ausgesetzt geworden, und obgleich es ihm hier nicht ganz gelang, den Ton der Heftigkeit, der nun einmal angeschlagen war, zu vermeiden, so muß man ihm doch das Zeugniß geben, daß seine Erörterungen sich von persönlichen Verdächtigungen seiner Gegner frei erhielten. Nachdem C. volle 13 Jahre als Privatdocent in Bonn gewirkt hatte, wurde er endlich im Jahre 1856 als Professor der Philosophie an die Akademie Münster berufen. Er habilitirte sich zu dieser Professur am 2. August jenes Jahres mit der vielbesprochenen Schrift: "De scholasticorum sententia, philosophiam esse theologiae ancillam commentatio." Die Berufung des C. nach Münster wurde in allen katholischen Kreisen aufs freudigs...
84 S. 26 x 20 cm, Broschur
Forsyth, Frederick: Der Schakal. "The Day of the Jackal". Roman. Übersetzung aus dem Englischen von Tom Knoth. Droemer Knaur 3.Aufl., 91.-120.Tausend 1975 München ISBN: 3426003775
383S. 8°
Taschenbuch Einband und Papier allg. nachgedunkelt, ansonsten noch guter Taschenbuchzustand. Der Schakal ist ein Roman von Frederick Forsyth, der erstmals 1971 veröffentlicht wurde. Die Geschichte um den Attentäter auf Charles de Gaulle basiert auf einem tatsächlichen Attentat im Jahre 1962, das von dem Franzosen Jean Bastien-Thiry organisiert worden war. Die bislang (2006) einzige deutsche Übersetzung des Bestsellers stammt von Tom Knoth und erschien erstmals 1972 im Piper-Verlag, München. Allein die seither in diesem Verlag bis 1994 herausgebrachten 20 Auflagen summierten sich auf 315.000 Exemplare. Nach mehreren gescheiterten Anschlägen auf den französischen Präsidenten Charles de Gaulle beschließt die französische Terrororganisation OAS, 1963 einen britischen Auftragsmörder zu engagieren, um de Gaulle zu töten. Dies wird notwendig, da die eigene Organisation von Spitzeln unterwandert ist und jede bedeutende Aktion schon im voraus verraten wird. Als nun ein Kandidat gefunden ist, der noch nie in Frankreich aktiv war, aber ein absoluter Profi ist, beginnen die Terroristen, das Honorar von 500.000 Dollar durch Banküberfälle zu besorgen. Die sich häufenden Überfälle werden von der Polizei bemerkt und sie beginnt mit ihren Ermittlungen. Während der Killer mit seiner peniblen Vorbereitung beschäftigt ist, entdeckt die Polizei, dass es sich bei der geplanten Aktion um einen Anschlag auf den Präsidenten handelt. Ein Wettlauf zwischen dem Mörder, der sich den Decknamen Schakal zulegt, und dem mit der Lösung des Falls betrauten Kommissar Lebel beginnt. Am Feiertag zur Befreiung von Paris soll der Anschlag erfolgen, da der Präsident sich an diesem Tag öffentlich zeigen wird. Der Schakal will de Gaulle von einer Mansarde aus mit einem gezielten Schuss töten. Lebel ist sich dieses Risikos bewusst und maximiert die Sicherheitsvorkehrungen. Doch ist er regelmäßig mit den Hemmnissen der Bürokratie konfrontiert, verschiedene hochrangige Beamte versuchen immer wieder, die Leitung der Ermittlungen zu beeinflussen und den Polizisten auszubooten. Immer wieder wird Lebel, sobald der Weg des Mörders und seine Pläne sichtbar zu sein scheinen, mit Dank bedacht und verabschiedet, um dann bei neuerlichen Problemen wieder zurückgeholt zu werden. Lebel erkennt, dass der Mörder über Informationen aus dem innersten Zirkel der Macht verfügen muss. Schließlich wird ein hoher Beamter enttarnt, dessen junge Geliebte sensible Informationen an die OAS weitergeleitet hat. Ein abgehörtes Telefonat überführt den Beamten und provoziert die Frage anderer Beamter, wie Lebel gewusst habe, welches Telefon abzuhören sei. Lebel antwortet, er habe einfach alle Telefone der involvierten Beamten abhören lassen. Der Schakal gelangt nach Paris, wobei er mehrmals mögliche Zeugen, die ihn verraten könnten, tötet. Getarnt als Kriegsveteran gelingt ihm der Zugang zur polizeilichen Sperrzone rund um den Platz, an dem de Gaulle auftreten soll. Lebel inspiziert die Umgebung, ihm ist bewusst, dass der Killer noch immer nicht gefunden worden ist. Durch Zufall erfährt er durch einen jungen wachhabenden Polizisten von der Existenz des ominösen Veterans. Gemeinsam stürmen sie in das Dachgeschoss, wo der Schakal bereits kurz vor der Ausführung des Attentats steht. Der Mörder erschießt den Polizisten. Allerdings gelingt es Lebel in letzter Sekunde, mit der Maschinenpistole seines Kollegen den Gesuchten unschädlich zu machen. Am Schluss des Romans wird der Leichnam des Schakals, dessen Identität nicht ermittelt werden kann, in einem unbezeichneten Grab beerdigt. Forsyths Roman wurde zwei Mal für den Film adaptiert. Allerdings hält sich nur die Version von Fred Zinnemann an die literarische Vorlage. Die zweite Version wurde in das Produktionsjahr des Films (1997) und von Frankreich in die USA verlegt. Der Schakal (1973) Die erste Verfilmung unter der Regie von Fred Zinnemann stammt aus dem Jahr 1973. In den Hauptrollen spielen Edward Fox als Schakal und Michael Lonsdale als Inspektor Lebel. In weiteren Rollen: Delphine Seyrig, Michel Auclair, Olga Georges-Picot und Jean Sorel (als Bastien-Thiry). Der Schakal (1997) [ Das amerikanische Remake entstand 1997 unter der Regie von Michael Caton-Jones. Die Hauptrollen werden von Bruce Willis (als Schakal), Sidney Poitier (als FBI-Vizedirektor Carter Preston, der Entsprechung zu Kommissar Lebel) und Richard Gere (als ehemaliger IRA-Terrorist Declan Mulqueen, der das FBI bei der Jagd nach dem Schakal unterstützt) gespielt. Fred Zinnemann, der zu diesem Zeitpunkt bereits 89 Jahre alt war, wehrte sich vehement gegen die Verwendung des Originaltitels The Day of the Jackal für die neue Verfilmung. Schließlich erschien der Film mit einem leicht abgewandelten Titel (The Jackal), in Deutschland hingegen waren sie identisch. Diese Verfilmung basiert nur recht lose auf der Original-Romanvorlage, und der Handlungsort wurde vom Frankreich der frühen 1960er ins Amerika der 1990er Jahre verlagert. Frederick Forsyth CBE (* 25. August 1938 in Ashford, Kent, England) ist ein britischer Schriftsteller. Forsyth war von 1956 bis 1958 (und mit 19 Jahren der jüngste) Pilot bei der britischen Luftwaffe (Royal Air Force). Danach arbeitete er als Reporter für die Nachrichtenagentur Reuters, sowohl in England als auch Frankreich, Spanien, Belgien, der DDR, der BRD und der Tschechoslowakei; eine Arbeit, die ihn mit der Welt der internationalen Politik in Berührung brachte. Berichterstattungen aus Kriegsgebieten Afrikas als Fernsehreporter für die BBC (Biafra-Krieg) weckten sein Interesse an geschichtlichen und politischen Hintergründen und motivierten The Biafra Story. Aus der journalistischen Erfahrung heraus begann er dann um 1970 seine literarische Laufbahn. Aufgrund seiner Reisen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, sowie seiner Sprachkenntnisse (Französisch, Deutsch, Spanisch) gelingt Frederick Forsyth eine lebendige und wirklichkeitsnahe Darstellung. Frederick Forsyths Romane sind hauptsächlich politische Thriller. Die beiden ersten Bücher (Der Schakal, Die Akte Odessa) waren gleich große Erfolge. Der Autor verbindet in seinen Werken immer wieder tatsächliche mit fiktiven Ereignissen. Beim Schakal mit den Aktionen der OAS in ihrem Kampf gegen die Unabhängigkeit von Algerien, bei der Akte Odessa werden Netzwerke von untergetauchten Nationalsozialisten und deren Verbindungen zu den arabischen Staaten im Vorfeld des Sechstagekrieges mit Israel thematisiert. Das Buch Der Rächer knüpft an die kriegerischen Auseinandersetzungen im früheren Jugoslawien Anfang der neunziger Jahre an. In der Novelle "Der Lotse" bringt Frederick Forsyth seine Erfahrungen als Pilot in der britischen Luftwaffe ein. Die Geschichte handelt von einem Piloten, der sich am Heiligabend 1957, 12 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem Heimflug von Deutschland nach England, wegen eines technischen Defekts, im Nebel verirrt und von einem geheimnisvollen Piloten in einem veralteten Kampfflugzeug sicher zu einer stillgelegten RAF-Basis geleitet wird. "Der Lotse" hat sich in Kanada zu einer traditionell am Heiligen Abend im Radio vorgelesenen Geschichte entwickelt. In einem offenen Brief an Ministerpräsident Erwin Teufel schreibt Forsyth, als Konservativer schmähe und verachte er die drei politischen Extreme, die er in seinem Leben kennengelernt habe: Nazismus, Faschismus und Kommunismus: "Alle drei sind pervertierte Abkömmlinge des Sozialismus. Alle drei sind brutale und grausame Glaubensbekenntnisse. Auch sonst haben sie viel gemeinsam; sie sind einer Political Correctness verpflichtet und der Bestrafung eines jeden, der von der vorgeschriebenen Lehre abweicht. So funktioniert auch die Political Correctness von heute. Somit sind alle diese vier politischen Orthodoxien dem Konservatismus diametral entgegengesetzt." Als Autor der "Jungen Freiheit" schreibt Forsyth in einem Grußwort, der Vergleich sei keineswegs abwegig: "Denn damit sie gedeihen können, muß allen dreien eine rigide, doktrinäre Orthodoxie vorausgehen, von der keiner abzuweichen wagt, aus Angst vor den Konsequenzen. Politischer Despotismus beginnt damit, Kritik - schließlich auch nur Widerspruch - unter Sanktion zu stellen." Er befürchte, dass die Political Correctness das Denken der Mehrheit in Deutschland eingenommen habe.
[SW: Amerikanische Literatur | Thriller]
Tharlet, Eve: Alle Jahre wieder ... Salzburg, München: Bilderbuchstudio, Verlag Neugebauer Press, 1991. ISBN: 3851952537
neuwertiger Zustand, Alle Jahre wieder ... kommt der Weihnachtsmann zu Arthur und holt sich die Geschenke ab. jawohl! Er holt sich die Geschenke ab! Denn, was die meisten unter uns nicht wissen können, Arthur ist der Gehilfe vom Weihnachtsmann. Das ganze Jahr über werkt und bastelt er an wunderschönem Spielzeug. spätestens am ersten Dezembertag ist er damit fertig und wartet auf den Weihnachtsmann, der die Sachen abholen kommt. Doch dieses Jahr - oh weh...! der Weihnachtsmann steht vor der Tür, aber Arthur ist immer noch nicht mit seiner Arbeit fertig ... Eve Tharlei zeigt mit ihren rührigen und eindrucksvollen Illustrationen, in welch verhängnisvolle Situation unser Freund Arthur geraten kann. Ihre für sie so typische Vorliebe zum Detail lassen die Bilder lebendig und fröhlich wirken. Sie fängt die stimmungsvolle Vorweihnachtszeit ein, die uns alle Jahre wieder umfängt. Fröhliche Weihnachten! (vom Buchrücken) Bei einem eingefügten Bild handelt es sich um das Originalbuch. Bei Bestellungen Werktags bis 12,00 Uhr erfolgt der Versand in der Regel noch am selben Tag, ansonsten am folgenden Werktag.
2. Auflage [22] S. Seiten, 22 cm Pappeinband
[SW: Alle Jahre wieder ...; Eve Tharlet; Weihnachtsmann; Gehilfe; Spielzeug basteln;]
Moravia, Alberto: Der Ungehorsam, Rowohlt Taschenbuch Verlag 1969
123 Seiten Seiten, Rowohlt rororo Taschenbuch 1238 1. Auflage ( Dezember 1969) dieser Ausgabe. Aus dem Italienischen ("La disubbidienza") von Lida Winiewicz. "Die Geschichte eines Jungen, der seine Eltern, die Schule, seine Freunde und die ganze Welt unerträglich findet. Er beschließt, in den Tod zu fliehen und landet mitten im Leben : Luca, 15 Jahre alt, fährt mit den Eltern nach den Sommerferien am Meer zurück nach Rom, die Schule beginnt, aber seine Welt ist alles andere als in Ordnung: Ein seltsamer Widerwille gegen alle Dinge beschleicht ihn, und er begibt sich in eine innerliche Opposition zu allem, was ihn umgibt: die wohlhabenden Eltern, deren Fürsorge er fortan zurückweist, der Unterricht, die Freunde alles wird ihm langweilig, alle Bindungen sind ihm lästig und zuwider. Seinen Besitz verschenkt er an ihm vollkommen gleichgültige Personen, was ihn mit finsterer Freude erfüllt. Zwei Frauen befreien Luca aus seiner Todessehnsucht: Die eine, das Kindermädchen seiner Cousinen, sorgt für sein erotisches Erwachen, die andere, eine Krankenschwester, die ihn nach langem Fieber gesundpflegt, wird seine erste leidenschaftliche Liebe. Der Ungehorsam ist einer der schönsten Romane Alberto Moravias. Meisterhaft beschreibt er in wenigen Sätzen das gutsituierte römische Milieu und die aufgewühlte innere Welt des jungen Luca. Messerscharf beobachtet und mit untergründigem Witz erzählt - ein Buch zum Wiederlesen!"(Verlagstext der späteren Wagenbach-Ausgabe). Autorenporträt : Alberto Moravia (geboren am 28. November 1907 in Rom; gestorben am 26. September 1990 ebenda; eigentlich Alberto Pincherle) war ein italienischer Schriftsteller. Alberto Pincherle wurde als zweites von vier Kindern einer jüdisch-katholischen Familie in der via Giovanni Sgambati in Rom geboren. Der jüdische Vater Carlo, ein Architekt und Maler, stammte aus Venedig. Seine katholische Mutter, Teresa Iginia (Gina) De Marsanich, kam aus Ancona. Moravia, das lateinische Wort für Mähren, ist ein Kunstname, den sich der Schriftsteller - in Anlehnung an den Familiennamen der väterlichen Großmutter - später zulegte. Im Alter von neun Jahren erkrankte der kleine Alberto an Knochentuberkulose und verbrachte zwischen 1916 und 1925 seine meiste Zeit in Sanatorien, u.a. zwei Jahre im "Sanatorio Codivilla" in Cortina d'Ampezzo. In dieser Zeit las er viel; die Bücher von Giacomo Leopardi und Carlo Goldoni, J.N. Arthur Rimbaud und Moliere, Giovanni Boccaccio und Alessandro Manzoni, William Shakespeare und Charles Dickens, Nikolai Gogol und besonders Dostojewski wurden zu seinen wichtigsten Begleitern. Nach seiner Entlassung aus dem Sanatorium begann er 1925 mit den Aufzeichnungen seines Debüt-Romans Die Gleichgültigen. Das Buch schildert das ereignisarme Leben der verwitweten Mariagrazia, ihres Liebhabers Leo und ihrer beiden gerade erwachsen gewordenen Kinder. Die beiden großen Themen, die alle nachfolgenden Werke bestimmen - die Macht von Sexus und Geld - sind hier schon angelegt. Die Teilnahmslosigkeit und Lethargie der Hauptpersonen bestimmen den Ton und die Stimmung des Buches. Dieser 1929 publizierte Roman, den Moravia auf eigene Kosten drucken ließ, war einer der ersten existenzialistischen Romane. Schon 1927 hatte Moravia begonnen, seine ersten Erzählungen in der Zeitschrift '900 zu veröffentlichen. In den 1930er Jahren arbeitete er als Auslandskorrespondent für italienische Tageszeitungen. Aufgrund dieser Arbeit bereiste er Polen, die Republik China, Mexiko und die USA. 1936 lernte er die Schriftstellerin Elsa Morante (1912-1985) kennen, die er 1941 heiratete. Seine journalistischen Arbeiten brachten ihn jedoch bereits in den 1930er Jahren in Konflikt mit dem faschistischen Regime unter Benito Mussolini sowie dem Vatikan. Dies führte dazu, dass er Schreibverbot erhielt und seine Arbeit verlor. Er zog sich daraufhin nach Capri zurück, wo er zwischen 1941 und 1943 lebte. Dort begann er seine schriftstellerische Arbeit wieder aufzunehmen und rächte sich an dem Regime mit einer Satire über den Faschismus: La mascherata. Durch die Besetzung Roms durch die Deutschen im Jahr 1943 gerieten viele, darunter auch Moravia, in Lebensgefahr und flüchteten in die Berge der Ciociaria. Versteckt unter einfachen Menschen lebend, schrieb er an seinen nächsten Romanen, bis der Krieg beendet war. Bald nach der Befreiung Italiens durch die Amerikaner erschien mit Agostino Moravias vielleicht schönster Roman. Sprachlich schlicht und einfach, aber mit großer Eindringlichkeit zeichnet er hier das Psychogramm eines dreizehnjährigen Jungen, der mit seiner geliebten Mutter die Ferien am Meer verbringt. Nach dem Krieg nahm er die Arbeit als Journalist wieder auf, war Mitarbeiter des "Corriere della Sera" und schrieb vor allem Filmkritiken. 1947 erschien Die Römerin. Erstmals stand nun das Leben einer einfachen Frau aus der römischen Unterschicht im Mittelpunkt. Adriana wird schon als junges Mädchen von ihrer Mutter als Modell an zweitklassige Maler verkauft. Adriana rebelliert jedoch nicht gegen ihr Schicksal. Die Themen dieses Romans - Sex, Selbstmord, Wertverlust - erregten Anstoß bei der katholischen Kirche. Sie setzte das Werk 1952 wegen Obszönität auf den Index. Noch im selben Jahr hatte Moravia den Premio Strega, einen bedeutenden italienischen Literaturpreis für seine Erzählungen erhalten. 1953 gründete er mit Alberto Carocci die Zeitschrift "Nuovi Argomenti", für die Moravia - zusammen mit seinem Freund Pier Paolo Pasolini - als Redakteur arbeitete. 1954 und 1959 legte Moravia die beiden Bände seiner römischen Erzählungen vor. Darin ist Moravia auf der Höhe seiner Erzählkunst: Pfiffige Gauner und notorische Pechvögel, Taschen- und Tagediebe, Kellner, Taxifahrer, Vorstadtmusiker und Filmstatisten, Hausmädchen, Blumenverkäuferinnen und Gelegenheitsprostituierte berichten von ihren vielfältigen Abenteuern. So ergibt sich ein Mosaik des römischen Lebens, und Moravia führt die niemals schmerzfreie Kunst des Überlebens nicht als Drama, sondern als Komödie vor. Mit Die Langeweile (La noia) gelang Moravia 1960 noch einmal ein Welterfolg. Er variierte darin noch einmal das Thema der Gleichgültigkeit aus seinem ersten Roman. Doch Sexualität gibt es hier nicht mehr als Kommunikation zwischen zwei Menschen, sie wird vielmehr auf eine beziehungslose Triebhaftigkeit reduziert. Nach der Trennung von seiner Frau Elsa 1962 lebte er lange Zeit mit der Schriftstellerin Dacia Maraini (*1936) zusammen. 1986 sorgte seine Heirat mit der um 47 Jahre jüngeren Spanierin Carmen Llera für Aufsehen. Er konnte nun wieder die Welt bereisen, doch sein Wohnsitz und seine stärkste Inspiration wurde Rom. Neben starken Frauenfiguren sollte die italienische Hauptstadt die Atmosphäre seiner Romane prägen. Aber auch im demokratischen Italien eckte Moravia immer wieder an. Vor allem der Vatikan, der seine Bücher auf den Index setzte, lehnte ihn wegen seiner ausführlichen sexuellen Beschreibungen ab. Moravias politisches Interesse, das ihn bis zuletzt begleitete und ihn zu seinen vielen Reisen motivierte, dokumentiert sich auch in seiner Wahl zum Abgeordneten der PCI (Kommunistischen Partei Italiens) im Europaparlament von 1984 bis 1989. Moravia starb am 26. September 1990 in seiner römischen Wohnung am Tiberufer an Herzversagen. Die Romane und Erzählungen von Moravia wurden schon früh von italienischen Regisseuren verfilmt, darunter Luigi Zampa (Die freudlose Straße), Vittorio de Sica (Und dennoch leben sie) und Bernardo Bertolucci (Der große Irrtum). Doris Dörrie kümmerte sich um eine deutsche Neuverfilmung von Ich und er (1987). In Frankreich entstand der zum Klassiker avancierte Spielfilm Die Verachtung mit Michel Piccoli und Brigitte Bardot unter der Regie von Jean-Luc Godard (1963). Einer der Hauptdrehorte dieses Films ist die prominente Villa Malaparte auf Capri, die der italienische Architekt Adalberto Libera für den Schriftsteller Curzio Malaparte 1940 erbaut hatte. Im Gegenzug waren auch Moravias Romane wie der italienische Film der Nachkriegszeit geprägt vom Neorealismus. (aus Wikipedia). Sehr guter Zustand - leichte Gebrauchsspuren - , ISBN-13: 978B0000BSQ33
[SW: Italienische Literatur des 20. Jahrhunderts]



