Alfred Wegener Entstehung
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Abderhalden, Emil (Hrsg.): Fortschritte der naturwissenschaftlichen Forschung. 10 Bände. Berlin, Wien, Urban & Schwarzenberg, 1910-1914.
Einbandkanten etwas bestoßen. Eingebundene Broschuren und Titelblätter mehrmals gestempelt, davon je 1 Bibliotheks-Ausscheidestempel. S. 83-96 von Bd. 5 randbestoßen. Sonst schöne und saubere Exemplare.
Gr.-8°. Bände 1-10. Mit zahlreichen teils fotographischen Textabb. VI, 306 (1); 364; 352; 299; 320; 300 (1); 268; 308; 280; 336 S. Halbleinenbände der Zeit mit goldgepr. Rückentitel u. Sprengschnitt, Originalbroschuren jeweils mit eingebunden (Bd. 10 abweichend in andersfarbigem Halbleinen der Zeit mit aufkaschierter Orig.-Broschur). - Die interdisziplinär angelegte Reihe vereinigte die wichtigsten deutschsprachigen naturwissenschaftlichen Publikationen ihrer Zeit mit dem Ziel, "über die wichtigsten Errungenschaften auf all den mannigfaltigen Forschungsgebieten der Medizin und der Naturwissenschaften [zu] unterrichten und so dem Naturforscher und dem Mediziner Kenntnisse [zu] vermitteln, die ihm sonst nur schwer zugänglich sind" (Vorwort). Es finden sich etwa Aufsätze von Alfred Wegener, Lise Meitner, Otto Hahn, Hans von Euler u. a. - Mit folgenden Beiträge: Farbenphotographie / Schlagwettersichere Sprengstoffe / Die langsame Verbrennung und die Oxydationsfermente / Methoden und neuere Ergebnisse der Schweremessungen / Die Entwicklung der Bildtelegraphie / Über neuere Methoden der Sonnenforschung / Die Eigentümlichkeiten der Fermentarbeit in lebenden und abgetöteten Pflanzen / Entstehung des Erdöls / Der Stand der Frage nach der Vererbung erworbener Eigenschaften / Neue Forschungen über fossile lungenatmende Meeresbewohner / Der gegenwärtige Stand der Vulkanforschung / Ionen und Elektronen / Die Nutzbarmachung des Luftstickstoffs / Die kretinische Degeneration (Kropf, endemischer Kretinismus und Taubstummenheit) in ihrer Beziehung zu anderen Wissensgebieten / Über Muskelatrophien / Alfred Wegener: Neuere Forschungen auf dem Gebiete der atmosphärischen Physik / Erblichkeitsforschung / Der heutige Stand der drahtlosen Telegraphie und Telephonie / Richtlinien der Pflanzengeographie / Die Entstehung und Erwerbung der Menschenmerkmale / Die Entwicklung der operativen Methodik zum Studium von Verdauungs- und Resorptionsprozessen / Experimentelle Aerodynamik / Die tierbiologische Bedeutung der Eiszeit / Der Stand der Aphasiefrage / Die kolloiden Zustandsänderungen der Eiweißkörper / Automatische Telephonie / Ursprung der Geschlechtsunterschiede / Das Telegraphon / Der Nahrungsbedarf des erwachsenen Menschen in dessen Beziehung zu der körperlichen Arbeit / Über Implantation und Transplantation / W. Halbfass: Der gegenwärtige Stand der Seenforschung / Alfred Rühl: Eine neue Methode auf dem Gebiete der Geomorphologie / Oswald Bumke: Zur Frage der funktionellen Psychosen / Dietrich Barfurth: Regeneration und Verwandtes / Walther Hausmann: Über optische Sensibilisatoren im Tier- und Pflanzenreiche / Otto Hahn/Lise Meitner: Grundlagen und Ergebnisse der radioaktiven Forschung / Der gegenwärtige Stand der Seenforschung / Vergleichende Neurologie und Psychologie / Perlen / Gustav Eichhorn: Neuere Fortschritte in der Radiotelegraphie / Die Entstehung und Erwerbung der Menschenmerkmale / Der gegenwärtige Stand der Forschungen auf dem Gebiete der Metallographie / Unser Wissen über die ältesten Tetrapoden / Die wissenschaftliche und ökonomische Bedeutung der Teichwirtschaft / Über die Gallen der Pflanzen / Fortpflanzungsverhältnisse: Paarung und Eiablage der Süßwasserinsekten / Baukunst und Erdbeben / Der gegenwärtige Stand der Seenforschung (III. Die Thermik der Seen.) / Wohnungen und Gehäusebau der Süßwasserinsekten / Die Taucherei / Die Bedeutung der Thymusdrüse für den Organismus / Der Deckenbau der Alpen / Hans v. Euler: Neuere Forschungen über alkoholische Gärung / Der tierische Organismus als Kraftmaschine / Die Kohlebildung als geologisches Problem / Trinkwasserreinigung durch Ozon. / Wirtschaftliche Hochfahrten im Freiballon / Die Verteilung des Planktons in Süßwasserseen.
[SW: Naturiwssenschaft, Forschung, Wissenschaft, Österreich, Medizin, Technik, Physik, Chemie, Geologie, Paläobiologie, Paläontologie, Biologie, Ökologie, Limnologie]
Ulrich Wutzke: [Art. 75384] Der Forscher von Friedrichsgracht [Ulrich Wutzke: Der Forscher von Friedrichsgracht] Brockhaus Verlag Leipzig 1988 ; fester Einband / hard cover
1. Auflage Der Forscher von Friedrichsgracht. Leben und Leistung Alfred Wegeners. "Alfred Wegener (1880-1930) war eine der vielseitigsten Forscherpersönlichkeiten des letzten Jahrhunderts. Wegener gab Impulse für die Polarschforschung ebenso wie für die Geowissenschaften, von der Geologie über Geophysik und Meteorologie bis hin zur kosmischen Physik. In seiner Doktorarbeit hatte er in brillanter Weise ein astronomisches Thema behandelt und sich mit seinem 1911 erschienenen Buch "Thermodynamik der Atmosphäre" als Meteorologe vorgestellt, als er 1912 mit der kühnen Hypothese vor die in Frankfurt am Main tagende Hauptversammlung der Geologischen Vereinigung trat, nach der die Festländer so "Fest" gar nicht wären und sich ihre Lage im Verlauf der Erdgeschichte verschiebe. Er wurde als "Nichtfachmann" nicht ernstgenommen, ja von manchem sogar verhöhnt. Es bedurfte der wissenschaftlichen Erkenntnisse unserer Tage, um die Richtigkeit von Wegeners "Kontinentalverschiebungstheorie" zu beweisen. Selbst in Fachkreisen ist es wenig bekannt, daß Alfred Wegener aus scharfsinnigen Experimenten Gedanken über die Entstehung der Mondkrater durch Meteoriteneinschlag entwickelte und aus ihnen Vorstellungen über die Entstehung des Mondes und der Erde formulierte, die im Kern wesensgleich mit heutigen Kenntnissen sind." (Nach dem Einführungstext des Verlages) Leineneinband mit orig. Schutzumschlag, 272 Seiten mit SW-Abbildungen, Standardbuchformat Zustand: der Schutzumschlag an den Kanten gering berieben, das Buch selbst minimale Gebrauchsspuren, 2+
[SW: Biografie, Biographie, Wissenschaftsgeschichte, Astronomie, Meteorologie, Kaiserzeit, Weimarer Republik]
Wegener, Alfred L. Die Entstehung der Kontinente und Ozeane Hrsg. v. Alfred-Wegener Inst. f. Polar- u. Meeresforschung Bremerhaven. Mit handschriftlichen Bemerkungen von Alfred Wegener, Notizen und Briefen, BORNTRAEGER, Oktober 2005 ISBN: 3443010563
Mit seinem Buch Die Entstehung der Kontinente und Ozeane hat Alfred Wegener (1880-1930) die Lehre von der Drift der Kontinente kreiert und begründet. Von 1915 bis 1929 erschienen vier jeweils deutlich überarbeitete Auflagen dieses Buches. Die vierte Auflage wurde in den folgenden Jahren immer wieder nachgedruckt. In diesem Buch werden anläßlich des 125-jährigen Geburtstages und des 75-jährigen Todestages Wegeners sowie des 25-jährigen Jubiläums des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) die erste und vierte Auflage als originalgetreue Abzüge wiedergegeben - die populärer gehaltene erste Auflage enthält Wegeners handschriftliche Notizen und Exzerpte. Weitere Besonderheiten dieser Ausgabe sind, neben einer Einführung der Herausgeber, zwei Register, Abbildungsverzeichnisse und ein modifiziertes Literaturverzeichnis.
NEUBUCH! Nachdr. Ausg. v. 1929. 2005. 481 S. m. Abb. 25 cm 249 mm x 179 mm x 26 mm 64 Abb.
[SW: Kontinentaldrift]
Wegener, Alfred (Hrsg. unter Mitarbeit diverser Fachkollegen): Müller-Pouillets Lehrbuch der Physik. Fünfter Band - Erste Hälfte: Physik der Erde. Mit 341 Figuren im Text und 7 Tafeln. Druck und Verlag von Friedr. Vieweg & Sohn 11.Aufl. 1928 Braunschweig
840S. Groß 8°
Broschur Fadengeheftete großformatige Broschur. Der Umschlag randberieben und leicht knickig, der untere Rücken mit Klebestelle, ca. die Hälfte der seiten mit Knick der oberen Ecke, ansonsten gute Erhaltung. Alfred Lothar Wegener (* 1. November 1880 in Berlin; November 1930 in Grönland) war ein deutscher Meteorologe, Polar- und Geowissenschaftler. Als sein wichtigster Beitrag zur Wissenschaft gilt seine erst postum anerkannte Theorie der Kontinentalverschiebung, die zu einer wesentlichen Grundlage für das heutige Modell der Plattentektonik geworden ist. Zu seinen Lebzeiten war Wegener vor allem für seine Verdienste in der Meteorologie und als Pionier der Polarforschung bekannt. Wegener war das jüngste von fünf Kindern einer Pastorenfamilie. Sein Vater war Richard Wegener, Theologe und Lehrer für Alte Sprachen am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Die Liebe zur Natur wurde in den Kindern wohl geweckt, als man 1886 das Gutshaus der alten Glashütte in Zechlinerhütte bei Rheinsberg als Feriendomizil erwarb und später als Wohnsitz der Familie nutzte. Dieses Haus wird heute als Wohnhaus genutzt. In der Alten Schule des Ortes sind heute eine Touristeninformation und die Alfred-Wegener-Gedenkstätte zu finden. Wegener besuchte das ehemalige Köllnische Gymnasium an der Wallstraße, das er als Klassenbester abschloss. Danach studierte er von 1900 bis 1904 Physik, Meteorologie und Astronomie in Berlin, Heidelberg und Innsbruck. 1902 bis 1903 war Wegener während des Studiums Assistent an der Volkssternwarte Urania in Berlin. Seine Doktorarbeit schrieb er an der Berliner Universität 1905 zwar in Astronomie (unter Betreuung von Julius Bauschinger), wandte sich danach aber mehr der Meteorologie und Physik zu. Seiner Meinung nach gab es in der Astronomie nicht mehr viel zu erforschen, zudem störte ihn, dass ein Astronom stark an seinen Beobachtungsort gebunden ist. 1905 wurde Wegener Assistent am Aeronautischen Observatorium Lindenberg bei Beeskow. Er arbeitete dort mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Kurt zusammen, der ebenfalls Naturwissenschaftler war und mit dem er das Interesse für Meteorologie und Polarforschung teilte. Bei einem Ballonaufstieg, der meteorologischen Beobachtungen und der Erprobung der astronomischen Ortsbestimmung mit dem Libellenquadranten diente, stellten die Wegener-Brüder vom 5. bis 7. April 1906 mit 52,5 Stunden einen neuen Dauerrekord für Ballonfahrer auf Im selben Jahr nahm Wegener an der ersten von insgesamt drei Grönland-Expeditionen teil. Wegener selbst hielt diese Entscheidung für einen der bedeutendsten Wendepunkte in seinem Leben. Der Auftrag der Expedition unter Leitung des Dänen Ludvig Mylius-Erichsen war es, das letzte unbekannte Stück der grönländischen Nordostküste zu erforschen. Wegener baute die erste meteorologische Station in Grönland bei Danmarkshavn, wo er Drachen und Fesselballons für meteorologische Messungen im arktischen Klima aufsteigen ließ. Wegener machte auch die erste Bekanntschaft mit dem Tod im Eis: Bei einer Erkundungsfahrt mit Schlittenhunden kam der Expeditionsleiter zusammen mit zwei Gefährten ums Leben. Nach seiner Rückkehr 1908 war Wegener bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Privatdozent für Meteorologie, praktische Astronomie und kosmische Physik in Marburg. 1909/10 arbeitete er an seinem Buch Thermodynamik der Atmosphäre, in dem er auch zahlreiche Ergebnisse der Grönlandexpedition verwertete. Wegeners Studenten und Mitarbeiter in Marburg schätzten besonders sein Talent, auch komplizierte Fragen und aktuelle Forschungsergebnisse klar und verständlich zu vermitteln, ohne dabei auf Exaktheit zu verzichten. Diese Jahre gehören zu den wichtigsten Schaffensperioden Wegeners. Am 6. Januar 1912 stellte er bereits seine ersten Gedanken zur Kontinentalverschiebung in der Öffentlichkeit vor. In dieser Zeit traf er Else Köppen, die 1913 seine Frau wurde. Noch vor der Hochzeit nahm Wegener an einer zweiten Grönlandexpedition teil. Nach einem Zwischenstopp auf Island, wo die Ponys für den Lastentransport gekauft und erprobt wurden, gelangte die Expedition wieder nach Danmarkshavn. Bevor man überhaupt mit dem Aufstieg auf das Inlandeis begonnen hatte, wäre die Expedition beinahe durch das Kalben eines Gletschers ausgelöscht worden. Beim Sturz in eine Gletscherspalte brach sich der dänische Expeditionsleiter Johan Peter Koch einen Unterschenkel und musste für Monate das Krankenlager hüten. Ansonsten verlief die erste jemals unternommene Überwinterung auf dem Inlandeis ohne Zwischenfälle. Die Expeditionsteilnehmer führten die ersten Eisbohrungen auf einem bewegten Gletscher in der Arktis durch und machten viele meteorologische Beobachtungen. Im Sommer 1913 folgte die Durchquerung des Inlandeises, auf der die vier Expeditionsteilnehmer eine doppelt so lange Strecke zurücklegten wie einst Fridtjof Nansen bei seiner Durchquerung Südgrönlands 1888. Nur wenige Kilometer von der westgrönländischen Siedlung Kangersuatsiaq entfernt gingen der kleinen Gruppe in den unwegsamen Gletscherabbrüchen die Nahrungsmittel aus, selbst das letzte Pony und der Hund wurden verspeist. Im letzten Moment wurden sie aber an einem Fjord vom Pastor von Upernavik aufgelesen, der gerade eine entlegene Gemeinde besuchte. Nach seiner Rückkehr fand die Hochzeit mit Else Köppen statt. Sie war die Tochter von Wegeners früherem Lehrer und Mentor, dem Meteorologen Wladimir Köppen. Das junge Paar zog nach Marburg, wo Wegener wieder seine Privatdozentur aufnahm. Als Reserveoffizier der Infanterie wurde Wegener bei Kriegsbeginn 1914 sofort eingezogen. Sein Kriegseinsatz an der Front in Belgien war mit heftigen Kämpfen verbunden, dauerte aber nur wenige Monate, da er nach zweimaliger Verwundung felddienstuntauglich geschrieben wurde. Danach wurde er dem Heereswetterdienst zugeteilt. Diese Tätigkeit erforderte ständiges Umherreisen zwischen den verschiedenen Wetterwarten in Deutschland, auf dem Balkan, an der Westfront und im Baltikum. Dennoch erarbeitete er 1915 die erste Fassung seines Hauptwerks Die Entstehung der Kontinente und Ozeane. Wie sein Bruder Kurt dazu anmerkte, ging es Alfred Wegener dabei um die "Wiederherstellung der Verbindung zwischen der Geophysik einerseits und der Geographie und der Geologie andererseits, die durch die spezialisierte Entwicklung dieser Wissenschaftszweige vollständig abgerissen war". Das allgemeine Interesse an dem Bändchen war aber, auch wegen der herrschenden Kriegswirren, nur gering. Bis zum Ende des Krieges publizierte Wegener nahezu 20 weitere meteorologische und geophysikalische Arbeiten, in denen er sich immer wieder auf wissenschaftliches Neuland begab. 1917 untersuchte er den Meteoriten von Treysa wissenschaftlich. Nach dem Krieg zog Wegener mit seiner Frau und den beiden Töchtern nach Hamburg, wo er bei der Deutschen Seewarte als Meteorologe arbeitete. 1921 wurde er dort zum außerordentlichen Professor an der neu gegründeten Universität Hamburg berufen. 1919 bis 1923 arbeitete Wegener sein Buch Die Klimate der geologischen Vorzeit aus, in dem er versuchte, den neuen Wissenschaftszweig der Paläoklimatologie im Rahmen seiner Kontinentalverschiebungstheorie zu systematisieren, und das er gemeinsam mit seinem Schwiegervater veröffentlichte. 1922 erschien die dritte, völlig neu bearbeitete Auflage seiner Entstehung der Kontinente und Ozeane. In dieser Zeit setzte auch die verstärkte Diskussion um seine Verschiebungstheorie ein, zunächst nur im deutschsprachigen Raum, dann auch international. Die Kritik in der Fachwelt war meist vernichtend. 1924 erhielt Wegener einen ordentlichen Lehrstuhl für Meteorologie und Geophysik in Graz, wo er endlich eine gesicherte Position für sich und seine Familie fand. Hier widmete er sich vor allem der Physik und der Optik der Atmosphäre sowie dem Studium der Tromben (Wirbelstürme). Die wissenschaftliche Auswertung seiner zweiten Grönlandexpedition (Eismessungen, atmosphärische Optik etc.) verzögerte sich bis zum Ende der 1920er Jahre. Im November 1926 fand in New York ein w...
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