Adler Alfred
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Geburtsstunde der Tiefenpsychologie / Individualpsychologie Alfred, Adler: Über den nervösen Charakter. Grundzüge einer vergleichenden Individualpsychologie und Psychotherapie. Wiesbaden, Bergmann, 1912.
Schönes unbeschnittenes und breitrandiges Exemplar im Original-Umschlag. Sehr seltene erste Ausgabe. Die Geburtsstunde der Tiefenpsychologie (Individualpsychologie). "The Neurotic Constitution" (Edwards). Die von Wagner von Jauregg abgelehnte Habilitationsschrift und zugleich das theoretische Hauptwerk Alfred Adlers, der Pionier der modernen Seelenkunde. Mit diesem Werk war zu sehen, daß Alfred Adlers Lehre nicht einfach eine polemische Abhandlung Freudscher Befunde war, sondern ein eigenständiger und eigenwüchsiger umfassender Entwurf, der Normalpsychologie und Psychopathologie in einem Konzept vereinigte. Mit diesem Buch schaffte die Individualpsychologie in der Fachliteratur den Durchbruch als Alternative zur Psychoanalyse. - Ursprünglich Anhänger Freuds erklärte er im Gegensatz zu diesem die seelischen Störungen (Psychoneurosen) nicht aus den Reaktionen, die aus verdrängten sexuellen Komplexen entstehen, sondern aus der mißglückten Anpassung an die Gemeinschaft, die zu Minderwertigkeitskomplexen (dieser Begriff stammt von ihm) bzw. zu übersteigertem Geltungstrieb führt. - Als Pionier der Tiefenpsychologie hat Adler heute noch nicht die Anerkennung und Würdigung, die er eigentlich verdient (J. Rattner, 1984). - Freud schuf ein abstraktes theoretisches System, welches das menschliche Seelenleben auf physikalische Manier zu deuten unternahm. Alfred Adlers Zugang zum Menschen war von vornherein ein anderer. Er trat als ein "Künstler der Menschenkenntnis" an den Mitmenschen heran. Daher ist Adlers Hauptwerk kaum mit irgendeiner Schrift von Freud zu vergleichen. Auf den rund 200 Seiten dieses genialen Werkes bereitet Adler seine umfassende Beobachtungen über die neurotische und normale Psyche aus. Mit einer ungewöhnlichen sprachlichen Differenziertheit beschreibt er die Vielfalt menschlicher Charakterzüge. Zahlreiche Fälle aus der Praxis illustrieren seine theoretischen Gedankengänge. Noch heute liefert dieser aus der Geschichte der Tiefenpsychologie nicht wegzudenkende Text eine Fülle von Anregungen zur Menschenkenntnis, die man kaum in einem anderen Werk so dicht und konzentriert vorfinden wird. Manes Sperber feierte Alfred Adler bereits 1926 als "das soziale Genie unserer Zeit". (J. Rattner, Alfred Adler, 1984). - Angesichts der bedrohlichen Zustände in Europa übersiedelte Adler 1934 nach den USA. Er hatte schon seit 1926 eine Gastprofessur an der Columbia University und seit 1932 am Long Island College inne. - Neben dem frühen Tod Alfred Adlers (1937) setzte vor allem die in den dreißiger Jahren über Deutschland und Österreich hereinbrechende völkische Barbarei dem freiheitlichen Gedankensystem der Individualpsychologie einen schweren Schlag. Adlers Schüler wurden von den neuen Machthabern verfolgt. Die aufblühende Tiefenpsychologie mußte ihr Zentrum im deutschsprachigen Europa verlassen und ihr psychologisches Aufklärungswerk in anderen Teilen der Welt fortsetzen. Die Diktaturen und der Zweite Weltkrieg haben die Entwicklung der psychologischen Wissenschaft auch insgesamt nachhaltig gestört. In Amerika fand seine Psychologie große Beachtung und Anerkennung bis in die Gegenwart. - Kleine, kaum störende Signatur aus der Zeit im unbedruckten Bereich rechts oben auf dem Titelblatt. Schönes, unbeschnittenes und breitrandiges Exemplar in dem äußerst seltenen Original-Umschlag. - Mit Beilage: Verlagsprospekt (Ernst Reinhardt in München) für die "Schriften des Vereins für Freie Psychoanalytische Forschung. Hrsg. von Alfred Adler. (Begrüßungswort "An die Leser" von Alfred Adler). 4 Seiten. - Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne ein Foto zu (JPG).
(8), 196, (12) S. Hellblauer Original-Umschlag mit schwarzer Typographie. Lex.8vo. Mit einer Beilage (siehe Schluss der Beschreibung).
EIN ÖSTERREICHER NAMENS ALFRED ADLER. Seine Individualpsychologie - Rückschau und Ausblick. Hrsg. von Erwin Ringel und Gerhard Barandl. ÖBV, Wien 1977,
A.d.Inh.: Alexandra Adler: Warum mein Vater Österreich verließ/ Erwin Ringel: War Adlers Existenz notwendig?/ Manes Sperber: Das Österreichische an Alfred Adler/ Hans Beck-Widmannstetter: Alfred Adler - ein Wiener/ Wilfried Biebl: Psychosomatik - der Beitrag Alfred Adlers/ Igor A. Caruso und Ewald H. Englert: Sozialpsychologie bei Alfred Adler/ Gernot Sonneck: Der Beitrag der Individualpsychologie zur Krisenintervention und Selbsmordverhütung/ Hermann Schnell: Alfred Adler und das Wiener Schulwesen/ Gerhard Brandl: Selbstgestaltung oder Sexualtrieb - in der Erziehung/ Walter Spiel: Aufstieg, Krise und Renaissance des Wiener Vereins für Individualpsychologie/ Josef Rattner: Die alten und die neuen Gesichtspunkte der Individualpsychologie.
228 S., 1 Faks., OBr., 8° In sehr gutem Zustand.
Thöndel, Claudia: Individualpsychologie und Humanismus Ein Vergleich der Persönlichkeitstheorien nach Alfred Adler und Carl R. Rogers, GRIN VERLAG, Juli 2009, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3640368223
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Psychologie - Sonstiges, einseitig bedruckt, Note: 1,3, Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg, Veranstaltung: Geschichte der Psychologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Hinblick auf Weltanschauung, Ethik und Weltorientierung ist die Individualpsychologie Alfred Adlers humanistische Psychotherapie schreibt Kornbichler in seinem 2007 erschienenen Werk über die Individualpsychologie Alfred Adlers (S. 67). Die humanistische Psychologie, maßgeblich geprägt durch Charlotte Bühler, Abraham Maslow, Carl R. Rogers und vielen anderen, versteht sich als dritte Kraft neben der Tiefenpsychologie und dem Behaviorismus. Sie entstand als eine Bewegung, die sich von Europa aus nach den USA und nach Europa zurück erstreckte. Ihre Blütezeit erlebte die humanistische Psychologie in den 50er und 60er Jahren in den USA. Alfred Adler war Mitglied der Psychoanalytischen Vereinigung in Österreich, distanzierte sich jedoch nach und nach von ihrem Vorsitzenden Siegmund Freud und gründete 1911 die Gesellschaft für freie Psychoanalyse (später für Individualpsychologie). Aufgrund der politischen Verhältnisse in seinem Heimatland emigrierte er 1935 in die USA. An einem Institut in New York traf er unter anderen auf Carl R. Rogers, der sich wie folgt über die Zusammenarbeit äußerte: Ich hatte das Privileg Dr. Alfred Adler zu begegnen, zuzuhören, und zu beobachten . Da ich damals an die eher starre Freudianische Vorgehensweise des Instituts gewöhnt war war ich schockiert über Adlers sehr direkte und trügerisch einfache Art, sofort auf das Kind und die Eltern Bezug zu nehmen. Ich brauchte einige Zeit, bis ich erkannte, wie viel ich von ihm gelernt hatte (Hoffman, 1997, S. 251). Carl R. Rogers wird heute zu den zentralen Gestalten der Humanistischen Psychologie gezählt (Zimbardo & Gerrig, 1999, S. 538). Betrachtet man das Menschenbild auf der Grundlage der Individualpsychologie Adlers, so sind große Gemeinsamkeiten zu dem personenzentrierten Ansatzes Rogers erkennbar. In mancher Hinsicht wirkt die Theorie Rogers wie eine Weiterentwicklung des Adlerschen Grundgedanken. Gleichzeitig unterscheiden sie sich auch in vielen Punkten. Diese Arbeit soll eine Einführung in die wesentlichen Gedanken und Begriffe der Ansätze nach Alfred Adler und Carl R. Rogers geben. Die zentralen Konzepte der Persönlichkeitstheorie werden sowohl in abstrakter, als auch in beispielhafter Weise erläutert und miteinander verglichen. Anhand dieser Ausführungen soll überprüft werden, inwieweit die Eingangs aufgestellte Hypothese Kornbichlers bestätigt, beziehungsweise widerlegt werden kann.
NEUBUCH! 2009. 40 S. 210 mm 216 mm x 148 mm x 20 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V129956
Rattner, Josef: Alfred Adler Mit Selbstzeugnissen, ROWOHLT TB., ISBN: 3499501899
Emil Ludwig schreibt in einem ziemlich törichten Buch Der entzauberte Freud: Wenn ich in Santa Barbara nicht dem Garagisten begegnet wäre, hätte ich dieses Buch auch jetzt nicht geschrieben. Aber da stand er in der Sonne, ein gesunder und starker Junge von Sechzehn, suchte einen Hebel an meinem Motor zu reparieren, und als es ihm eine ganze Weile nicht gelang, sagte er halblaut vor sich hin: <Das liegt eben an meinem Minderwertigkeitskomplex!> An diesem Abend beschloß Emil Ludwig, ein gehässiges und von jeder Sachkenntnis unbeschwertes Buch über Freud zu schreiben.Er hätte eigentlich ein Buch über Alfred Adler schreiben müssen, denn von ihm stammt der Ausdruck Minderwertigkeitsgefühl und -komplex.
NEUBUCH! 12. Aufl. 2006. 159 S. m. zahlr. Abb. 19 cm 192 mm x 115 mm x 10 mm Zahlr. Abb.; rororo Monographien Nr.50189
[SW: Psychoanalytiker (Biografien/Erinnerungen); Adler, Alfred, Mediziner (Biografien/Erinnerungen); Adler, Alfred, Individualpsychologie, Adler, Alfred; Biografien/Erinnerungen]



